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7 Stromversorgung 7.8 Sicherheitssteuerung Technisches Training FSE SIPLACE TX-Series 08/2018 115 7.8 Sicherheitssteuerung Die Sicherheitssteuerung der Ausgangsspannungen wird durch die Schütz-Sicherheitsabschaltung CSB …

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7 Stromversorgung
7.7 SMPS-Diagnose
114 Technisches Training FSE SIPLACE TX-Series 08/2018
7.7 SMPS-Diagnose
Die Diagnosefunktionin der Stationssoftware ermöglicht eine problemlose Überwachung des
Maschinenspannungsstatus.
Folgende Analyse- bzw. Überwachungsmöglichkeiten sind möglich:
Überwachung des Netzteils PS1 und der Pufferbatterie CAP
Überwachung der Sicherheitszustände auf der CSB
Überwachung der Zwischenkreisspannungen Bestückköpfe 160VDC auf der FD-Platine
Überwachung der Spannungen 42VDC / 28VDC / 24VDC auf der FD-Platine
Für die Überwachung der Netzteilspannungen und der Sicherungen auf CAP und FD-Platine
stehen zwei zusätzliche Diagnosekreise innerhalb der SMPS zur Verfügung. Die beiden
Diagnosekreise sind auf der IOCU kombiniert und werden von dort an den Stationsrechner
übertragen.
Die Verbindungen 1, 2 und 3 dienen rein zur Weitergabe der Diagnosedaten und sind somit
zwingend notwendig, um eine Funktion der Diagnose zu gewährleisten.
Damit die Diagnose GUI funktioniert, muss die SMPS korrekt verkabelt sein. Stellen Sie zur
Fehlerbehebung sicher, dass alle Kabel korrekt angeschlossen sind. Werden keine
Diagnosedaten der Kondensatorbatterie von der Maschinensteuerung empfangen
(Funktionsstörung bzw. fehlende Kabelverbindung), wird auch keine Diagnoseinformation der
FD-Platine angezeigt!
Der Diagnostics Master ist ein fester Bestandteil in der CAP1 und wertet sämtliche zur Diagnose
notwendigen Informationen der Gesamtbaugruppe PS1-CAP1 aus.
Ebenso werden die Daten der Pufferbatterie CAP1 (Ladungszustand, Temperatur, Pufferkapazität,
Arbeitszeit) vom Diagnostic Master abgefragt.
Auf der FD.A1 laufen sämtliche Diagnosedaten der Kleinspannungsüberwachung (von PS2 / PS3 /
PS4 / Sicherungen auf FD) und Sicherheitslogik (von CSP) zusammen. Von der FD werden dann
die Diagnosedaten an die IOCU weitergegeben.
Auch wird die Information über die 160VDC für die Zwischenkreisspannung Bestückköpfe
abgefragt. Dies erfolgt über die Logik an den Sicherungen F19 und F20.
7 Stromversorgung
7.8 Sicherheitssteuerung
Technisches Training FSE SIPLACE TX-Series 08/2018 115
7.8 Sicherheitssteuerung
Die Sicherheitssteuerung der Ausgangsspannungen wird durch die Schütz-Sicherheitsabschaltung
CSB (Contactor Based Safety Breaker) realisiert, die aus zwei funktionalen Einheiten besteht:
1. Schützsicherheitsabschaltung (CSB)
2. Pre-/Discharge Board –A2 zur Überwachung und Ladestromdämpfung der Hauptachsen
Die Einheit bietet folgende Funktionalität:
Sicherheitssteuerung für Ausgangsspannungen 300/160/42 und 24 V
Vorladen externer Kapazitäten (300 und 160V-Leitungen) innerhalb 1 sec., um unzulässige
Strombelastungen beim Zuschalten von Ausgangsspannungen zu verhindern.
Entladen externer Kapazitäten (300 und 160V-Leitungen) innerhalb 1sec., auf einen Wert
unter 60V beim Ausschalten von Ausgangsspannungen.
Signalisierung des Status an die Sicherungsdiagnose-Einheit auf der FD.A1.
Signal "Power enabled" an MGCU, HCU und Transporteinheiten.
Die Einheit besteht aus einer Grundplatte mit Schützen und Verdrahtung und darüber eine LP mit
allen Anschlüssen und Schnittstellen.
VORSICHT
Im Fehlerfall muss die gesamte Einheit ausgetauscht werden.
CSB-Baugruppe (Sicherheitsrelais)
7 Stromversorgung
7.8 Sicherheitssteuerung
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Übersicht über die Platine Pre/ Discharge board – A2
1. DC-Spannungseingang
2. Anschluss Sicherheitsrelais
3. Entlade-Widerstände
4. Anschlüsse 300V Zwischen-
kreisausgangsspannung
5. Funktionale Erdung (PE)
6. Kleinspannungsverteilung
(FC.A1)
GEFAHR
Nicht öffnen! Die Einheit steckt in einem Gehäuse, um den Benutzer vor gefährlichen Span-
nungen zu schützen und ist als Ersatzteil erhältlich.
Startsequenz:
Ansteigende Kante bei Eingang von "Start"-Trigger K3.A2 und - wenn alle Schütze abgefallen sind
(Testschleife von K5 OK), kein Fehler vom Vorlade-/Entlade-Überwachungskreis vorliegt und alle
Sicherheitskreise geschlossen sind (Haube, E-Stopp Tisch - Startkreis der SSK (Schützsicherheits-
kombination K5), werden K1, K3 und K4 ohne Verzögerung aktiviert -> 24V_S und 42V_S werden
geschaltet, der Sicherheitskreis wird geschlossen, die Ladephase für 300V und 160V Spannun-
gen wird initiiert (R1 und R2 unterdrücken den Ladestrom). Ein Spannungsvergleicher (voltage
comparator) erkennt das Ende der Vorladephase bei 300 V und 160 V, bevor K2 zugeschaltet wird.