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Betriebsanleitung SIPLACE CA-Serie 4 SIPLACE Wafer-System (SWS) Ab Softwareversion SR 708.0 Ausgabe 12/2014 4.1 Funktionsbeschreibung 201 Um das ganze S pektrum prozessorientierter Funktionen zu unterstützen sind folgend…

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4 SIPLACE Wafer-System (SWS) Betriebsanleitung SIPLACE CA-Serie
4.1 Funktionsbeschreibung Ab Softwareversion SR 708.0 Ausgabe 12/2014
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4.1 Funktionsbeschreibung
4.1.1 Funktionsprinzip des SIPLACE Wafer-Systems (SWS)
Das neue SWS bietet ein vollautomatisches Wafer- und Chip-Handling-System. Es ist voll in einen
Stellplatz des SIPLACE CA-Bestückungssystems integriert. Jeder Stellplatz kann (mit Einschrän-
kungen) mit einem SWS oder mit einem X-Tisch ausgerüstet werden.
Das SWS arbeitet für das SIPLACE-System wie ein Förderer und befördert die Dies vom Wafer
an eine einzelne, fest bestimmte Abholposition r den Bestückkopf. Der Bestückkopf holt das Die
beim SWS ab und platziert dieses wie auch beim SMD-Handling auf der Leiterplatte.
Das SWS erscheint in SIPLACE Pro wie ein X-Förderer mit einem speziellen Förderer-Typ. Die
Programmierung des SIPLACE-Systems erfolgt wie von der SIPLACE X-Serie bekannt. Das Die-
Handling wird am gesonderten Bedienterminal am SWS programmiert. Die zu programmierenden
Haupt-Parameter sind folgende:
Wafer- und Die-Dimensionen
Magazin-Typ
Waferrahmen-Typ
Die-Erkennung
Die-Ausstech-Parameter
Wafer-Map-System
Verknüpfung zum in SIPLACE Pro programmierten Bauelement
4.1.2 Grundfunktionen des SWS
Die wesentlichen Komponenten für das Die-Handling sind der Wafer-Tisch, das Ausstech-Sys-
tem, die Flip-Unit und die Kontrolleinheit inklusive der zugehörigen Software.
Der Wafer mit dem entsprechenden Die wird aus dem Magazin geladen und auf dem Wafer-Tisch
fixiert. Der Wafer-Tisch platziert das Die über dem Ausstech-System, wo das Die von der Wafer-
Folie gelöst und zur Flip-Unit übergeben wird. Die Flip-Unit dreht das Die um 180° und stellt die-
sen zur Abholung durch den Bestückkopf bereit.
Die SIPLACE CA verwendet einen hochgenauen SIPLACE-Bestückkopf, der speziell für höhere
Genauigkeit ausgesucht wurde um die Vorgaben von 35 µm bei 3 Sigma bei normalen und 25 µm
bei 3 Sigma unter eingeschränkten Bedingungen zu erfüllen (Einschränkungen siehe "Lieferun-
gen und Leistungen").
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HINWEIS
Alle Bewegungsachsen im SWS zur Positionierung sind Servo-Achsen!
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Ab Softwareversion SR 708.0 Ausgabe 12/2014 4.1 Funktionsbeschreibung
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Um das ganze Spektrum prozessorientierter Funktionen zu unterstützen sind folgende Optionen
verfügbar:
Wafer-Map-System
Linear-Dipping-Unit
Die-Attach-Unit
Small-Die-Kit (auf Anfrage)
Barcodescanner
Wafer-Expander
Inspektionskamera
4.1.3 Basic-Die-Presentation-Prozess
Der von der SWS unterstützte Basic-Die-Presentation-Prozess kann in 3 Hauptabschnitte unter-
teilt werden:
Die-Erkennung und Positionierung für den Ausstechvorgang (incl. Ink-Punkt-Erkennung oder
Wafer-Map)
Ausstechvorgang
Abholvorgang für Die-Attach- oder Flip-Chip-Verarbeitung.
Abb. 4.1 - 1 Basic-Die-Presentation-Prozess
Grundsätzlich gibt es zwei wesentliche Bestückvarianten, den Flip-Chip- und den Die-Attach-Pro-
zess.
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4.1.3.1 Flip-Chip-Prozess
Der Flip-Chip-Prozess ist das Standardverfahren des SWS. Dabei wird das Die vor der Bestü-
ckung auf der Platine um 180° gedreht (Face-Down-Bestückung).
Der Flip-Chip-Prozess ist eine stark wachsende Technologie. Dieser Prozess wird vor allem für
Baugruppen in der Consumer-Elektronik verwendet (z. B. Prozessoren, Grafik-Prozessoren,
Speicher).
Die Ein-/Ausgänge (E/A) des Dies sind direkt mit der Leiterplatte verbunden, was gegenüber dem
klassischen Die-Attach-Prozess einige Vorteile hat:
Geringerer Platzverbrauch
Schnellere Signalübertragung
Höhere E/A-Dichte pro Bauteil
Abb. 4.1 - 2 Flip-Chip-Prozess
Die Schritte des Flip-Chip-Prozesses:
Step 1: Die-Release
Step 2: Das Die wird um 180° gedreht und an den Bestückkopf übergeben. Parallel dazu wird
das nächste Die mit der zweiten Pipette der Flip-Unit aufgenommen.