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Betriebsanleitung Linienrechner UNIX 11. Produktionsmittel / Opt imierung Software-Version 402.xx Ausgabe 06/96 11.3 Grundlagen der R üstoptimierung (ROPT) 11 - 14 Die Ke nnzeich nung de r Förder bereic he als W echs elt…

Betriebsanleitung Linienrechner UNIX 11. Produktionsmittel / Optimierung
Software-Version 402.xx Ausgabe 06/96 11.3 Grundlagen der Rüstoptimierung (ROPT)
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11.3.3.6 Berücksichtigte Kapazitäten bei der ROPT
In der ROPT werden folgende Kapazitäten berücksichtigt:
●
Es werden alle dem System bekannten Förderer-Typen unabhängig vom Kopf-Typ unterstützt.
●
Das Platzangebot (Spurbelegung) der Förderbereiche kann nicht überschritten werden.
●
Jeder Förderer und jedes Modul wird mit seinem individuellen Platzbedarf berücksichtigt.
Jedes Fach in einem Förderer kann belegt werden.
Förderer, die zum Stellen in den Förderbereich Module benötigen, werden in Module gestellt.
Flächenmagazine werden auf Flächenmagazin-Träger gestellt.
●
Die Rüstoptimierung läßt eine 100% Belegung der Förderbereiche zu.
IC-Kopf
●
Der IC-Kopf kann auf alle Förderbereiche zugreifen, die mit seinem Portal erreichbar sind.
Revolverkopf
●
Der Revolverkopf kann auf alle Förderbereiche zugreifen, die mit seinem Portal erreichbar sind. Er kann
auch auf den Förderbereich eines Waffle-Pack-Wechslers zugreifen, wenn alle Fächer des Flächenmaga-
zins innerhalb des Verfahrbereiches des Revolverkopfes liegen.
11.3.3.7 Berücksichtigung von Förderern bei der Familienbildung
Sobald mehr als eine Rüstung berechnet wird, spielen Umrüstvorgänge zwischen den Rüstungen eine Rolle.
Die Optimierung berücksichtigt diese Umrüstvorgänge. Jeder Förderer der Anfangsrüstung, der nicht mit dem
gleichen Baulementetyp spurtreu in der Folgerüstung gerüstet ist, wird als ein Umrüstvorgang eines Förderers
betrachtet. Dabei wird als Umrüstaufwand lediglich der Austausch des neuen Förderers mit dem abzurüstenden
angesehen. Die Förderer selbst werden so betrachtet, als wären sie mit dem Bauelementetyp vorgerüstet.
Die Umrüstzeit pro Förderer kann bei den Optimierungsparametern eingegeben werden (siehe Abschn.
11.4.3.1).
Auswirkungen:
-
Kleine Umrüstzeit: Es werden mehr Förderer in den festen Förderbereich gestellt.
-
Große Umrüstzeit: Es werden weniger Förderer in den festen Förderbereich gestellt.
11.3.3.8 Berücksichtigung von Wechseltischen bei der Familienbildung
Sobald mehr als eine Rüstung berechnet wird, spielen die Umrüstvorgänge auf Wechseltischen eine Rolle. Als
Wechseltisch wird ein Förderbereich bezeichnet, der mit einem Hubwagen komplett ausgetauscht wird. Die
Förderer werden so betrachtet, als wären sie bereits vorher gerüstet und erhöhen nicht den Umrüstaufwand.
Die Optimierung geht davon aus, daß der Umrüstaufwand für Förderbereiche, die als Wechseltisch gekenn-
zeichnet sind, nur aus der Umrüstzeit des Wechseltisches besteht, unabhängig von der Anzahl der umzurü-
stenden Förderer.

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Die Kennzeichnung der Förderbereiche als Wechseltisch kann im Konfigurationseditor für die Stationen
vorgenommen werden (siehe Kap. 12).
Die Umrüstzeit kann bei den Optimierungsparametern eingegeben werden (siehe Abschn. 11.4.3.1).
Auswirkungen:
-
Kleine Umrüstzeit:
Es werden mehr Förderer auf den Wechseltisch gestellt.
-
Große Umrüstzeit:
Es werden mehr Förderer in den festen Förderbereich gestellt.
11.3.3.9 Berücksichtigung einer Grundlast bei der Familienbildung
Sobald mehr als eine Rüstung berechnet wird, spielt die Grundlast beim Umrüstvorgang eine Rolle. Die
Grundlast umfaßt die Zeit, die zwischen der letzten Bestückung aus der Vorgängerrüstung und der ersten
Bestückung der Folgerüstung verbraucht wird. Die Umrüstzeiten werden nicht mitgerechnet.
Auswirkungen:
-
Kleine Grundlast:
Es werden mehr Rüstungen erzeugt. Der Schwerpunkt der Umrüstvorgänge liegt
auf den Wechseltischen.
-
Große Grundlast:
Es werden so wenig Rüstungen wie möglich erzeugt. Es werden Umrüstvorgänge
auf festen Förderbereichen erlaubt.
11.3.3.10 Behandlung von dominanten Bauelementen
Wenn die Bestückzeit eines BE's in einem LP-Typ durch seinen hohen Bestückanteil so groß ist, daß die
Produktion des LP-Typs auch mit dem schnellsten Bestückkopf in der Linie zu einer Schieflast führen würde,
muß dieses BE auf mehreren Stationen der Linie in Förderern bereitgestellt werden. So können die zum BE
gehörenden Bestückpositionen auf die Stationen verteilt werden und verhindern damit eine Schieflast der Linie.
Die benötigte Anzahl der Förderer für das dominante BE richtet sich nach
-
dem Anteil der Schieflast
-
der Anzahl der Bestückpositionen
-
und der Anzahl der Köpfe mit denen das BE bestückt werden kann.
Wenn ein dominantes Bauelement jedoch nicht beliebig oft aufgestellt werden soll, z.B. weil nicht genug
Förderer vorhanden sind, kann die Anzahl der Förderer pro Bauelementetyp eingeschränkt werden. Dies hat
den Vorteil, daß ein Bauelementetyp nur eine begrenzte Zahl von Stellplätzen belegt. Die Produktionszeit kann
sich dadurch aber erhöhen, weil die Bauelemente nicht immer auf den optimalsten Stellplätzen stehen.
Außerdem können u.U. mehrere Rüstfamilien berechnet werden, obwohl eine Rüstung ausgereicht hätte.
Diese Einstellung wird in den Standard-/Auftragsparametern mit dem Parameter „Maximale Anzahl bei
Dominanz“ vorgenommen (siehe Abschn. 11.4.3.1).

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11.3.3.11 Behandlung von dominanten Rüttelzeiten
Es kommt vor, daß die Bestückzeit stark von der Rüttelzeit der Förderer abhängig ist. Dies ist immer dann der
Fall, wenn ein Bauelement von einem Revolverkopf häufig bestückt werden muß. Der Revolverkopf greift dann
mehrmals hintereinander auf dasselbe Fach eines Förderers zu. Da die Abholgeschwindigkeit des Revolver-
kopfs meist größer ist, als die Zuführgeschwindigkeit des Förderers, kommt es zu Wartezeiten. Um dies zu
vermeiden, wird ein häufig zu bestückendes Bauelement mehrfach gerüstet.
Bedingung: ist der Anteil der Bestückpositionen eines BE's größer
≥
20% bezogen auf alle Bestückpositionen
die der Revolverkopf zu bestücken hat, und ist die Rüttelzeit des Förderers größer als die Taktzeit des
Revolverkopfs, dann wird das BE ein zweites Mal gerüstet, falls die Kapazität des Förderbereichs dies zuläßt.
Wenn ein dominantes Bauelement jedoch nicht beliebig oft aufgestellt werden soll, z.B. weil nicht genug
Förderer vorhanden sind, kann die Anzahl der Förderer pro Bauelementetyp eingeschränkt werden. Dies hat
den Vorteil, daß ein Bauelementetyp nur eine begrenzte Zahl von Stellplätzen belegt. Die Produktionszeit kann
sich dadurch aber erhöhen, weil die Bauelemente nicht immer auf den optimalsten Stellplätzen stehen.
Außerdem können u.U. mehrere Rüstfamilien berechnet werden, obwohl eine Rüstung ausgereicht hätte.
Diese Einstellung wird in den Standard-/Auftragsparametern mit dem Parameter „Maximale Anzahl bei
Dominanz“ vorgenommen (siehe Abschn. 11.4.3.1).
11.3.3.12 Pipettenminimierung
Bei der Pipettenminimierung wird mit der Anzahl von Pipetten pro Kopf und LP-Typ gerechnet.
●
Für den IC-Kopf wird eine Pipettenminimierung pro LP-Typ durchgeführt.
●
Für den Revolverkopf wird ebenfalls eine Pipettenminimierung pro LP-Typ durchgeführt.
Außerdem wird noch diejenige Pipettenkonfiguration am Kopf ermittelt, bei welcher die Anzahl der
Bestückzyklen ein Minimum ergibt.
☞
HINWEIS
Die Pipettenkonfiguration kann bei den Machbarkeitsergebnissen angezeigt werden.
11.3.3.13 Berücksichtigte Zeiten
Bei der ROPT werden die nachfolgend aufgeführten Zeiten berücksichtigt:
●
Zeit für eine Bewegung des IC-Kopfs bzw. Revolverkopfs
Um die Berechnung der Bestückzeiten möglichst genau durchführen zu können, wurden an representati-
ven Bestückautomaten Zeitfunktionen aufgenommen. Sie wurden getrennt für die Maschinen-Typen
SIPLACE 80S/80F und HS-180 gemessen.