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SIPLACE Pro 15.1 (R 18 - 1) / V ersionsbeschreibung Ausgabe 05/2018 19 5.4 Linienkonfigura tion mit Inspekt ionssystemen und AOI - Geräten Inspektionssy steme sind im Lin ien - Editor der Gerä te der Li nie - Strukturans…

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SIPLACE Pro 15.1 (R18-1) / Versionsbeschreibung Ausgabe 05/2018
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5.3 "The Hermes Standard" Neues Kommunikationsprotokoll
"The Hermes Standard" ist ein neues Kommunikationsprotokoll für SMT-Bestücklinien, das
alternativ zur elektrischen SIPLACE SMEMA-Schnittstelle eingesetzt werden kann. Mit diesem
Protokoll können mehrere Informationen zusammen mit der Leiterplatte durch die Linie übertragen
werden, wie z.B. eindeutige Leiterplatten-IDs, Barcodes, Transportgeschwindigkeit, Länge / Breite /
Höhe der Leiterplatte. Diese ganze Information kann durch die komplette Linie ohne
Unterbrechung übertragen werden. Bisher war dies nur möglich innerhalb eines SIPLACE
SMEMA-Clusters. Wenn alle Geräte in der Linie das Protokoll "The Hermes Standard" unterstützt,
ist ein "Whispering-Down-the-Line" innerhalb des "The Hermes Standard"-Clusters wie innerhalb
des SIPLACE SMEMA-Clusters möglich.
"The Hermes Standard" kann auf allen Bestückautomaten verwendet werden, die von
Stationssoftware-Versionen 711 unterstützt sind. Siehe Stationssoftware-Versionsbeschreibung,
Artikelnummer [00198500-xx].
Es wird auch unterstützt, dass die Linie z.B. in zwei "The Hermes Standard"-Cluster aufgeteilt wird,
wenn andere Geräte in der Linie nicht das Protokoll "The Hermes Standard" unterstützt.
Eine Schaltfläche ist jeweils hinzugefügt worden zum Linien-Editor in SIPLACE Pro Desk, zu allen
Produktionslinien-Editoren (z.B. Rüstungs-Editor, Los-Editor, Auftrags-Editor) und zur grafischen
Linienansicht auf der Line Control GUI, mit welcher der Benutzer allgemeine Geräte in der
grafischen Linienansicht ausblenden oder anzeigen kann.
"The Hermes Standard" Verbindungskonfiguration ist zum Linien-Editor hinzugefügt worden, in
dem die Geräte konfiguriert sind (Drucker, allgemeine Geräte, Process-Lens-Geräte und
Bestückstationen).
Abbildung 5-1: "The Hermes Standard" Verbindungskonfiguration
Der Benutzer kann nur die "The Hermes Standard" Geräteverbindungen zum nächsten Gerät
konfigurieren. Die Konfiguration der Verbindung zum vorhergehenden Gerät wird schreibgeschützt
angezeigt, da diese Konfiguration im entsprechenden Editor des vorhergehenden Geräts
bearbeitet wird.
Über das Kontrollkästchen 'The Hermes Standard' verwenden wird festgelegt, ob die Verbindung
das Protokoll "The Hermes Standard" verwenden soll. Wenn nicht aktiviert, wird das Protokoll
SIPLACE SMEMA verwendet.
Auf der Line Control GUI kann die neue Linienansicht Ansicht 'The Hermes Standard'-
Verbindung ausgewählt werden. In dieser Ansicht kann der Benutzer die "The Hermes Standard"
Gerätekonfiguration überprüfen und herunterladen. Außerdem kann ein Bericht erstellt und
gedruckt werden.
Einschränkungen
Keine Unterstützung für Stationen mit Shuttle.
Keine Unterstützung für Geräte mit IPv6-Adressen.
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5.4 Linienkonfiguration mit Inspektionssystemen und AOI-Geräten
Inspektionssysteme sind im Linien-Editor der Geräte der Linie - Strukturansicht hinzugefügt
worden. Hier kann der Benutzer Lotpastenprüfungsgeräte erstellen. Zurzeit wird nur ASM Process
Lens unterstützt. IP-Adresse, Host-Name und Softwareversion können bearbeitet werden.
Das allgemeine Linien-Gerät Benutzerdefiniert ist um zwei neue Attribute ergänzt worden:
Hersteller (Name des Geräteherstellers) und Betriebsmittel-ID (ID der Maschine /
Seriennummer).
Die vorhandenen allgemeinen Linien-Gerätetypen, die Nicht definiert und AOI beinhalten, sind um
folgende neuen Typen erweitert worden:
AOXI, AXI, ClassificationArea, RepairArea, PlacementMachine, Printer, SPI, Oven.
5.5 Neue Aufsetzkraft Sehr geringe Kraft in Bestück-, Abhol- und
Dipp-Prozessen
Der neue Status sehr geringe Kraft ist hinzugefügt worden in SIPLACE Pro.
In der Registerkarte Bearbeitung im Gehäuseform-Editor kann der Kraftstatus beim Bestücken,
Abholen und Dippen in einem Drop-Down-Menü eingestellt werden:
Standard: die Standardkraft wird verwendet.
Manuell: der Benutzer kann eigene Werte eintragen.
Sehr gering: der Status sehr geringe Kraft wird aktiviert.
Der Status sehr geringe Kraft kann nur für die folgenden Bestückköpfe eingesetzt werden:
C&P20 M2, C&P20 P und (ab R18-1) C&P20 P2.
5.6 SEMO CRF80 Neuer Gurtförderer
Der neue Gurtförderer SEMO CRF80 von der Firma SEMO wird von SIPLACE Pro unterstützt und
belegt sieben Spuren auf dem X-Tisch. Der Förderer wird direkt vom Hersteller vertrieben.
5.7 Externer Barcodeleser Mitten in der Linie
Externe Barcodeleser können jetzt vor jedem beliebigen Bestückautomaten in der Linie zusammen
mit dem Board Gate Keeper verwendet werden. Der Board Gate Keeper kann als vorhergehender
"Whisperer" einer beliebigen Station festgelegt werden, z.B. der dritten Station in der Linie.
Beispiel:
Die Linie besteht aus drei Bestückautomaten. Vor der Linie und zwischen der zweiten und
dritten Station steht ein Transport mit einem integrierten Barcodeleser. Diese Leser sollen für
Traceability-Zwecke verwendet und mit Traceability über den Board Gate Keeper verbunden
werden.
Wenn der Board Gate Keeper als vorhergehender "Whisperer" für sowohl die erste als auch die
dritte Station konfiguriert werden soll, muss Stationseinstellung verwenden im Rüstungs-Editor
für die Linie eingestellt werden.
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Zusätzlich muss die Option Externer LP-Barcode in der jeweiligen Stationsrüstung der ersten und
dritten Station eingestellt werden, um festzulegen, dass die LP-Barcodes von extern gewhispert
werden (= vom Board Gate Keeper auf dem Linien-Computer). Nur externe Inkpunkte,
Einzelschaltungsmarken und (externe) virtuelle Inkpunkte können vom Board Gate Keeper an die
erste und dritte Station "gewhispert" werden.
Die Stationssoftware unterstützt nur einen vorhergehenden "Whisperer". Der Board Gate Keeper
ist dann nur der vorhergehende "Whisperer" von z.B. der dritten Station. Deswegen können
(interne) Inkpunkte und Einzelschaltungsmarken, die an der ersten Station gelesen werden, nicht
z.B. von der zweiten zur dritten Station "gewhispert" werden (über den vom Board Gate Keeper
übertragenen Barcode zur dritten Station). Die dritte Station muss alle (interne) Inkpunkte und
Einzelschaltungsmarken wieder einlesen.
5.8 Barcode-Bedingungen für Traceability-Zwecke
Beim Lesen des Barcodes mit der Leiterplattenkamera für Traceability-Zwecke, soll das Vision-
System prüfen, dass der erkannte Barcode korrekt ist, um für Traceability verwendet zu werden.
Um zu vermeiden, dass ein inkorrekter Barcode gelesen wird, kann der Benutzer Bedingungen für
den Barcode im Vision-System an der Station festlegen. Wenn ein Barcode nicht alle Bedingungen
erfüllt, sucht das Vision-System nach einem anderen Barcode mit gültigen Bedingungen im
interessanten Bereich. Die Bedingungen werden unter Barcode-Marke in SIPLACE Pro
gespeichert.
SIPLACE Pro Line Control schickt die Daten an Stationen, auf denen Stationssoftware-Version
711 läuft. Die Daten können an der Station gelernt werden und in SIPLACE Pro zurückgespeichert
werden. Die Barcodedaten können in SIPLACE Pro nicht bearbeitet, aber durch Drücken der
Schaltfläche Alle Visiondaten entfernen im Marken-Editor gelöscht werden.
5.9 BOM-Merger: Automatisches Verknüpfen von Gehäuseformen
Der BOM-Merger kann Bauelemente in SIPLACE Pro erstellen, obwohl sie noch nicht in der
Datenbank vorhanden sind. Der BOM-Merger ist erweitert worden und ordnet die Gehäuseform
des Bauelements in vorhandenen Bauelementbestückungen dem neu erstellten Bauelement in der
BOM-Datei zu.
Der BOM-Merger verknüpft neu erstellte Bauelemente mit der schon vorhandenen Gehäuseform,
die von dem aktuellen Bauelement der ursprünglichen Bauelementbestückung referenziert wird.
Bauelemente, die schon vorhanden sind und für welche es keine Referenz zu einer Gehäuseform
gibt, werden ebenfalls zu der Gehäuseform des ursprünglichen Bauelements in der Bestückliste
automatisch verknüpft. Umgekehrt bleiben vorhandene Bauelemente unverändert, die eine
Gehäuseform referenziert.
Vorhandene alternative Gehäuseformen, die dem ursprünglichen Bauelement zugeordnet sind,
werden ebenfalls zum Ziel-Bauelement übertragen. Andere Attribute des ursprünglichen
Bauelements werden nicht übertragen.