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Betriebsanleitung SIPLACE SX1/SX2/DX1/DX2 2 Betriebssicherheit Ab Softwareversion SR.706.xx Ausgabe 06/2012 DE 2.7 Sicherheitseinrichtungen 73 2.7.4 NOT -HAL T -Schleifen und Meldekreis 2.7.4.1 Aufbau der NOT -HAL T -Sch…

2 Betriebssicherheit Betriebsanleitung SIPLACE SX1/SX2/DX1/DX2
2.7 Sicherheitseinrichtungen Ab Softwareversion SR.706.xx Ausgabe 06/2012 DE
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Schützsicherheitskombination K3 (Pos. 1 in Abb. 2.7 - 6, Seite 71) 2
Die Schützsicherheitskombination ist im Stromversorgungseinschub untergebracht. Sie wird zur
Überwachung der NOT-HALT-Schaltungen und Schutzeinrichtungen verwendet.
Drei Bedingungen müssen für die Aktivierung der Schützsicherheitskombination erfüllt sein:
– Das Signal "Softwarefreigabe" bzw. "Control ON"muss erfolgt sein.
– Die NOT-HALT-Schleife muss geschlossen sein.
– Die Starttaste muss betätigt worden sein.
An der Frontseite der Schützsicherheitskombination befinden sich drei grüne LED für die
Betriebsanzeige (siehe Abb. 2.7 - 7
, Seite 73):
– Die LED "Power" zeigt an, dass Spannung anliegt.
– Die LED "Channel 1" und "Channel 2" leuchten, wenn der Starttaster betätigt wurde, die NOT-
HALT-Schleife geschlossen ist und der Meldekreis keinen Fehlerstatus signalisiert.
Servicesteckdose (Pos. 2 in Abb. 2.7 - 6, Seite 71) 2
Die Servicesteckdose ist im Stromversorgungseinschub untergebracht und durch die Abdeckung
gesichert. Sie kann nur genutzt werden, wenn der Automat eine 5-Leiterverbindung (L1, L2, L3,
N und PE) zum Versorgungsnetz hat. Bei einem 4-Leiteranschluss - beispielsweise ohne N - ist
die Steckdose nicht nutzbar.
WARNUNG 2
Beachten Sie dazu auch die Sicherheitshinweise über lebensgefährliche Spannungen, auch
wenn der Automat ausgeschaltet ist! (Siehe Abschnitt 2.1.3 ab Seite 34)

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2.7.4 NOT-HALT-Schleifen und Meldekreis
2.7.4.1 Aufbau der NOT-HALT-Schleifen
Folgende Kontakte sind in Serie geschaltet und bilden die NOT-HALT-Schleife:
– Schließkontakte der zwei Schutzhaubenschalter
– Schließkontakte der zwei Pufferüberwachungen der Y-Achse (Nur SX1/SX2)
– Schließkontakte der beiden NOT-HALT-Taster
– Schließkontakte der zwei BE-Wagen/DX-Wechseltisch
– Kanäle der Schützsicherheitskombination SSK K3
Bei der NOT-HALT-Schleife wird das CAN-Bus-Signal des Meldekreises (siehe Abschnitt 2.7.4.2
,
Seite 74
) der Schützsicherheitskombination SSK K3 zugeführt. Ist die NOT-HALT-Schleife ge-
schlossen, und wird keine Fehlfunktion vom Meldekreis signalisiert, so leuchten zusätzlich zur
grünen Netzkontroll-LED der Schützsicherheitskombination die beiden grünen LED der Kanäle 1
und 2.
2
Abb. 2.7 - 7 Signal-LED an der Schützsicherheitskombination
(1) Netz / Power
(2) Kanal 1 / Channel 1
(3) Kanal 2 / Channel 2
(1)
(2)
(3)
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2.7.4.2 Aufbau des Meldekreises
Folgende Module des Meldekreises werden einzeln abgefragt:
– Die Schutzschalter der Schutzhauben
– Die Pufferüberwachung der Y-Achse (Nur SX1/SX2)
– Die Meldekontakte der BE-Wagen/DX-Wechseltisch
– Die NOT-HALT-Taster
Im betriebsbereiten Zustand des Automaten sind alle Meldekontakte geschlossen. Wird z. B. eine
Schutzhaube angehoben, öffnet der jeweilige Meldekontakt. Über den CAN-Bus wird diese Zu-
standsänderung dem Steuerrechner signalisiert. An der Bedieneroberfläche wird die entspre-
chende Fehlermeldung eingeblendet.
2.7.4.3 Funktionsbeschreibung der NOT-HALT-Schleifen
Für das Starten und für den Betrieb des Automaten müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
– Alle BE-Wagen/DX-Wechseltische müssen angedockt und angeschlossen sein.
– Alle Schutzhauben müssen geschlossen sein.
– Alle Anschlagpuffer der Y-Achse müssen montiert sein (Nur SX1/SX2).
– Die beiden NOT-HALT-Taster müssen entriegelt sein.
– Der Mindestbetriebsdruck muss erreicht sein.
– Die Softwarefreigabe ("Control ON") muss aktiviert sein, damit das Startsignal der "Start"-
Taste die SSK einschalten kann.
– Über den 24 V- AC/DC Wandler werden 24 V- an die Starttaster und die Schützsicherheits-
kombination durchgeschaltet.
– Wird jetzt einer der Starttaster gedrückt, schaltet die Schützsicherheitskombination SSK K3
und aktiviert folgende Komponenten:
– Zwischenkreisspannung 260 V- für die Portalachsen über das Verstärker Modul A7.
– Zwischenkreisspannung 150 V- für die Sternachsen.
– Über den Einschaltstrombegrenzer Servo wird die Gantry Control Unit (GCU) für die X-
und Y-Achsen angesteuert.
– 42 V- Betriebsspannung werden zur den Leergurtschneideinrichtungen durchgeschaltet.
– 42 V- und 24 V- werden zur LP-Transportsteuerung (TSP) durchgeschaltet.
Damit ist die Maschine betriebsbereit.