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Betriebsanleitung SIPLACE 80S-20/F4 6 Visionfunktionen Softwareversion SR.406.xx Ausgabe 02/2000 DE 6.3 BE-Visionsysteme 227 6 Abb. 6.3 - 1 Regelmäßiges Bauelement Legende zu Abb. 6.3 - 1 (1) Sym metrieachs e Kriterien f…

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6 Visionfunktionen Betriebsanleitung SIPLACE 80S-20/F4
6.3 BE-Visionsysteme Softwareversion SR.406.xx Ausgabe 02/2000 DE
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6.3.2.3 Funktionsbeschreibung
Für den Pick&Place-Kopf stehen zur optischen Zentrierung von Bauelementen zwei optische Zen-
triersysteme zur Verfügung: 6
das Fine-Pitch-Visionmodul für Fine-Pitch-Bauelemente bis zu einer Größe von 55 mm x 55
mm und einer minimalen Beinchenteilung von 0,4 mm und BGAs (Ball-Grid-Arrays)
das Flip-Chip-Visionmodul für Flip-Chips und Fine-Pitch-Bauelemente bis zu einer Größe von
15 mm x 15 mm und einer minimalen Beinchenteilung von 0,2 mm
Der Pick&Place-Kopf holt die Bauelemente von Flächenmagazinen ab und positioniert sie über
das jeweilige optische Zentriersystem. Räumlich versetzte LED-Ebenen leuchten das Bauele-
ment mit Rotlicht gleichmäßig aus. Die von der Bauelementekamera erzeugte digitale Bauele-
menteabbildung wird in die Visionauswerteeinheit übertragen. Hier erfolgt eine Auswertung
entsprechend dem Bauelementetyp. Die daraus gewonnen Ergebnisse liefern Aussagen zu Po-
sitionsabweichungen, Verdrehwinkel, Beinchenzustand und der Abbildungsqualität des Bauele-
ments. 6
Für BGAs und Flip-Chips wurden neue Beleuchtungsverfahren und spezielle Algorithmen zum
Gewinnen der Bauelementeparameter entwickelt, um diese neue Generation von Bauelementen
optisch zentrieren zu können.
Bauelemente, die sich nicht optisch zentrieren lassen, legt der Pick&Place-Kopf zur weiteren
Analyse wieder in das Flächenmagazin zurück.
6.3.3 Kriterien zur Erfassung von Bauelementen
Form der Bauelemente 6
Mit der optischen Bauelemente-Zentrierung können neben regelmäßigen auch unregelmäßige
Bauelemente zentriert werden. Als maximale Beinchenanzahl sind für die horizontale bzw. verti-
kale Richtung jeweils 99 Beinchen zugelassen. 6
Kriterien für regelmäßige Bauelemente 6
Definition 6
Ein Bauelement wird als regelmäßig bezeichnet, wenn folgende vier Bedingungen erfüllt sind: 6
rechteckige Gehäuseform (Sonderfall: quadratische Form)
nur ein Beinmodell (lead-type)
nur eine Beingruppe pro Seite
Die gegenüberliegende Beingruppen sind jeweils symmetrisch zu den beiden Hauptachsen
(X-, Y-Achse).
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Abb. 6.3 - 1 Regelmäßiges Bauelement
Legende zu Abb. 6.3 - 1
(1) Symmetrieachse
Kriterien für unregelmäßige Bauelemente 6
Definition 6
Ein Bauelement wird als unregelmäßig bezeichnet, wenn es nicht die Bedingungen für regel-
mäßige Bauelemente erfüllt. 6
Zusätzliche Bedingungen für die Zentrierung mit dem BE-Visionsystem: 6
In einer Reihe sind bis zu 3 verschiedene Beinmodelle erlaubt.
In einer Reihe sind bis zu 15 Gruppen zulässig.
Y
X
Pin 1
1
1
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Abb. 6.3 - 2 Beispiel für unregelmäßige Bauelemente
Teilungsabweichung 6
Für jedes Bauelement kann im GF-Editor die Teilungsabweichung (das ist der Teilungsabstand
von Beinchenmitte bis Beinchenmitte) gesondert eingegeben werden. Wird dieser Wert über-
schritten, wird das Bauelement nicht zentriert und somit nicht bestückt. 6
Grenzwert der Qualitätsmessung 6
Die Bauelemente dürfen die Grenzwerte der Qualitätsmessung nicht überschreiten, weil sie dann
nicht bestückt werden.
Grenzwerte sind: 6
Differenz der Beinchenanzahl zwischen Original und Modell.
Teilungsabweichung größer als der Wert in der GF-Datei.
Größerer Orthogonalitätsfehler, als in der GF-Datei vorgegeben.
Größere Abweichung der Aussenmaße.
Größere Abweichung des Mittelpunkts als die zulässige Lagetoleranz beim Abholen.
Modell 1
Gruppe 1
Modell 2
Gruppe 1
Modell 1
Gruppe 2
Modell 3
Gruppe 1
Modell 2
Gruppe 2
X
Pin 1
Y
X
Pin 1
Modell 1 Modell 2 Modell 1 Modell 3 Modell 2
Gruppe 1 Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 1 Gruppe 2