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Betriebsanleitung SIPLACE 80S-20/F4 11 Stationserweiterungen / Hardware Softwareversion SR.406.xx Ausgabe 02/2000 DE 11.9 Dispens-Flussmittelauftrag (80F4) 495 1 1 .9.3 Funktionsbeschreibung Das Zentrifug enröhrche n (3)…

11 Stationserweiterungen / Hardware Betriebsanleitung SIPLACE 80S-20/F4
11.9 Dispens-Flussmittelauftrag (80F4) Softwareversion SR.406.xx Ausgabe 02/2000 DE
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11.9 Dispens-Flussmittelauftrag (80F
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)
11.9.1 Übersicht
Für eine sichere Verarbeitung von Flip-Chip Bauelementen, ist das Auftragen eines Flussmittels
vor Bestücken des Bauelementes notwendig. Damit wird erreicht, dass der nachfolgende Lötpro-
zess sicher erfolgt.
Nachdem das Flip-Chip Bauelement mit dem Pick&Place-Kopf aufgenommen und eine Lagever-
messung durchgeführt wurde, wird Flussmittel an der Bestückposition auf die Leiterplatte aufge-
bracht. Die aufzubringende Menge des Flussmittels kann gehäuseformspezifisch eingegeben
werden.
Unmittelbar nach Aufbringen des Flussmittels wird das Flip-Chip mit dem Pick&Place-Kopf
bestückt. Der Pick&Place-Kopf hält das Flip-Chip Bauelement für eine programmierbare, gehäu-
seformspezifische Zeit, auf der Leiterplatte fest. Dadurch wird erreicht, dass das Bauelement am
Flussmittel antrocknet und nicht „wegschwimmen“ kann.
Nachdem alle Flip-Chip Bauelemente bestückt sind, wird der Leiterplattentransport nach einer
programmierbaren Wartezeit aktiviert, und weitertransportiert.
11.9.2 Technische Daten
Dosiervolumen 2µl - 100 µl
Kleinster Dosierschritt 1 µl
Volumen-Spritze 1 ml
Volumen Vorratsbehälter 100 ml
Am Einbauplatz zu applizierendes Volumen Je nach Flip-Chip-Größe sowie nach Benetzungsei-
genschaften von Flux- und Substratmaterial
Flip-Chip-Niederhaltezeit nach dem Bestücken 0 bis 5 s
Inkrement-Niederhaltezeit 0,01 s
Minimale Wartezeit bis Leiterplattentransport 0 s bis 40 s
Inkrement-Wartezeit 1 s
Dosierzeit 1,5 s inkl. Positionieren
Spülzyklus 1 bis 10 x Spritzeninhalt
Füllstandsstufe 1 Vorwarnung
Füllstandsstufe 2 Leer, d. H. Maschinenstopp
Genauigkeit der Positionierung der Dosiernadel ± 0,05 mm

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11.9.3 Funktionsbeschreibung
Das Zentrifugenröhrchen (3) dient als Vorratsbehälter und ist mit Flussmittel gefüllt. Über das
Ventil (2) wird mit einer Pumpe das Flussmittel in die Spritze (1) gesaugt. Die Spritze (1) dosiert
nun über das Ventil und die Dosiernadelspitze (6) die vorgegebene Menge Flussmittel auf die
Bestückposition.
Abb. 11.9 - 1 Übersicht Flussmittelauftrag
(1) Spritze (Syring) (2) Ventil
(3) Deckel Vorratsbehälter (4) Vorratsbehälter (Zentrifungenröhrchen)
(5) Zentrierpipette (6) Dosiernadelspitze
(7) Übersteckkappe (8) Halterung

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VORSICHT
Wird ein längerer Stillstand des Flussmittelauftrags erwartet (ab ca. 1Std.), muss die Übersteck-
kappe über die Zentrierpipette gezogen werden. Dieses verhindert, dass das Flussmittel kristalli-
siert und dadurch die Zentrierpipette verschließt. 11
Das Flip-Chip-Bauelement wird auf die Bestückposition bestückt und eine vorgegebene Zeit
gehalten, damit das Flussmittel antrocknen kann.
11
Abb. 11.9 - 2 Prinzip eines Bautelements mit Flussmittel
(1) Flussmittelauftrag verläuft zu den Anschlussbeinchen
Danach bleibt die Leiterplatte noch über eine einstellbare Zeit in der Maschine, um zu gewähr-
leisten, dass das Flussmittel sicher angetrocknet ist.
Die Eingabe der dazu geforderten Parameter ist im 11.9.7.1 GF-Liste und Parameter beschrie-
ben.
11.9.4 Flussmittel nachfüllen
Muss Flussmittel nachgefüllt werden, wird eine Warnung am Stationsrechner ausgegeben. Es
kann jedoch noch einige Zeit weiter bestückt werden. Der Vorratsbehälter soll jedoch nicht leer
gefahren werden, um ungewollte Stillstandszeiten zu vermeiden.
HINWEIS
Der Vorratsbehälter muss außerhalb der Maschine nachgefüllt werden, damit kein Flussmittel in
der Maschine verschüttet werden kann. 11
Å Fahren Sie den Flussmittelkopf in die Nachfüllposition. Siehe 11.9.7.4 Einzelfunktionen
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