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Betriebsanleitung SIPLACE 80 S/F/G 7 Visionsystem e Ausgabe 07/97 ab Softwareversion SR.010.xx 7.6 B auelement testen Einric hter 7 - 73 Der IC- Kopf des 80F-Autom aten h olt die B GAs bzw . Flip-Chi ps von Flächenm agaz…

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7 Visionsysteme Betriebsanleitung SIPLACE 80 S/F/G
7.6 Bauelement testen Ausgabe 07/97 ab Softwareversion SR.010.xx
7 - 72 Einrichter
7.6.3.4 Option “BE messen”
HINWEIS
Diese Option wird nur dann aktiviert, wenn zuvor eine GF-Nummer eingegeben worden ist.
Abb. 7.6.9
Bei Aktivierung dieser Option werden folgende Aktionen gestartet:
Das Videobild erscheint am Bildschirm.
Der Meßbefehl mit den vordefinierten Parametern wird abgesetzt.
Das MVS führt die BE-spezifischen Meßschritte nacheinander aus.
Die Meßwerte werden in das Videobild eingeblendet.
Ab Softwareversion 7.x werden am Siplace 80F - Automaten neben den herkömmlichen Bauelementen mit
Beinchenanschlüssen auch BGAs (B
all Grid Arrays) optisch zentriert, ab Softwareversion 8.x auch Flip-Chips.
Der Bauelementekörper der BGAs und Flip-Chips besteht aus passivierten Siliziumchips. Diese Chipkörper
reflektieren stark und sind wellig. Die Anschlüsse der Bauelemente sind als Lotkugeln (Balls) mit einem
Durchmesser von mindestens 80
µ
m ausgebildet. Bei Ball-Grid-Arrays sind die Anschlüsse gitterförmig ange-
ordnet. Sie lassen sich deshalb durch Reihen und Spalten beschreiben.
Bei Flip-Chips sind die Lotkugeln unregelmäßig auf dem Bauelementekörper angeordnet. Die Koordinaten
eines jeden Anschlusses müssen daher einzeln ermittelt werden.
Fehler
Zustand
Aktion
BE messen
Einzelfunktionen
:
:
:
Nutzen:
SI80 V 10.x
Visionsystem
Visionsystem
Visionsystem
Version: 2133
Rüstung
Bauelement testen
GF-Nr. eingeben
BE abholen
BE darstellen
BE messen
BE prüfen
GF-Daten ändern
Meßmodus ändern
Nachfüllen
Fehler anzeigen
Testausgabe
Betriebsanleitung SIPLACE 80 S/F/G 7 Visionsysteme
Ausgabe 07/97 ab Softwareversion SR.010.xx 7.6 Bauelement testen
Einrichter 7 - 73
Der IC-Kopf des 80F-Automaten holt die BGAs bzw. Flip-Chips von Flächenmagazinen ab. Für eine optische
Zentrierung von BGAs oder Flip-Chips reichen allerdings die bislang für konventionelle Bauelemente ange-
wandten Auswerteverfahren nicht mehr aus. Neue Auswerteverfahren und neue Beleuchtungstechniken wur-
den deshalb am IC-Sensor bzw. FC-Sensor entwickelt, um diese neue Generation von Bauelementen
zentrieren zu können. BGAs und Flip-Chips, die sich optisch nicht zentrieren lassen, werden vom IC-Kopf zur
weiteren Analyse wieder in die Flächenmagazine zurückgelegt.
Abb. 7.6.10
Optische Vermessung herkömmlicher Bauelemente mit Beinchenanschlüssen am 80S- und
80F-Bestückautomaten
Das Fadenkreuz zeigt den Schwerpunkt des Bauelements an. Die BE-Umrisse werden farblich hervorgeho-
ben.
Die Meßwerte repräsentieren die geometrischen BE-Parameter wie
Beinabweichung
Der Wert der Beinabweichung wird ausgegeben, wenn Sie den Meßmodus "Lead driven " gewählt haben.
Teilung
Der Wert wird ausgegeben, wenn der Meßmodus “Corner driven” als letzter Meßschritt aktiv ist.
Beinchenanzahl
x- / y-Versatz
Orthogonalität
BE messen
GF-Nr. = 5
X-Off.[mm] = ... Y-Off.[mm] = ...
Phi[Grad] = ...
Orth.[Gr] = ...
Beinanzahl = ...
Qualität = ...
Länge[mm] = ...
Breite[mm] = ...
Teilung[mm] =
RET: BE messen
B.abw.[mm] =
7 Visionsysteme Betriebsanleitung SIPLACE 80 S/F/G
7.6 Bauelement testen Ausgabe 07/97 ab Softwareversion SR.010.xx
7 - 74 Einrichter
Abmaße des Bauelements
Verdrehwinkel und
Faktor für die Qualität der Messung.
Mit “ESC” verlassen Sie diese Option, das Videobild wird weggeschaltet. Es erscheint wieder das Menü “Bau-
element testen” am Bildschirm.
Farboverlays der einzelnen Meßschritte im Taktbetrieb
1. Size Driven Mode
Die Definition der Meßmethode finden Sie in Abschnitt 7.6.5.2 ab Seite 7 - 95.
Diese Meßmethode erkennen Sie an rotierenden Fenstern um die Bauelementekanten.
Vorgehen
I. Innerhalb des Suchfensters werden Profile in x- und y-Richtung gebildet. Anhand der daraus gebildeten
Gradienten und einem geometrischen Filter wird die Groblage des Bauelements bestimmt.
II. Fenster rotieren um die BE-Kanten. Für jedes Fenster werden das Profil und die Gradienten bestimmt. Die
Summe der Gradienten ist ein Maß für die Übereinstimmung des Fensterwinkels mit der Lage des Bauele-
ments.
Erreicht die Summe der Gradienten ein Maximum, so ist die Winkellage des Bauelements ermittelt.
III. Unter dem in II. ermittelten Winkel wird der 1. Schritt (I.) wiederholt. Nun kann die Position des Bauele-
ments in x- und y-Richtung genauer bestimmt werden.
Rechtecke:
grün: x- und y-Aufnahmetoleranzen
orange: Von der Station gesendete BE-Dimensionen und Toleranzen
blau: Suchfenster zur Lageerkennung
Anmerkungen
1. Die gefundene Position des Bauelements muß sich innerhalb des grünen Rechtecks befinden,
sonst wird das Bauelement nicht bestückt.
Gilt für alle Meßschritte!
2. Das Bauelement muß sich innerhalb des orangefarbenen Fensters befinden, sonst sind die Meß-
ergebnisse in Frage zu stellen.
3. Die Suchfenster sollen dieselbe Ausrichtung wie das Bauelement haben und größer als dieses
sein.
Linien:
rot: Gefundene Kanten des Bauelements
Anmerkungen:
Die roten Linien werden oft von anderen überdeckt und sind eventuell nicht zu erkennen.