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Betriebsanleitung SIPLACE 80 S/F/G 7 Visionsystem e Ausgabe 07/97 ab Softwareversion SR.010.xx 7.7 Leitfaden zum Beschreiben von Gehäuseformen Einric hter 7 - 111 7.7.6.5 Testen der Beleuchtu ngseinstellung Die Bele ucht…

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7 Visionsysteme Betriebsanleitung SIPLACE 80 S/F/G
7.7 Leitfaden zum Beschreiben von Gehäuseformen Ausgabe 07/97 ab Softwareversion SR.010.xx
7 - 110 Einrichter
Abb. 7.7.8 Beleuchtungsparameter sonstiger Bauelemente an der Revolverkopfkamera 19 x 25
Einstellen der Beleuchtung von sonstigen Bauelementen
Heller, matter Körper
( weiß, gelb, rot, braun, grau,
metallisch matt )
Heller Keramik-Körper
Dunkler, matter Körper
( schwarz, blau, grün )
Spiegelnder Körper
(unabhängig von Farbe und Material)
Matte Beinchen
flach: 180
steil: 180
Optische Trennung von Körper und
Beinchen ist nicht generell möglich.
Körper und Beinchen gleichmäßig
hell ausleuchten. Umriß messen.
Glänzende Beinchen
Umriß messen. Sinnvolle Messung
ist nur möglich, falls sich Beinchen
innerhalb des Körpers befinden.
*: Nur zulässig, wenn
Körperunebenheit
maximal 2° beträgt.
Glänzende Beinchen
Deutliche Trennung
zwischen Beinchen
und Körper.
flach: 180 - 255
steil: 0 - 50*
Deutliche Trennung zwischen
Beinchen und Körper.
( nur bei matten Beinchen )
Deutliche Trennung
zwischen Beinchen
und Körper.
J-Lead (PLCC), konvexe Beinchen
Gullwing Beinchen (SO, QFP)
Matte Beinchen
Glänzende Beinchen
flach: 120
steil: 150
flach: 120
steil: 180
Deutliche Trennung zwischen
Körper und Beinchen, falls sie
konvex sind. Bei flachen Beinchen
typabhängig, nicht zu empfehlen.
Deutliche Trennung
zwischen Beinchen
und Körper.
J-Lead (PLCC), konvexe Beinchen
flach: 120
steil: 180
flach: 140
steil: 90
Deutliche Trennung
zwischen Beinchen
und Körper.
Deutliche Trennung
zwischen Beinchen
und Körper.
Sonstige Beinchenform
Matte Beinchen
Optische Trennung von Körper
und Beinchen ist nicht generell
möglich.
Glänzende Beinchen
Beinchen:
Umriß:
Meßmethode:
Optische Trennung von Körper
und Beinchen ist nicht möglich.
Körper und Beinchen gleichmäßig
hell ausleuchten. Umriß messen.
flach: 120
steil: 180
Beinchen sind außerhalb des
Körpers. Optische Trennung von
Körper und Beinchen ist nicht
möglich. Umriß bzw. Beinchen mit
Meßmodus "Center" messen.
flach: 180
steil: 0
J-Lead (PLCC), konvexe Beinchen
Gullwing Beinchen (SO, QFP)
Sonstige Beinchenform
Konvexe Beinchen
Sonstige Beinchenform
flach: 180
steil: 80 - 140
Optische Trennung von Körper und
Beinchen ist nicht generell möglich.
Körper und Beinchen gleichmäßig
hell ausleuchten. Umriß messen.
Gullwing Beinchen (SO, QFP)
Optische Trennung von Körper
und Beinchen ist nicht generell
möglich. Auf Körper zentrieren.
Generell nicht empfehlenswert.
flach: 120
steil: 180
flach: 0
steil: 180
flach: 180
steil: 180
flach: 180
steil: 180
flach: 180
steil: 0 - 50*
Nur bei konvexen Beinchen
möglich.
flach: 150 - 255
steil: 0 - 50*
flach: 150 - 255
steil: 0 - 50*
Matte Beinchen
Beleuchtungsebene Helligkeit
Betriebsanleitung SIPLACE 80 S/F/G 7 Visionsysteme
Ausgabe 07/97 ab Softwareversion SR.010.xx 7.7 Leitfaden zum Beschreiben von Gehäuseformen
Einrichter 7 - 111
7.7.6.5 Testen der Beleuchtungseinstellung
Die Beleuchtungsparameter können Sie in der Option 'Beleuchtung' einstellen (siehe Abschnitt 7.6.4.4).
Danach können Sie mit der Option 'Bauelement messen' das Bauelement vermessen und anhand des Meß-
ergebnisses die Einstellungen überprüfen.
Gehen Sie zum Test der Beleuchtungseinstellung wie folgt vor:
Führen Sie mit den vorgeschlagenen Beleuchtungswerten der Abb. 7.7.7 bzw. Abb. 7.7.8 eine Messung
durch. Die Messung soll erfolgreich verlaufen.
Reduzieren Sie für jede Ebene den eingestellten Helligkeitswert um 50%.
Die Messung soll erfolgreich verlaufen.
Erhöhen Sie für jede Ebene den eingestellten Helligkeitswert um 50%.
Die Messung soll erfolgreich verlaufen.
Führt obige Prozedur nicht zum Erfolg, verfahren Sie wie folgt:
Erhöhen Sie - ausgehend vom vorgeschlagenen Beleuchtungswert - die Helligkeit einer jeden einzelnen
Beleuchtungsebene und zwar so lange, bis die Messung noch erfolgreich ist.
Ermitteln Sie diesen oberen Grenzwert nacheinander für jede einzelne Beleuchtungsebene.
Reduzieren Sie - ausgehend vom vorgeschlagenen Beleuchtungswert - die Helligkeit einer jeden einzel-
nen Beleuchtungsebene und zwar so lange, bis die Messung noch erfolgreich ist. Ermitteln Sie diesen
unteren Grenzwert nacheinander für jede einzelne Beleuchtungsebene.
Bilden Sie aus dem oberen und unteren Grenzwert für jede Ebene den Mittelwert. Dies ist der gesuchte
optimale Beleuchtungswert.
Beispiel eines Beleuchtungstests:
Einstellwerte aus der Abbildung:
flach: 170
steil: 120
Bauelement messen. Die Messung ist erfolgreich.
Einstellwerte um 50 % reduzieren.
flach: 85
steil: 60
Einstellwerte um 50 % erhöhen.
flach: 255
steil: 180
Bauelement messen. Die Messung ist erfolgreich.
Einstellwerte auf die vorgeschlagenen Werte zurücksetzen:
flach: 170
steil: 120
optimale Einstellung
7 Visionsysteme Betriebsanleitung SIPLACE 80 S/F/G
7.7 Leitfaden zum Beschreiben von Gehäuseformen Ausgabe 07/97 ab Softwareversion SR.010.xx
7 - 112 Einrichter
HINWEIS
Achten Sie insbesondere bei 0402- und 0603-Bauelementen darauf, daß die Pipette nicht mit abgebildet wird.
Nehmen Sie im Zweifelsfall das Bauelement von der Pipette ab und prüfen Sie mit der Option 'Beleuchtung',
ob die Pipette abgebildet wird.
7.7.6.6 Allgemeine Hinweise zur Einstellung der Beleuchtungswerte
Es ist in der Regel vorteilhafter, das Bauelement heller als zu dunkel zu beleuchten. Eine Abbildung in der
Sättigung ist einer kontrastarmen Abbildung vorzuziehen.
Die Beleuchtung ist dann optimal eingestellt, wenn nur die Beinchen und nicht der Bauelementekörper
abgebildet werden.
Gelingt es Ihnen nicht, eine deutliche Trennung in der Abbildung zwischen Körper und Beinchen zu erzie-
len, empfehlen wir Ihnen Körper und Beinchen gleichmäßig auszuleuchten und danach den Umriß zu
messen.
7.7.7 Einstellen der BE-Beleuchtung an der IC-Kopfkamera
7.7.7.1 Allgemeines zur Beleuchtungstechnik
Ziel der Beleuchtungseinstellung ist es, die Anschlüsse eines Bauelements möglichst kontrastreich abzubil-
den. Zugleich kommt es darauf an, die Darstellung des Bauelementekörpers zu unterdrücken.
Diese Anleitung soll Ihnen helfen, bestmögliche Beleuchtungsparameter zu ermitteln. Dabei sind die Vorga-
ben in dieser Anleitung nicht als starres Regelwerk zu verstehen. Gehen Sie vielmehr zunächst nach der
Anleitung vor und ändern Sie dann selbst die Parameter ab, wenn dies notwendig sein sollte. Es gibt sicher-
lich das eine oder andere Bauelement, dessen Anschlüsse sich mit anderen als den in dieser Anleitung vor-
geschlagenen Werten besser darstellen lassen.
Das Beleuchtungssystem besteht aus drei verschiedenen Beleuchtungsebenen, deren Intensitäten Sie ein-
zeln programmieren können. Durch Anwahl oder Kombination der einzelnen Beleuchtungsebenen läßt sich
die Beleuchtung für ein breites Bauelementespektrum optimal anpassen.
Flache Beleuchtungsebene
Die flache Beleuchtungsebene dient zur Beleuchtung von BGAs, J-Lead (PLCC) und Bauelementen mit kon-
vexen Anschlüssen. Sie hebt Körper- und Beinchenkanten hervor und unterdrückt spiegelnde Bauelemente-
oberflächen.
Mittlere Beleuchtungsebene
Die mittlere Beleuchtungsebene läßt sich universell für ein breites Bauelementespektrum einsetzen. Bei hel-
len Bauelementekörpern, Keramikbauteilen und BGAs sollte sie allerdings nur mit niedriger Intensität einge-
stellt werden.