00197740-12_FeatureDescription_SR7xx_R20-2_DE.pdf - 第116页

Stationssoftware 7xx bis 7 14.0 (R20-2) / Funktionsbeschreibung Ausgabe 11/2020 116 7.39 Fehlertoleranter Betrieb des Twin-Kopfes Kompatibler Modus: Komplett Bisher konnte beim Ausfall eines Twin-Kopfsegments die komplet…

100%1 / 300
Stationssoftware 7xx bis 714.0 (R20-2) / Funktionsbeschreibung Ausgabe 11/2020
115
Eine Änderung der Abholposition hat dabei folgende Auswirkungen:
Die geänderte Einstellung wird an den Förderer übertragen, der daraufhin das Bauelement an
die neu definierte Position präsentiert. Um die veränderte Position sehen zu können, muss der
Bediener den Dialog Gurtposition an der Abholposition überprüfen erneut aufrufen.
Wenn ein Upload erlaubt ist, werden die veränderten Abholposition-Einstellungen unmittelbar
an SIPLACE Pro in die lokalen Rüstdaten hochgeladen.
Nachdem der Förderer über die Schaltfläche Vorwärts befördern getaktet wurde, wird ein neues
Kamerabild der Abholposition automatisch ausgegeben. Bei Bedarf muss die Abholposition erneut
über den Dialog Korrektur der Abholposition geteacht werden.
7.38.9 Gurttaschenerkennung für Gehäuseform 0603
Kompatibler Modus: Komplett
Die Gurttaschen für die Gehäuseform 0603 sind in den Standardablauf der Gurttaschenerkennung
mit aufgenommen worden. Im Zuge dieser Änderung wurde auch das Verhalten im Fehlerfall
geändert. Nach einem Fehler bei der Taschenerkennung wird dennoch versucht das Bauelement
abzuholen. Wenn das Bauelement nicht abgeholt werden kann, bleibt die Maschine mit einem
Vakuumfehler stehen.
Zusätzlich wird die Schaltfläche BE-Taschenformen überprüfen und teachen rot hinterlegt.
Wenn diese Schaltfläche betätigt wird, erscheint ein Dialog, in dem die Gurttaschenerkennung
manuell durchgeführt oder übergangen werden kann.
Stationssoftware 7xx bis 714.0 (R20-2) / Funktionsbeschreibung Ausgabe 11/2020
116
7.39 Fehlertoleranter Betrieb des Twin-Kopfes
Kompatibler Modus: Komplett
Bisher konnte beim Ausfall eines Twin-Kopfsegments die komplette Maschine nicht mehr
produzieren, da nach Maschinenstart kein Referenzlauf des betroffenen Segmentes durchgeführt
werden konnte. In der Regel bedeutete dies einen kompletten Linienstillstand der Produktion.
Ab dieser Stationssoftware-Version ist es möglich, das betroffene Twin-Kopfsegment über die
Software zu deaktivieren oder auszukonfigurieren.
Bei der Variante Segment deaktivieren, wird das Segment beim Bestücken nicht verwendet.
Kommunikation per CAN-Bus ist aber möglich und einzelne Aktionen können mit dem Segment
durchgeführt werden, z.B. die Z-Achse sichern. Diese Variante entspricht dem Verfahren zum
Deaktivieren von Segmenten bei den Bestückköpfen CPP und C&P20 und kann im laufenden
Betrieb unter den Einzelfunktionen auf der Bedienebene Service (Kunde) eingestellt werden.
Abbildung 7-46: Einzelfunktionen Segment deaktivieren
Wenn beide Segmente deaktiviert werden, aber Bestückinhalt für den Twin-Kopf vorgegeben ist,
wird die Maschine beim Einfahren der Leiterplatte angehalten und die Fehlermeldung
Produktion kann nicht fortgesetzt werden ausgegeben.
Stationssoftware 7xx bis 714.0 (R20-2) / Funktionsbeschreibung Ausgabe 11/2020
117
Bei der Variante Segment auskonfigurieren, wird das Segment vom CAN-Bus und der
Spannungsversorgung getrennt und es ist keine Kommunikation möglich. Diese Variante kann in
der Autokonfiguration unter Service Maschinenkonfiguration auf der Bedienebene Service
(Kunde) ausgewählt werden.
Abbildung 7-47: Maschinenkonfiguration Segment auskonfigurieren
Als zusätzliche Auswahlmöglichkeit zu Twin können Twin Head (nur Segment 1) oder Twin Head
(nur Segment 2) wahlfrei ausgewählt werden.
Die Kalibrierabläufe beschränken sich auf das aktivierte Segment.
HINWEIS
Kopfkalibrierung und Kopf-Mapping
Die Kopfkalibrierung und das Kopf-Mapping sind nur mit aktiviertem Segment 1 möglich!
Für ein auskonfiguriertes Segment wird kein Download der embedded Software angeboten.
Wenn das Segment 1 deaktiviert oder auskonfiguriert wird, kann es sein, dass z.B. einzelne
Bestückpositionen aufgrund des eingeschränkten Verfahrbereichs von Segment 2 nicht erreicht
werden können. In diesem Fall hält die Maschine mit einer entsprechenden Fehlermeldung an und
die Leiterplatte kann nicht fertig bestückt werden. Die Bestückposition oder der Förderer können
allerdings wie gewohnt ausgelassen werden.
Wenn die von der Autokonfiguration erkannte Kopfvariante von der konfigurierten Kopfvariante
(Twin-Kopf, Twin-Kopf (nur Segment 1) oder Twin-Kopf (nur Segment 2) abweicht, wird eine
entsprechende Meldung ausgegeben. Die Unstimmigkeit zwischen letzter und aktueller
Konfiguration wird in der Maschinenkonfiguration angezeigt.
Bei Änderung der Twin-Kopf-Konfiguration wird ein Neustart der Stationssoftware automatisch
durchgeführt.
WARNUNG
Defektes und auskonfiguriertes Segment nicht demontieren!
Ein defektes und auskonfiguriertes Segment darf nicht demontiert werden, da dies
negative Auswirkungen auf die Portaldynamik haben kann.