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Stationssoftware 7xx bis 7 14.0 (R20-2) / Funktionsbeschreibung Ausgabe 11/2020 32 4.18 Kalibrierung X-Achse (Achsparametrie rung) Die Regelparameter der X-Achse variie ren je nach Aufstellort, K opftyp und Ständerindivi…
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4.15 WPC5
Der WPC5 (Waffle Pack Carrier) wird vom Bestückautomaten SX1/SX2 unterstützt. Der WPC ist
eine Zuführeinheit ähnlich dem MTC. Der WPC hat allerdings nur einen Turm, der in 28 Ebenen
unterteilt ist und hat keine weitere Einteilung in Kassetten wie der MTC. Jede Ebene ähnelt im
Aufbau einem manuellen Flächenmagazin und enthält n Flächenmagazine, die durch die
Rüstvorgabe erzeugt werden. Bezüglich Rüstverifikation und Füllstandsverwaltung verhält sich der
WPC5 wie der MTC.
Siehe auch Abschnitt 4.14.1 "Neuer Stellplatztyp WPC + BE-Tisch 30".
4.15.1 Dauerläufe der Achsen
Es können Dauerläufe für einzelne Achsen (Hubachse und Zuführachse) oder für kombinierte
Achsen durchgeführt werden. Bei den Dauerläufen für die einzelnen Achsen fährt die Achse
zwischen zwei Posi-tionen innerhalb des minimalen und maximalen Verfahrbereichs hin und her.
Bei den Dauerläufen der kombinierten Achsen simuliert der WPC (bzw. der MTC) einen
Belastungstest unter realen Bedingungen. Für die Durchführung der Dauerläufe ist die
Bedienebene Service (Kunde) erforderlich. In der GUI unter
Einzelfunktionen – Dauerläufe – WPC Dauerlauf (bzw. MTC Dauerlauf) kann der Bediener Ein-
stellungen für die Dauerläufe vornehmen.
4.16 Parkposition für Portale bei Wartung
Beim Bestückautomaten SX1/SX2 gibt es unterschiedliche Wartungspositionen je nach Anzahl der
Portale. Der Bediener muss in der GUI den zu wartenden Kopf auswählen und die Portale in die
Parkposition über dem LP-Transport schicken.
Nach einem schwerwiegenden "Spur-Leer-Fehler" werden die Portale automatisch in die
Parkposition gefahren, damit der Bediener direkt den Fehler beheben kann.
4.17 Kalibrierung H-Portal (Y-Achse) / Encoder-Abgleich
Auf dem Bestückautomaten SX1/SX2 werden "H-Portale" eingesetzt, deren Y-Achse zwei
gegenüberliegende Antriebe mit jeweils eigener Regelung besitzt. Jeder Antrieb verwendet einen
eigenen Encoder (= Einheit aus Massstab und zugehöriger Leseeinheit zur Positionsbestimmung
der Achse).
Zur Gewährleistung einer korrekten Lageregelung der Y-Achse des H-Portals und ggf. zur
Ermöglichung des Referenzlaufes der Hauptachsen, muss einen Encoder-Abgleich für die jeweilige
Y-Achse durchgeführt werden. Hierzu ist die Bedienebene Service (SIPLACE) erforderlich.
In der GUI wird der Encoder-Abgleich unter Maschinenkalibrierung – Y-Achse: Encoder-
Abgleich ausgewählt.
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4.18 Kalibrierung X-Achse (Achsparametrierung)
Die Regelparameter der X-Achse variieren je nach Aufstellort, Kopftyp und Ständerindividuum.
Deshalb gibt es einen entsprechenden Kalibrierschritt für den Bestückautomaten SX1/SX2.
Während die Stationssoftware hochgefahren wird, wird geprüft, ob die X-Achsen-Regelparameter
gültig sind. Wenn nicht, wird in der GUI eine entsprechende Fehlermeldung ausgegeben und der
Bediener wird aufgefordert, den erforderlichen Kalibrierschritt durchzuführen (Achsparametrierung).
Hierzu ist die Bedienebene Service (SIPLACE) erforderlich. In der GUI wird die Achs-
parametrierung unter Maschinenkalibrierung – X-Achse: Parametrierung ausgewählt. Danach
wird der Gesamtreferenzlauf ausgeführt. Nähere Informationen finden Sie in der Betriebsanleitung
zu SX1/SX2, Artikelnummer 00196456-xx.
4.19 BE-Zählerstand
Die IO-Baugruppe bietet die Möglichkeit über CAN abzufragen, ob sie einen BE-Zähler integriert
hat. Die IO-Baugruppe hat eine ID, womit die Stationssoftware feststellen kann, ob die Baugruppe
seit dem letzten Hochfahren getauscht wurde. Über eine Schnittstelle der IO-Baugruppe kann der
aktuelle Zählerstand von der Stationssoftware abgefragt werden.
Die IO-Baugruppe speichert den Zählerstand in festen Intervallen im EPROM. Beim Shutdown der
Maschine (aber nicht beim Ausschalten!) wird der Zählerstand ebenfalls geschrieben.
Der Zählerstand wird in der GUI in der Ansicht Einzelfunktionen unter Gesamte Maschine – BE-
Zähler angezeigt. Im Fehlerfall wird eine Warnung ausgegeben und die Fehlerursache ist in der
Ereignishistorie zu sehen.
4.20 Neue Mappingplatte
Auf dem Bestückautomaten SX1/SX2 wird eine Mappingplatte mit speziellen Abmessungen
eingesetzt. Die Positionen und gegebenenfalls die Anzahl der auf der Mappingplatte vorhandenen
hochgenauen Marken unterscheiden sich im Vergleich zu Mappingplatten der X-Serie.
4.21 Dipp-Modul LDU_X
Das Dipp-Modul LDU_X wird auf dem Bestückautomaten SX1/SX2 mit den Bestückköpfen CPP,
C&P20A und TwinHead unterstützt.
4.22 Marken für stationäre Kameras
Auf dem Bestückautomaten SX1/SX2 ist als Standard eine stationäre IC-Kamera installiert,
optional kann eine stationäre FC-Kamera installiert werden. Zur Messung der Position ist für die
stationäre Standardkamera eine Kameramarke vorhanden, für die optionale stationäre Kamera
wird dazu eine Markenplatte benötigt.
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4.23 Autokonfiguration
Die Autokonfiguration wird von der Stationssoftware auf dem Bestückautomaten SX1/SX2
unterstützt. Die Tischkonfiguration (innen/außen, WPC ja/nein) wird nicht automatisch erkannt,
sondern muss bei einer Erstkonfiguration vom Operator ausgewählt werden.
4.24 Reduzierter Druckluftverbrauch mit Vakuumpumpe
Der Bestückautomat SX1/SX2 mit C&P20A-Bestückköpfen kann wahlweise mit einer
Vakuumpumpe betrieben werden. Hierfür ist er mit Lüfter ausgerüstet, die ein reduzierter
Druckluftverbrauch ermöglichen.
Leistungsmerkmale (V703.02 und V703.02 SP1)
4.25 Stationsweiser Download (Auftragswechsel)
Um möglichst kurze Produktwechselzeiten zu erreichen, ist es in der Stationssoftware-Version
703.02 möglich, einen neuen Auftrag über die Liniensteuerung (SIPLACE Pro Line Control) für jede
Station einzeln (stationsweise) vorzugeben. Somit muss nicht die komplette Linie leergefahren
werden.
1. Um den Auftragswechsel zu initiieren, muss der Bediener zunächst in der Bedienoberfläche für
SIPLACE Pro Line Control einen neuen Auftrag mit der Option "Stationsweiser Download"
vorgeben. Der stationsweise Download funktioniert aber nur, wenn unter
Extras - Konfiguration… für den Download der "Standardmodus" eingestellt ist.
2. Wenn die letzte Leiterplatte des aktuellen Auftrags in das Eingabeband der ersten Station der
Linie einfährt, muss der Bediener in der Grundansicht der SR-Bedienoberfläche die Ikone für
den "Stationsweisen Auftragswechsel" anklicken. Die Station wird leergefahren. Danach kann
umgerüstet werden und nach Bestätigen des Umrüstvorganges wird der vorgegebene neue
Auftrag an dieser Station gefertigt.
3. Die unter Punkt 2. beschriebene Vorgehensweise muss für jede weitere Station in der Linie
wiederholt werden. Die Station wird nur leergefahren, wenn die Transportbreite oder die
Rüstung geändert werden muss.
– Stationsweiser Download kann bei einer Station mit oder ohne Rüstwechsel durchgeführt
werden:
– mit einem Einfachtransport
– mit einem Doppeltransport im asynchronen Transportmodus
– mit einem "Quad Lane"-Transport im asynchronen Transportmodus.
– Nach Abbruch des Vorgangs für einen stationsweisen Download muss zuerst wieder ein
linienweiter Download durchgeführt werden.
4.26 Wartungsfälligkeitsstatus für Bestückkopf CPP und Hauptachsen
SX
Ab dieser Stationssoftware-Version wird der Wartungsfälligkeitsstatus für den Bestückkopf CPP
und die Hauptachsen SX ermittelt. In der Ansicht Wartungsfälligkeitsstatus auf der GUI wird der
Wartungsfälligkeitsstatus der einzelnen Komponenten angezeigt. Dieser gibt Aufschluss über den
Wartungzeitpunkt der Komponente.