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Stationssoftware 7xx bis 7 14.0 (R20-2) / Funktionsbeschreibung Ausgabe 11/2020 183 10.1.5 Kalibrierung des Twin Heads mit stationärer Flip-Chip-Kamera und Kalibrierpipette Aus Platzmangel können stationä re IC- und Flip…

Stationssoftware 7xx bis 714.0 (R20-2) / Funktionsbeschreibung Ausgabe 11/2020
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– Neuer Flächenmagazinförderer SIPLACE JTF-ML
Der Förderer SIPLACE JTF-ML wird von der Transportseite eingelegt und verwendet die
gleiche XFCU wie alle andere Förderer auf Stellplatz 1. Der SIPLACE JTF-ML wird über einen
Blindförderer angeschlossen, der auf Spur 29 eingelegt ist und 12 Spuren belegt.
Der SIPLACE JTF-ML kann mit den Bestückköpfen CPP (in hoher Position) und Twin Head
kombiniert werden.
Wenn der SIPLACE JTF-ML verwendet wird, muss der Bediener die Option X-Tisch,
Unterstützung für Mehrfach-Flächenmagazin-Förderer für den JTF-ML Table 40X auf
Stellplatz 1 in der Autokonfiguration einstellen. Wenn die Stationssoftware gleichzeitig läuft,
muss die Software nach der Änderung neu gestartet werden.
Abbildung 10-4: Tisch für SIPLACE JTF-ML einstellen
Die Fördereransicht wird wie üblich im Dialogfenster Tisch angezeigt.
Abbildung 10-5: Fördereransicht SIPLACE JTF-ML
10.1.4 Abwerfen von großen Bauelementen
Bauelemente mit einer maximalen Größe von 55 mm x 45 mm können in einen Abwurfbehälter mit
der Größe 110 mm x 70 mm abgeworfen werden.
Der bevorzugte Weg beim Abwerfen ist, das Bauelement mit dessen Mittelpunkt auf die Mitte des
Abwurfbehälters abzuwerfen. Zurzeit ist der Verdrehwinkel 0° bei einem Bauelement, der
abgeworfen wird.
Allerdings sind die Mittpunkte einiger Abwurfbehälter nicht mit allen Segmenten von jedem
Bestückkopf erreichbar, besonders nicht vom Twin Head. Wenn dezentrales Abholen verwendet
wird, ist es außerdem nicht möglich die beiden Mittpunkte auszurichten, wenn der
Bauelementwinkel 0° ist.
Deswegen wird das Bauelement zum optimalen Winkel gedreht, um die Mitte des Bauelements so
nah wie möglich zur Mitte des Abwurfbehälters zu positionieren.

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10.1.5 Kalibrierung des Twin Heads mit stationärer Flip-Chip-Kamera und
Kalibrierpipette
Aus Platzmangel können stationäre IC- und Flip-Chip-Kameras nicht gleichzeitig in den
Bestückautomaten der SIPLACE TX-Serie montiert sein. Deswegen wird die Flip-Chip-Kamera
zusammen mit einer speziellen Kalibrierpipette (Nr. 502) verwendet, um den Twin Head zu
kalibrieren.
Die Software prüft, ob die Kalibrierung mit der Kalibrierpipette durchgeführt werden muss, d.h.
wenn keine IC-Kamera montiert ist. Der Bediener wird auf der GUI dazu aufgefordert, die
Kalibrierpipette auf ein Segment des Twin Heads anzubringen und dies in den Einzelfunktionen
zu bestätigen.
Abbildung 10-6: Kalibrierpipette anbringen
Die Prozedur muss für jedes Segment einzeln ausgeführt werden.
HINWEIS
Die Kalibrierpipette darf nicht als Standardpipette verwendet werden!
10.1.6 Kalibrierschritte zur Unterstützung der Maschinendynamik
Die zwei folgenden Kalibrierschritte müssen unter Service (Kunde) – Automatische Kalibrierung
eingestellt werden, um eine höhere Genauigkeit der Portalachsen zu erreichen:
– Parametrierung X-Achse
– Systemidentifikation
Die Ergebnisse werden ohne Bestätigung automatisch gespeichert.

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10.1.7 Schneller Kopftausch
Die Option Schneller Kopftausch wird für die Bestückköpfe C&P20 P und CPP auf den
Bestückautomaten der TX-Serie in gleicher Weise wie auf den Bestückautomaten der X-Serie
unterstützt und mit den gleichen Einschränkungen.
Zusätzlich wird der Schritt "Parametrierung X-Achse" während der Kalibrierung durchgeführt. Siehe
auch Abschnitt 10.9.1.
10.1.8 Fehlertoleranter Betrieb
Um einen vollständigen Stillstand der Linie zu vermeiden, kann der Bestückkopf auf jedem Portal
auf "kein Kopf installiert" eingestellt werden.
Dieser Status kann in der Autokonfiguration unter Service – Maschinenkonfiguration aktiviert
und deaktiviert werden.
Wenn Fehler auftreten sollten während des Transportreferenzlaufs, kann auch die betroffene Spur
deaktiviert werden unter Einstellungen – Maschinenoptionen – Fehlererkennung.
Abbildung 10-7: Transportspur deaktivieren
HINWEIS
Die Autokonfiguration kann nicht zwischen einer TX1-Maschine ohne Bestückkopf am
Portal 2 und einer TX2-Maschine mit einem deaktivierten Bestückkopf am Portal 2
unterscheiden. Wenn der Bestückkopf am Portal 2 der TX2-Maschine deaktiviert ist, wird
deswegen die Pipettenwechslerkonfiguration für die TX1-Maschine konfiguriert und alle
Pipetten- und Kalibrierungsdaten auf Stellplatz 2 gelöscht. Nachdem der Bestückkopf am
Portal 2 der TX2-Maschine wieder aktiviert wurde, muss der Pipettenwechsler auf
Stellplatz 2 kalibriert werden.