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Stationssoftware 7xx bis 7 14.0 (R20-2) / Funktionsbeschreibung Ausgabe 11/2020 36 5.5 Option "Lange Leiterplatte" Die Option "Lange Leiterplatte" wird mit dieser Stationssoftware-Version au ch auf de…

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Stationssoftware 7xx bis 714.0 (R20-2) / Funktionsbeschreibung Ausgabe 11/2020
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5 Funktionsbeschreibung Stationssoftware V704.x
Leistungsmerkmale (V704.01)
5.1 Unterstützung des Bestückautomaten SX+
Die Stationssoftware unterstützt den Bestückautomaten SX+. Dies ist ein SX-Bestückautomat ohne
Portale, aber mit Wechseltischen, Einfahrmechanismus, Gurtschneider etc. Der Bestückautomat
kann flexibel eingesetzt werden, z.B. als reine Transportstrecke oder zusammen mit Portalen, die
je nach Bedarf eingebaut oder ausgebaut werden. SX+ kann durch einen SIPLACE
Servicetechniker zu einem SX1/SX2 hochgerüstet werden.
HINWEIS
Wenn der Bestückautomat SX+ ohne Portale verwendet werden soll, muss dies in der
Autokonfiguration nach dem ersten Hochfahren der Maschine konfiguriert werden.
Hierzu muss im Dialog der Maschinenkonfiguration am Bearbeitungsbereich "Portale
nicht berücksichtigen" ausgewählt werden.
5.2 Unterstützung neuer Förderer
Die Stationssoftware unterstützt den neuen Förderer "Carrier SX". Der "Carrier SX" wird auf den
BE-Tisch 60 auf die Spuren 1-25 gestellt und wird in der GUI als manuelles Tray angezeigt.
Außerdem werden der Fremdhersteller-Förderer "Data I/O RoadRunners" und die Fremdhersteller-
LED-Förderer "HanSan" und "Top Engineering" über das FFI-Protokoll unterstützt. Die
Fremdhersteller-Förderer werden in der GUI wie X-Adapter-Förderer dargestellt.
5.3 Schneller Portaltausch auf SX-Bestückautomaten
Bei Slave-Portalen mit Bestückköpfen CPP/C&P20A ist ein schneller Portaltausch beim Ergänzen,
Tauschen und Entfernen von Portalen möglich, weil kein LP-Kamera- und Kopf-Mapping vor Ort
durchgeführt werden muss.
5.4 WPC6 mit Non-Stop-Modul
Mit dem Non-Stop-Modul für WPC6 wird ein Flächenmagazinwechsel ohne Anhalten der
Bestückung unterstützt. Der Non-Stop-Modul kann zusammen mit der Rüstverifikation genutzt
werden. Der Flächenmagazinwechsel wird in der GUI über die Schaltfläche "Ebene nachfüllen"
ausgewählt und über einen Wizard ausgeführt.
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5.5 Option "Lange Leiterplatte"
Die Option "Lange Leiterplatte" wird mit dieser Stationssoftware-Version auch auf dem
Bestückautomaten SX1/2 in Einfach- und Doppeltransportmodus unterstützt.
Mit der Option sind bei dieser Maschine Leiterplattenlängen von 610mm möglich. Dazu wird im
Bestückbereich SX1/2 der längere Verfahrbereich in X-Richtung ausgenützt. Ein Takten der
Leiterplatte ist hierzu nicht notwendig.
Damit die Option mit SX1/2 angewendet werden kann, wurde der LP-Mappingablauf der Maschine
modifiziert. Dazu wird im Kalibrierablauf die Mappingplatte an zwei Stopp-Positionen des
Transportes vermessen. Dies wird standardmäßig bei der Erst-Inbetriebnahme der Maschine
durchgeführt. Bei Upgrades von Stationssoftware 703.x auf 704 und höher, muss ein LP-Mapping
der Maschine durchgeführt werden, siehe Installationsanleitung zur Stationssoftware,
Artikelnummer [00196715-xx].
Die Stationssoftware 704 überprüft bei SX1/2, ob bei Anwendung der Option "Lange Leiterplatte"
auf eine Bestückposition bestückt werden soll, die in einem ungemappten Bereich liegt. In diesem
Fall wird ein Fehler ausgegeben, der die Produktion verhindert. Zur Fehlerkorrektur muss dann ein
LP-Mapping der Maschine durchgeführt werden. Alternativ kann die Konfigurationsüberprüfung der
Maschine ausgeschaltet werden. Hierbei kann jedoch die spezifizierte Maschinengenauigkeit nicht
mehr gewährleistet werden.
5.6 Automatischer Austausch defekter Pipetten
Für Fehler beim Scannen der Pipetten, die ein automatischer Austausch defekter Pipetten zur
Folge haben würden, kann der Bediener in der GUI einstellen, wie der Bestückautomat darauf
reagieren soll (Ignorieren, Warnung ausgeben, Anhalten, nur Reinigen oder Reinigen und
Ersetzen). Hierfür ist die Bedienebene "Service (Kunde)" erforderlich. Die eingestellten Optionen
werden gespeichert und stehen nach einem Neustart oder Neuinstallation wieder zur Verfügung.
Die Funktion kann global über die Maschinenoption "Pipetten-Scanning auslassen" in der GUI
ein- oder ausgeschaltet werden.
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Die folgende Abbildung zeigt die Standard-Einstellungen bei eingeschaltetem Pipetten-Scanning.
Abbildung 5-1: Standard-Einstellungen bei eingeschaltetem Pipetten-Scanning
VORSICHT
Bitte beachten Sie beim Auswählen der Scan-Stufe, dass die Standard-Einstellung für
den Selbstreparatur-Vorgang für Stufe 1 und Stufe 2 gegenüber der Vorgängerversion
geändert wurde! Bei einem Fehler wird bei diesen Stufen Reinigen und ersetzen
durchgeführt. D.h., es wird versucht, die Pipette durch Blasluft zu reinigen. Wenn das
anschließende Pipetten-Scanning noch einen Fehler zeigt, wird die Pipette im Pipetten-
Abwurfbehälter abgelegt und durch eine neue Pipette aus dem Pipettenwechsler ersetzt.
Wenn dies nicht möglich sein sollte (z.B. weil der Pipettenwechsler leer ist), wird der
Bestückautomat angehalten.
Detaillierte Angaben zu den einzelnen Einstellungen finden Sie in der Online-Hilfe der
Stationssoftware.
HINWEIS
Bitte beachten Sie, dass es trotzdem (Sonder-)Pipetten geben kann, für die das
Reinigen oder der automatische Pipettenwechsel nicht möglich ist.