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Stationssoftware 7xx bis 7 14.0 (R20-2) / Funktionsbeschreibung Ausgabe 11/2020 43 5.18 Erkennung Bauelement nicht an Pipette Wenn Bauelemente mit nicht vakuumvalidierten Pipetten be stückt werden und kein BE-Sensor vorh…
Stationssoftware 7xx bis 714.0 (R20-2) / Funktionsbeschreibung Ausgabe 11/2020
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Die Anzahl der Rakel-Zyklen kann über die GUI ab der Bedienebene "Service (Kunde)" geändert
werden. Standardwert ist 1. Nach der Entnahme der LDU oder einem Neustart der Maschine wird
wieder der Standardwert verwendet.
Zusätzlich werden Warnungen an der GUI ausgegeben, um beispielsweise auf einen niedrigen
Füllstand hinzuweisen.
5.15 BE-Zähler – redundante Speicherung
Auf den Bestückautomaten der SX-Serie gibt es keinen Hardware-BE-Zähler, sondern der
Zählerstand wird im EEPROM des E/A-Moduls gespeichert. Bei einem eventuellen Austausch des
E/A-Moduls wandert der Zählerstand dadurch mit. Ab dieser Stationssoftware werden die
Zählerstände deshalb redundant im E/A-Modul und in einer Individualdatei auf dem
Stationsrechner gespeichert und werden zusätzlich mit der
Device-ID der GCU markiert, um robust gegen den Austausch einzelner Subsysteme zu sein.
Der Zählerstand bleibt in folgenden Fällen erhalten:
– Das E/A-Modul wird ausgetauscht, die GCU und der Stationsrechner jedoch nicht.
– Der Stationsrechner wird ausgetauscht, die GCU und das E/A-Modul jedoch nicht.
– Die GCU wird ausgetauscht.
Einschränkungen
Wenn mehr als eine der drei Komponenten GCU, E/A-Modul und Stationsrechner ausgetauscht
werden, kann nicht für den korrekten Zählerstand nach dem Tausch garantiert werden.
5.16 Erweiterte Dauerlauf-Funktion für Testzwecke
Im Dauerlauf werden alle Achsen und der MTC/WPC referiert und ein Pipetten-Scan wird
durchgeführt, sofern Pipetten am Bestückkopf vorhanden sind. Zusätzlich können Gurtschneider
und Transport aktiviert werden. Hierfür muss eine Leiterplatte eingelegt sein. Beim Starten des
Dauerlaufs kann die Anzahl der Wiederholungen in der GUI eingegeben werden unter
Einzelfunktionen – Dauerläufe – Maschinen-dauerläufe. Für die Durchführung der Dauerläufe
ist die Bedienebene Service (Kunde) erforderlich. Die einzelnen Dauerläufe werden nicht
synchronisiert, lediglich der Referenzlauf und der Gurtschneider werden sequenziell abgearbeitet.
5.17 Verbesserung des Z-Lernens beim Abholen – Erkennung von
leeren Fächern
Wenn Bauelemente mit nicht vakuumvalidierten Pipetten abgeholt werden sollen und kein BE-
Sensor vorhanden ist (wie z.B. beim Twin Head), wird ab dieser Stationssoftware-Version bei der
Visionmessung erkannt, ob das Bauelement aufgenommen oder ob in eine leere Tasche/ein leeres
Fach gefahren wurde. Das Lernen der Z-Abholhöhe wird bis zur erfolgreichen Visionmessung
verzögert. Dadurch wird ein Falschlernen der Z-Abholhöhe verhindert und Achsfehler und
Maschinenstillstand können vermieden werden.
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5.18 Erkennung Bauelement nicht an Pipette
Wenn Bauelemente mit nicht vakuumvalidierten Pipetten bestückt werden und kein BE-Sensor
vorhanden ist (wie z.B. beim Twin Head), wird ab dieser Stationssoftware-Version zusätzlich über
eine statistische Auswertung der Z-Ist-Positionen für eine Bestückposition ermittelt, ob ein
Bauelement nicht bestückt wurde. Das Bauelement muss hierfür mindestens eine BE-Höhe von
5mm haben und die Z-Bestückpositionen der Leiterplatte müssen stabil eingelernt sein. Ferner
muss die Pipette längenvalidiert sein. In diesem Fall wird die Bestückposition zur Inspektion
markiert und die Z-Bestückposition wird nicht gelernt.
5.19 Einstellung von Build-Time in der GUI
Es gibt verschiedene Zeiten, die die Dauer des Produktionsprozesses beschreiben:
Cycle-Time: bezeichnet einen mittleren Wert für die Zeit, die eine bestimmte Produktionslinie
braucht, um eine Leiterplatte fertigzustellen.
Build-Time: bezeichnet die Bestückdauer für eine bestimmte Leiterplatte in einem bestimmten
Bearbeitungsbereich und umfasst erste Markenmessung, Pipettenwechsel und letzte Bestückung.
In der Ansicht "Statistik – Leiterplattenleistung" können die Auslöser für Startzeitpunkt
(Messung der ersten Marke) und Endzeitpunkt (Letztes Bauelement bestückt) für die Build-Time
über eine neue Schaltfläche eingestellt werden.
5.20 Erweiterung SIPLACE Vision
Das Vision-System kann jetzt bei der Förderer-Lageerkennung auch Gurttaschen in schwarzen
Blistergurten erkennen, ohne dass die Gurttasche vorher geteacht werden muss.
Bisher konnten mit der Standardeinstellung nur Gurttaschen in weißen Papiergurten erkannt
werden.
Leistungsmerkmale (V704.02: kompatibler Modus V703.03)
5.21 Einstellungen für manuelles Tray Carrier SX
Wenn das manuelle Tray Carrier SX benutzt wird, wird der Einzugrahmen mit klappbaren
Gurtleitkanal benötigt. Dies muss in der Autokonfiguration vom Bediener auf der Bedienebene
Service (Kunde) unter Maschinenkonfiguration manuell eingestellt werden.

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Abbildung 5-3: Einstellungen für manuelles Tray Carrier SX
Bei der Tischposition muss 60 slots (outer position, fold-away tape duct) eingestellt werden.
Dadurch werden die Abwurfbehälter 27x27 und die linke Abwurfrinne des Stellplatzes aus der
Konfiguration herausgenommen.
VORSICHT
Wenn diese Einstellung nicht gemacht wird, kann es vorkommen, dass Bauelemente
über das Tray abgeworfen werden und die Z-Achse dabei hart auf das Tray aufschlägt.
Bei Upgrades von Stationssoftware-Versionen <=704 müssen beim Einsatz des
manuellen Tray Carrier SX die Einstellungen in der Autokonfiguration entsprechend
überprüft werden.
5.22 Zweireihiger Pipettenwechsler auf SX1/SX2 für C&P20 und CPP
Auf den Bestückautomaten der SX1/SX2-Serie wird der zweireihige Pipettenwechsler für die
Bestückköpfe C&P20 und CPP unterstützt.
Leistungsmerkmale (V704.03: kompatibler Modus zu V705.04)
5.23 Flexible Anwendung von Förderertypen
Ab dieser Stationssoftware-Version können einige Förderertypen flexibel eingesetzt werden, ohne
dass die Rüstung in SIPLACE Pro geändert werden muss. Nach einem Wechsel des Förderertyps
kann die Maschine sofort mit dem Abholen wieder starten.
Folgendes Förderertypen-Paar wird für die flexible Anwendung unterstützt:
2x8mm X-Förderer ↔ 8mm X-Förderer
In der Online-Hilfe zur Stationssoftware ist das Thema Statusanzeige X-Förderer entsprechend
ergänzt worden.