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Stationssoftware 7xx bis 7 14.0 (R20-2) / Funktionsbeschreibung Ausgabe 11/2020 131 8.7 Bauelement von deaktiv ierter Spur lernen Eine Spur, die aufgrund eines von der Stationssoftw are korrigierbaren Fehlers deaktiviert…
Stationssoftware 7xx bis 714.0 (R20-2) / Funktionsbeschreibung Ausgabe 11/2020
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8.6 Bestückautomat SIPLACE X4i S mit Bestückkopf C&P20 P
Ein neuer Bestückkopf C&P20 P ist eingeführt worden. In SIPLACE Pro wird dieser Bestückkopf
C&P20 P 4xxx genannt. Mit diesem Bestückkopf wird eine erhöhte Bestückleistung und Robustheit
erzielt. Der Bestückkopf C&P20 P wird auf dem Bestückautomaten SIPLACE X4i S unterstützt. Der
Bestückautomat SIPLACE X4i S muss dafür mit einem MHCU (Modular Head Control Unit)
ausgestattet sein.
Der Bestückkopf C&P20 P verfügt über neue dp-Antriebe und über eine neue Pipettenschnittstelle.
Deswegen werden neue Pipetten (Typ 4xxx), neue Pipettenmagazine mit 20 Garagen sowie ein
neuer Pipettenwechsler-Träger benötigt. Das Pipettenmagazin hat 2 Reihen mit 7 Pipetten und 1
Reihe mit 6 Pipetten. Der neue Träger kann auch die alten Magazine aufnehmen.
Durch die Erweiterung der Magazintypen wurde die Magazin-Abfrage geändert. Wenn ein neuer
Träger verwendet wird, ist eine Magazin-Erkennung nicht mehr möglich. Beim Schließen der
Haube wird weiterhin die Sicherheitsüberprüfung (Magazinhöhe ist korrekt sowie Magazin ist
korrekt eingerastet) durchgeführt. Ein falscher Magazintyp (C&P20 A anstelle von C&P20 P) wird
erst erkannt, wenn aus dem Magazin abgeholt werden soll. Die Maschine bleibt dann mit einem
Vision-Fehler stehen, da die Marke des Magazins nicht gefunden werden kann.
Folgende Pipettentypen werden unterstützt:
– Gummipipetten: Typ 4032-4036; 4133, 4135, 4235
– Keramikpipetten: Typ 4004; 4103, 4105-4109
8.6.1 Vakuum-Pumpen-Betrieb auf SIPLACE X4i S
In Verbindung mit einem Bestückkopf C&P20 können auf dem Bestückautomaten SIPLACE X4i S
wahlweise zwei Vakuum-Pumpen (1 pro Bestückbereich) betrieben werden.
Im Vakuum-Pumpen-Betrieb werden in SIPLACE Pro zwei Schwellen definiert, die bei Über- oder
Unterschreitung folgende Aktionen auslösen:
Notbetrieb
Wenn die von SIPLACE Pro übermittelte erste Schwelle erreicht ist, wird die Beschleunigung der
Sternachse reduziert. Weitere Schwellenwerte können definiert sein, in denen die Beschleunigung
weiter reduziert wird. In der Stationssoftware kann auch eine maximale Beschleunigungsreduktion
vorgegeben werden.
Die Beschleunigungsreduktion gilt für alle Verfahrprofile.
Nothalt
Wenn die von SIPLACE Pro übermittelte zweite Schwelle unterschritten wird, wird die Maschine
angehalten und keine weitere Produktion ist möglich.
8.6.2 Temperaturmanagement
Wenn die Überwachung feststellt, dass eine erste Schwelle überschritten wurde, wird an der GUI
eine Warnung ausgegeben. Wenn die Maschine sich weiter erwärmt und die Schwelle für den
Nothalt überschritten wird, wird die Maschine angehalten. Sobald sich die Maschine weit genug
abgekühlt hat, kann die Bestückung fortgesetzt werden.

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8.7 Bauelement von deaktivierter Spur lernen
Eine Spur, die aufgrund eines von der Stationssoftware korrigierbaren Fehlers deaktiviert wurde,
kann über die GUI wieder aktiviert werden. Somit ist es möglich, Bauelemente von dieser Spur
abzuholen, ohne das GUI-Menü zu verlassen. Zu den von der Software automatisch korrigierbaren
Fehlern gehören u.a. einfache Vision-Fehler, Abholfehler oder Fehler, die durch eine von der
Rüstung deaktivierte Spur hervorgerufen werden.
Abbildung 8-4: Deaktivierte Spur aktivieren
Wenn die Spur aufgrund eines anderen Fehlers deaktiviert wurde, kann sie nicht über die GUI
aktiviert werden.
8.8 Datenänderung ohne Leerfahren
Bisher musste die Maschine bei Datenänderungen in der Rüstung immer leer gefahren werden,
auch wenn die Rüstung nur geringfügig geändert wurde. D.h. für den Fall, dass alle
Bestückpositionen trotz Änderungen in der Rüstung, in den Bauelementen oder Gehäuseformen
weiterhin von denselben Köpfen bestückt werden konnten. Bei solchen kleinen Änderungen im
Produkt muss die Maschine beim Download nicht mehr leer gefahren werden, z.B. in folgenden
Fällen:
– Förderertyp geändert (andere Rollengröße, Gurtförderer → Stangenförderer, Stangenförderer
→ Flächenmagazin)
– Anzahl Abholversuche geändert
– Abholpositionen, Aufnahmepositionen und Toleranzwerte geändert
– Abmessungen für Gehäuseformen geändert
– Beschleunigungswerte geändert
– Beschreibung einer Gehäuseform in SIPLACE Vision geändert

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Abhängig von den Änderungen in der Rüstung werden die Änderungen sofort übernommen
(= ohne Leerfahren) oder erst bei der nächsten Leiterplatte wirksam (= Leerfahren).
Die Funktion muss zuerst in SIPLACE Pro aktiviert werden.
8.9 Unvollständige Flächenmagazin-Beschreibungen bearbeiten
Flächenmagazin-Beschreibungen, die in SIPLACE Pro als unvollständig markiert sind, können nun
an der Station bearbeitet werden. Unvollständig markierte Flächenmagazine müssen an der
Station vervollständigt oder zumindest kontrolliert werden.
Die Maschine kann aber bestücken, solange keine Bauelemente aus unvollständig beschriebenen
Flächenmagazinen benötigt werden. Wenn die Maschine wegen einer unvollständigen
Flächenmagazin-Beschreibung nicht (weiter-)bestücken kann, wird der Abholort gesperrt und das
Flächenmagazin in der Rüstung rot angezeigt.
Abbildung 8-5: Unvollständige Flächenmagazinbeschreibung
Die Bedienebene Erweiterte Produktion ist erforderlich, um die Flächenmagazin-Beschreibungen
an der Station zu bearbeiten. Wenn die SIPLACE Pro Sicherheit aktiviert ist, ist außerdem eine
Anmeldung bei SIPLACE Pro mit einer berechtigten Kennung erforderlich.