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Stationssoftware 7xx bis 7 14.0 (R20-2) / Funktionsbeschreibung Ausgabe 11/2020 138 8.14 Schnellere Freigabe/Sperrung von SX BE -Wechseltischen Bisher konnte der Andock-/Abdockp rozess für einen BE-Wechselti sch auf eine…
Stationssoftware 7xx bis 714.0 (R20-2) / Funktionsbeschreibung Ausgabe 11/2020
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8.13 Ändern der Fördererparameter – Erweiterungen
Die Änderung der Fördererparameter wurde überarbeitet und verbessert. In den folgenden
Abschnitten sind die neuen Merkmale beschrieben.
8.13.1 Ausrichtungsprüfung für Bauelemente
Wenn der Abholwinkel der Bauelemente in einem neuen Gurt-Förderer oder Flächenmagazin
geändert wurde und dies nicht sofort erkannt wird, könnten die Bauelemente falsch bestückt
werden. Um solche Fehlbestückungen zu vermeiden, kann jetzt geprüft werden, ob die Ausrichtung
eines Bauelements korrekt ist oder nicht.
Hierfür müssen die betroffenen Bauelemente in SIPLACE Pro markiert und die Ausrichtungs-
Prüfung aktiviert werden. Solche Bauelemente können dann nach Auftreten eines der folgenden
Fälle erst nach Bestätigung des korrekten Abholwinkels über die Schaltfläche Position Pin 1
bestätigen abgeholt werden:
– Nach dem Herunterladen einer neuen Rüstung
– Nach der Erkennung einer Spleiß-Stelle im Förderer
– Nachdem, dass ein Förderer auf einen BE-Tisch gestellt wurde
– Fortsetzen nach einem Folienriss
– Wechsel eines Magazins
Dazu wird an der Station ein Bild vom Bauelement in der Gurttasche samt eingeblendeter Soll-
Lage angezeigt. Im Fehlerfall kann der Bediener die Winkellage korrigieren.
8.13.2 Vermessung der Abholposition vor dem Abholen
Für größere Bauelemente, wie z.B. Stecker, ist oft eine hohe Toleranz bezüglich der Position
innerhalb der Gurt-/Flächenmagazin-Tasche gegeben. Der Abholbereich ist aber in vielen Fällen
sehr klein, was zu hohe Abwurfraten führen kann.
Für eine verbesserte Abholsicherheit kann die Bauelement-Oberseite vor dem Abholen mit der LP-
Kamera automatisch vermessen werden, um die exakte Position des Bauelements innerhalb der
Gurttasche zu bestimmen.
Die Funktion muss im Bauelemente-Editor in SIPLACE Pro für jedes einzelne Bauelement aktiviert
werden. Die Bauelement-Position in der Gurttasche wird dann automatisch erkannt und die
Abholposition gegebenenfalls automatisch korrigiert.
8.13.3 Erweiterung der Gurttaschen-Vermessung-Regel
Bisher wurde eine Gurttaschen-Vermessung ausgeführt, wenn der Spur in SIPLACE Pro ein
Gurttaschen-Objekt zugeordnet wurde oder die maximale Kantenlänge des Bauelements <= 1mm
war.
Diese Regel ist erweitert worden, sodass eine Gurttaschen-Vermessung auch ausgeführt wird,
wenn das Bauelement vom Typ MELF, SOT, SOxx oder QFP ist und die maximale Kantenlänge
<= 4mm beträgt.
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8.14 Schnellere Freigabe/Sperrung von SX BE-Wechseltischen
Bisher konnte der Andock-/Abdockprozess für einen BE-Wechseltisch auf einer Seite erst gestartet
werden, nachdem das Andocken/Abdocken eines BE-Wechseltisches auf der anderen Seite
durchgeführt und von der Stationssoftware bestätigt wurde. Die entsprechende Schaltfläche auf
der GUI blieb solange gesperrt.
Ab dieser Stationssoftware-Version wird die Bestätigung nicht abgewartet, der Andock-
/Abdockprozess kann für den nächsten BE-Wechseltisch sofort gestartet werden.
8.15 Verbesserte Fehlermeldung für verloren gegangene Bauelemente
Die detaillierte Fehlermeldung für Bauelemente, die auf die Leiterplatte verloren gegangen sind, ist
um folgende Informationen erweitert worden:
– Bauelementname
– Segment auf dem Bestückkopf
– Pipettentyp
– Abholspur
– Bestückposition

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8.16 Prüfung der Leiterplattenposition nach Bestückung
In der Stationssoftware kann geprüft werden, ob die Leiterplattenposition während der Bestückung
verändert wurde. Bei der Prüfung wird eine zusätzliche Messung von jeder Leiterplattenposition
(Ergebnis der Markenmessung) nach der Bestückung ausgeführt, die mit der ursprünglich
gemessenen Position verglichen wird.
Die Funktion kann über zwei neue Optionen unter Einstellungen – Maschinenoptionen -
Fehlererkennung aktiviert / deaktiviert werden.
Abbildung 8-10: Leiterplattenposition nach Bestückung prüfen
Marken nach dem Bestücken erneut messen
Mit dieser Option werden die zwei Marken pro Leiterplatte, die am entferntesten voneinander
liegen gemessen und mit ihren gemessenen Werten während der ersten Leiterplatten-Erkennung
verglichen.
Wenn der Abstand den eingestellten Toleranzwert überschreitet (hier 0,1 mm), bleibt die
Stationssoftware mit einer Fehlermeldung stehen. Der Bediener muss den Fehler bestätigen, bevor
die Leiterplatte vom Bearbeitungsbereich freigegeben werden kann.
Plausibilität der Markenabstände überprüfen
Die nominellen Abstände zwischen den Marken von SIPLACE Pro werden mit ihren gemessenen
Abständen verglichen. Der Vergleich wird pro Einzelschaltung durchgeführt.
Wenn die Differenz den eingestellten Toleranzwert überschreitet (hier 0,5 mm), wird die Maschine
angehalten und der Bediener wird aufgefordert, die Marken zu teachen.