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Stationssoftware 7xx bis 7 14.0 (R20-2) / Funktionsbeschreibung Ausgabe 11/2020 175 Unter der Registerkarte Fehlerver teilung und Hilfe wird ei n Diagramm über alle Fehle r angezeigt. Wenn ein Fehler durch Klicken au sge…

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Zur optimalen Anwendung der Funktion, müssen bei den Bauelementen, die mit unterschiedlichen
Schrittweiten geliefert werden, die Soll-Schrittwerten auf den größeren Wert in SIPLACE Pro
eingestellt werden. Hierdurch ist gewährleistet, dass die Schrittweiten immer automatisch von der
Software korrigiert werden.
9.24 Zusätzlicher Abholversuch
Kompatibler Modus: Komplett
Um einen Maschinen-Stopp zu vermeiden, wird mit dieser Option ein zusätzlicher Abholversuch
ausgeführt, obwohl der Wert für Abholversuche auf 1 in SIPLACE Pro eingestellt ist.
Ein zusätzlicher Abholversuch wird in folgenden Fällen ausgeführt, vorausgesetzt dass davor 500
Abholversuche erfolgreich ausgeführt wurden (gilt für beide Fälle):
– nachdem SIPLACE Vision einen Materialfehler erkannt hat
– nachdem eine leere Gurttasche erkannt wurde
Die Option ist in der Konfigurationsdatei SetupCtrl.xml eingestellt.
9.25 Behandlung von häufigen Vision-Fehlern
Kompatibler Modus: Komplett
Die Anzeige von detaillierten Fehlern bei häufigen Vision-Fehlern ist erweitert worden.
Unter der Registerkarte Übersicht wird dieselbe Information über Bauelement und Fehlerrate
angezeigt wie bisher.
Unter der Registerkarte Messkontexte werden die Messkontext-Dateien angezeigt. Unter der Liste
können zusätzlich nach Fehlernummern und deren Häufigkeit gefiltert werden.
Abbildung 9-18: Häufige Vision-Fehler – Registerkarte Messkontexte

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Unter der Registerkarte Fehlerverteilung und Hilfe wird ein Diagramm über alle Fehler angezeigt.
Wenn ein Fehler durch Klicken ausgewählt wird, wird ein entsprechender Hilfevorschlag dazu an
der rechten Seite angezeigt.
Abbildung 9-19: Häufige Vision-Fehler – Registerkarte Fehlerverteilung und Hilfe
Unter der Registerkarte Segmentverteilung wird dasselbe Diagramm angezeigt, aber zusätzlich
mit dem Zähler für die jeweiligen Segmente.
9.26 Erweiterung der Bestückfehleranalyse
Kompatibler Modus: Komplett
In der Ansicht Leiterplatten kann für jede Bestückposition eine Inspektionsoption ausgewählt
werden. Von den Bauelementen kann hier vor dem Abholen und nach dem Bestücken auf der
Leiterplatte ein Vision-Bild aufgenommen und die Messkontexte archiviert werden. Mit diesen
Analysefunktionen ist es aber nicht möglich zu unterscheiden, ob das Bestückproblem auf dem
Weg zur Bestückposition, während des Setzens oder nach dem Bestücken auftritt. Hierzu wird für
eine oder mehrere Bestückpositionen eine Inspektion der Bauelementposition unmittelbar vor dem
Bestückvorgang (bevor die Z- Achse zum Bestücken gestartet wird) benötigt.
Die Diagnosefunktionalität in der Ansicht Leiterplatten ist deswegen um die Option Bild vor dem
Bestücken vergleichen erweitert worden.

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Abbildung 9-20: Optionen für Bestückfehleranalyse
Nach Auswahl dieser Option für eine bzw. mehrere Bestückpositionen wird der Bestückablauf vor
dem Start der Z-Achse zum Setzen des Bauelements unterbrochen und eine erneute Vermessung
mit reduzierter Beschleunigung gestartet. Durch die Beschleunigungsreduktion soll ein weiteres
Verrutschen der Bauelemente auf der Pipette verhindert werden. Nach der zusätzlichen
Vermessung wird das Bauelement wieder mit reduzierter Beschleunigung in die Bestückpositon
gebracht und mit der von SIPLACE Pro vorgegebenen Z-Achsenbeschleunigung bestückt.
Über die Inspektionsfunktion für Vision-Messungen auf der GUI können die beiden Messungen
(Standardvermessung und vor dem Bestücken) verglichen und ausgewertet werden. Ein mögliches
Verrutschen des Bauelements kann somit eindeutig erkannt werden. Zusätzlich werden die
Ergebnisse der Zusatzmessung in die Leiterplattenaufzeichnungsdateien aufgenommen. Hierdurch
wird eine statistische Analyse über einen längeren Zeitraum ermöglicht.
9.27 Robuste Doppelportalmessung
Kompatibler Modus: Komplett
Das Verfahren um die Doppelportale zu vermessen ist verbessert worden.
In Doppelportalkonfigurationen führt die Stationssoftware alle 5 Minuten eine Doppelportalmessung
durch, um die Portale zu korrelieren und gegebenenfalls die Positionen zu korrigieren. Wenn im
bisherigen Verfahren eine Marke manuell geteacht oder die falsche Marke von einer der Portale
erkannt wurde, galt der resultierende Fehler für alle Leiterplatten, die innerhalb den nächsten 5
Minuten produziert wurden.
Um solche Prozessfehler zu vermeiden, wird jetzt die Doppelportalkorrektur nicht an die nächste(n)
Leiterplatte(n) weitergeleitet, wenn irgendeine der Markenpositionen vom Bediener geteacht
wurde. Dies betrifft alle Fälle in denen die erste Markenmessung fehlschlug und der Bediener über
einen detaillierten Fehler einschritt. Stattdessen wird eine neue Doppelportalmessung für die
nächste Leiterplatte ausgeführt.