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SIPLACE Stationssoftware 70x / Funktionsbeschreibung Ausgabe 05/2014 Edition
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Alle Veränderungen in den Bestückpositionen werden von der Stationssoftware mitgeschrieben
und in die lokale Ereigniserfassung (Event-Log) eingetragen.
HINWEIS
Die Bestückposition kann nur korrigiert werden, wenn der Anwender die entsprechenden
Rechte in SIPLACE Pro hat, um eine Position auf einem Nutzen zu verändern. Um die
Korrekturmöglichkeit frei zu schalten, muss sich der Anwender zuerst authentifizieren.
6.8 Helligkeitkalibrierung der digitalen Kamerasysteme
Mit der Helligkeitskalibrierung (Berechnung und Abgleich der individuellen Helligkeit der
Beleuchtung) der digitalen Sensorsysteme für die Kameras soll erreicht werden, dass dasselbe
Bauelement mit einer identischen Gehäuseformbeschreibung auf allen Bestückautomaten
gemessen werden kann. Dafür muss der Helligkeitswert der Sensorsysteme übereinstimmen. Eine
Erstkalibrierung wird ab Werk durchgeführt. Da aber erfahrungsgemäß die Sensorsysteme im
Laufe der Zeit verschmutzen und nachdunkeln, verbessert eine erneute Kalibrierung vor Ort die
Erkennung von Bauelementen, besonders bei älteren Bestückautomaten.
Die Helligkeitskalibrierung kann ab dieser Stationssoftware-Version auch beim Kunden auf
einfache Weise durchgeführt werden. Die GUI wurde um die Funktion Beleuchtung kalibrieren
erweitert. Somit ist es möglich, für jede in dem Bestückautomaten konfigurierte BE-Kamera oder
LP-Kamera einen automatischen Helligkeitsabgleich durchzuführen.
Voraussetzungen:
– Die Maschine muss leer sein.
– Das FCCS-Tool “Kamera Kalibrierplatte FCCS digital“, auf dem sich die speziellen Kalibrierteile
für die Kalibrierung der Beleuchtung aller momentan im Einsatz befindlichen digitalen Kameras
befinden. Nähere Informationen hierzu bekommen Sie über den SIPLACE Service.
– Der Bediener ist in der Bedienebene Service (Kunde) oder Service (SIPLACE) angemeldet.
6.9 Kein Maschinenstillstand bei "Spur-leer"-Fehlern im I-Placement-
Modus
Wenn ein Förderer im I-Placement-Modus nur an einer Seite des Bearbeitungsbereichs leer
gelaufen ist, bleibt die Maschine nicht mehr stehen, sondern bestückt mit den verbleibenden
Bestückköpfen weiter. Es wird eine entsprechende Fehlermeldung im Statusfeld angezeigt. Die
Option Maschinenstopp bei Abholfehler kann auf der GUI unter Einstellungen –
Softwareoptionen aktiviert/deaktiviert werden.
Voreinstellung: aktiv = Maschinenstopp.
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6.10 SIPLACE Smart GUI
Mit dem neuen SIPLACE Smart GUI soll ein ungeschulter Bediener auf der Bedienebene
Produktion in der Lage sein, den Bestückautomaten am Laufen zu halten und eventuell
entstandene Probleme zu lösen, ohne Fehlermeldungen lesen zu müssen. Damit die SIPLACE
Smart GUI in die GUI der Stationssoftware integriert wird, muss sie nach der Installation der
Stationssoftware von der entsprechenden extra DVD installiert werden, die im Standardpaket
mitgeliefert wird. Siehe Installationsanleitung zur Stationssoftware, Artikelnummer 00196771-xx.
Auf der GUI der Stationssoftware gibt es für die SIPLACE Smart GUI unten links eine neue
Schaltfläche. Diese Ansicht ist voreingestellt, wenn die GUI der Stationssoftware gestartet wird.
Während der Bestückautomat produziert, wird eine einfache Übersicht mit Information über die
Rüstung und Anzahl produzierten Leiterplatten angezeigt:
Abbildung 6-3: Ansicht SIPLACE Smart Tool
Die Lose werden tabellarisch angezeigt (eine Reihe pro Los). In jeder Reihe werden Rüstname,
Losname und Leiterplattenname angezeigt. Wenn diese Namen in Form eines Pfadnamens mit
dem Trennzeichen "\" vergeben sind, wird nur der letzte Teil des Pfades angezeigt. Zusätzlich wird
auch die Spur angezeigt, auf welcher der Los produziert wird. Wenn der Los im Doppeltransport
produziert wird, werden beide Spurnummern angezeigt. Am Ende der Reihe wird die Anzahl der
produzierten Leiterplatten angezeigt, d.h. Leiterplatten, die den Bestückautomaten verlassen
haben und nicht abgebrochen wurden.
Unten links gibt es eine Schaltfläche über die man zur GUI der Stationssoftware wechseln kann.
Das Service-Symbol wird nur angezeigt, wenn ein geschulter Bediener zur Hilfe gezogen werden
soll.
Sobald eine detaillierte Meldung kommt, wird in der SIPLACE Smart GUI nach einer Anleitung zur
Problemlösung gesucht. Wenn eine solche vorhanden ist, wird die Standardansicht durch eine
entsprechende Problemlösungsansicht / Assistenzansicht ersetzt.
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Für die häufigsten Stillstandursachen werden in der SIPLACE Smart GUI automatisch Anleitungen
zur Problemlösung in graphischer Form angeboten. Die Anleitungen zeigen wo das Problem
entstand, welches Problem entstanden ist und wie das Problem gelöst werden kann. Für alle
anderen Fälle wird ein Symbol gezeigt, das den Bediener dazu auffordert, einen geschulten
Bediener zur Hilfe zu ziehen.
Abbildung 6-4: Ansicht mit Anleitungen zur Problemlösung
1) Fehler-/Assistenztyp
Hier wird der Fehler-/Assistenztyp angezeigt. Fehler-/Assistenztypen existieren für folgende
Problemfälle:
– Abholfehler
– Pipette verschmutzt
– Folie gerissen
– Folie abgezogen
– Bauelemente nachfüllen
– Leiterplatte klemmt
– Marke nicht erkannt
2) Problemort
Hier wird der Ort angezeigt, an dem das Problem entstanden ist.