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1 Einleitung Betriebsanleitung SIPLACE D1/D2 1.1 Maschinenbeschreibung Ab Softwareversion SR.605.xx Ausgabe 07/2008 DE 18 Beispiel: Feste LP-T ransportkante r echts: Porta l 1 mit 12-Segment Collect &Place Kopf Porta…

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Betriebsanleitung SIPLACE D1/D2 1 Einleitung
Ab Softwareversion SR.605.xx Ausgabe 07/2008 DE 1.1 Maschinenbeschreibung
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Der SIPLACE D1 Bestückautomat verarbeitet ein breites Bauelementespektrum von 01005 bis
125 x 10 mm² mit hoher Genauigkeit. Dabei basiert die Bestücktechnologie auf dem Coll-
ect&Place und Pick&Place Prinzip. Nach dem bei SIPLACE entwickelten Prinzip der Kopfmodu-
larität lassen sich die Collect&Place Köpfe in nur kurzer Zeit wechseln.
Die optische Zentrierung der Bauelemente übernehmen digitale Visionmodule. Dazu stehen digi-
tale Kameras mit unterschiedlicher Auflösung zur Verfügung, Standardkameras und hochauflö-
sende BE-Kameras. Das Koplanaritätsmodul testet die Koplanarität der BE-Beinchen von Fine-
Pitch Bauelementen.
An den SIPLACE D1 Automaten können zwei BE-Wagen zur Bauelemente-Bereitstellung ange-
dockt werden. Anstelle eines BE-Wagens lässt sich ein Waffle Pack Changer rüsten.
Ein dreigliedriger LP-Transport, bestehend aus Eingabeband, Bearbeitungsband und Ausgabe-
band, transportiert die Leiterplatte in die Bearbeitungsposition. Als LP-Transportvariante lässt sich
der Einfachtransport oder der flexible Doppeltransport mit stationärer Seite rechts oder links wäh-
len. Darüber hinaus kann der flexible Doppeltransport ohne Weiteres zu einem Einfachtransport
umkonfiguriert werden.
Die optische Zentrierung der Leiterplatte erfolgt mit der digitalen LP-Kamera.
1
1
1.1.2 SIPLACE D2 Bestückautomat
Der SIPLACE D2 Bestückautomat ist mit zwei Portalen ausgestattet, die die beiden Collect&Place
Köpfe unabhängig voneinander in X- und Y-Richtung präzise positionieren. Die Bestücktechnolo-
gie beruht auf dem Collect&Place Prinzip. Je nach Bestückauftrag kann an den Portalen ein 6-
oder 12-Segment Collect&Place Kopf gerüstet werden.
Dabei sind folgende Konfigurationen möglich:
HINWEIS 1
Um eine optimale Bestückleistung für unterschiedliche Kopftypen zu erzielen, empfehlen wir, den
Bestückkopf mit der größeren Anzahl von Segmenten an jenes Portal zu rüsten, das sich an der
Seite der festen LP-Transportkante befindet.
Portal 1 Portal 2
C&P12 C&P12
C&P12 C&P6
C&P6 C&P12
C&P6 C&P6
Tab. 1.1 - 2 Bestückkopfkonfigurationen am D2-Automaten
1 Einleitung Betriebsanleitung SIPLACE D1/D2
1.1 Maschinenbeschreibung Ab Softwareversion SR.605.xx Ausgabe 07/2008 DE
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Beispiel:
Feste LP-Transportkante rechts: Portal 1 mit 12-Segment Collect&Place Kopf
Portal 2 mit 6-Segment Collect&Place Kopf
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Abb. 1.1 - 2 Kopfmodularität - SIPLACE D2
P1 Portal 1
P2 Portal 2
T Leiterplattentransportrichtung
Nach dem bei SIPLACE entwickelten Prinzip der Kopfmodularität lassen sich die Collect&Place
Köpfe in nur kurzer Zeit wechseln.
Der SIPLACE D2 Bestückautomat ist standardmäßig für die Bestückung von 01005-Bauele-
menten vorbereitet. Für die Bestückung von 01005-Bauelementen benötigen Sie lediglich das op-
tionale 01005-Paket für den 12-Segment Collect&Place Kopf.
Der SIPLACE D2 Bestückautomat verarbeitet ein Bauelementespektrum von 01005 bis 27 x
27 mm² mit hoher Geschwindigkeit, wobei die Bauelemente mit Hilfe digitaler Visionmodule op-
tisch zentriert werden. Am 12-Segment Collect&Place Kopf lässt sich wahlweise die Standardka-
mera oder die hochauflösende Kamera installieren.
An den SIPLACE D2 Bestückautomaten können zwei BE-Wagen zur Bauelementebereitstellung
angedockt werden.
Ein dreigliedriger LP-Transport, bestehend aus Eingabeband, Bearbeitungsband und Ausgabe-
band, transportiert die Leiterplatte in die Bearbeitungsposition. Als LP-Transportvariante lässt sich
der Einfachtransport oder der flexible Doppeltransport mit stationärer Seite rechts oder links wäh-
len. Darüber hinaus kann der flexible Doppeltransport ohne weiteres zu einem Einfachtransport
umkonfiguriert werden.
C&P12
P1
C&P6
C&P12
C&P6
P2
Betriebsanleitung SIPLACE D1/D2 1 Einleitung
Ab Softwareversion SR.605.xx Ausgabe 07/2008 DE 1.1 Maschinenbeschreibung
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Die optische Zentrierung der Leiterplatte erfolgt mit der digitalen LP-Kamera.
1.1.3 Bestückkopfkonfiguration wählen
Wenn Sie ein SIPLACE Bestücksystem der D-Serie bestellen, können Sie die für Sie optimale
Kopfkonfiguration wählen. Das Bestücksystem wird nach Ihrer Bestellung konfiguriert und ausge-
liefert.
Für den Fall, dass Sie den Bestückkopf vor Ort wechseln möchten, gibt es ein Rekonfigurationskit.
Dieses Paket enthält neben dem Bestückkopf die Montageteile, Kabel etc. Vor einem Bestück-
kopfwechsel ist die Stations- und SIPLACE Pro-Software anzupassen. Danach muss das System
neu kalibriert werden.
Die Kopfmodularität, d.h. die Anpassung des Automaten an die Produktionserfordernisse durch
einen Bestückkopfwechsel bietet den Vorteil, dass Sie ein auf Ihre Erfordernisse adaptiertes Be-
stücksystem ohne Investitionskosten für einen weiteren Automaten einfach und zu jeder Zeit zur
Verfügung haben.
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1.1.4 SIPLACE-Prinzip
Die Bestückköpfe holen die Bauelemente von den fix positionierten Zuführmodulen auf den BE-
Wagen oder vom Waffle Pack Changer ab und bestücken die ebenfalls ruhenden Leiterplatten.
Beim Doppeltransport können zwei Leiterplatten gleichzeitig bestückt werden.
Das Prinzip „ruhende BE-Bereitstellung“ und „ruhende LP“, das sich bei allen SIPLACE-Auto-
maten bestens bewährt hat, hat eine Reihe entscheidender Vorteile:
Das Nachfüllen von Bauelementen oder das Anspleißen von Gurten verursacht keine Still-
standszeiten.
Die erschütterungsfreie BE-Zuführung ermöglicht das sichere Abholen auch kleinster BE
(z.B. 01005).
Die beim Bestückprozess unbewegte Leiterplatte verhindert ein Verrutschen von Bauele-
menten.
Die Kombination der Bestückköpfe mit Pipettenwechslern garantiert immer eine optimale Pi-
pettenkonfiguration für den jeweiligen Bestückprozess. Damit lassen sich Verfahrwege mini-
mieren und die Bestückreihenfolge optimieren.
Hohe Flexibilität, Wirtschaftlichkeit und Rüstsicherheit sind die Garanten für die hohe Produktivität
der SIPLACE D1/D2. Minimale Stillstandszeiten steigern den Nutzungsgrad und tragen so zum
Produktivitätsgewinn bei.