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2 Betriebssicherheit Betriebsanleitung SIPLACE F5/F5 HM 2.2 Sicherheitseinrichtungen Softwareversion S R.407.xx Ausgab e 01/2001 DE 98 2.2 S icherhe it s einric htung en 2.2.1 Schutzhauben 2 Abb. 2.2 - 1 Schutzeinrichtu …

Betriebsanleitung SIPLACE F5/F5 HM 2 Betriebssicherheit
Softwareversion SR.407.xx Ausgabe 01/2001 DE 2.1 Sicherheitshinweise
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2.1.15 Sicherheitshinweise für die Verarbeitung von Kondensatoren auf
Metallpulver-Basis
Die Verarbeitung von Kondensatoren auf Metallpulver-Basis (z.B. Tantal) birgt bei deren Verar-
beitung Risiken. Das Risiko besteht darin, dass
– bei einer Zerstörung dieser Bauelemente plötzlich eine exotherme Reaktion, d.h. Hitzeent-
wicklung, stattfindet. Diese Hitzeentwicklung kann, abhängig von den Kapazitätswerten und
unter ungünstigsten Bedingungen in der Umgebung, Schaden verursachen.
– dieser Effekt grundsätzlich beim Zerschneiden solcher Bauelemente auftreten kann.
Zur Klärung, inwieweit die von Ihnen verarbeiteten Bauelemente davon betroffen sind, wenden
Sie sich bitte an Ihre Lieferanten.
Das vorgenannte Risiko kann in extrem seltenen Fällen auch im Schneidgerät der SIPLACE-
Maschinen auftreten und im Extremfall zu einem Schwelbrand im Gurtabfall führen.
Ungünstige Bedingungen sind unter anderem:
(1) Verbleiben der Bauelemente im Gurt bei der Überprüfung des eingestellten Taktes (bei dieser
Überprüfung kann der Förderer ohne Entnahme der Bauteile durch den Operator weiterge-
taktet werden).
(2) Verbleiben der Bauelemente im Gurt, z.B. bei Deckfolienriss
(3) Verbleiben der Bauelemente im Gurt, wenn Bauelemente beziehungsweise Gurte nicht der
Spezifikation entsprechen und dadurch eine hohe Abholfehlerrate verursachen.
Bitte beachten Sie die folgenden Hinweise, um das Risiko bei der Bestückung von Kondensato-
ren auf Metallpulver-Basis zu minimieren.
(1) Bei manuellem Weitertakten des Gurtes sind die in der Gurttasche verbleibenden Bauteile
durch den Operator zu entfernen.
(2) Bei Deckfolienrissen sind beispielsweise die im Gurt verbleibenden Bautelemente durch den
Bediener zu entfernen.
(3) Regelmäßiges Entleeren des Gurtabfallbehälters (Empfehlung: stündlich)
2
VORSICHT
Zur Vermeidung des bestehenden Risikos ist es zwingend
erforderlich, für die Bestückung solcher Bauelemente die
dafür freigegebenen Förderer zu verwenden. Diese sind:
für die Bauform C/D Art.-Nr.: 00141118-01
für die Bauform E Art.-Nr.: 00141117-01 2
2
Die Förderer sind mit folgendem
Aufkleber gekennzeichnet:
2
Approved for
capacitors based on
metal-powder
Freigegeben für
Kondensatoren auf
Metallpulver-Basis

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2.2 Sicherheitseinrichtungen Softwareversion SR.407.xx Ausgabe 01/2001 DE
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2.2 Sicherheitseinrichtungen
2.2.1 Schutzhauben
2
Abb. 2.2 - 1 Schutzeinrichtungen am Automaten
(1) Abdeckung und Eingreifschutz am Eingabeband
(2) Schutzscheiben, rechte Seite
(3) Schutzhaube
(4) Abdeckung und Eingreifschutz am Ausgabeband
(5) Schutzhaube
(6) Schutzscheiben, linke Seite

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2.2.1.1 Allgemeines
Der Verfahrbereich der Portale ist mit zwei Schutzhauben abgedeckt. Wenn Sie die Schutz-
hauben öffnen wollen, drücken Sie zuerst die Halttaste (Pos. 1 in Abb. 2.2 - 2
) oder den NOT-
HALT-Pilzdrucktaster (Pos. 2 in Abb. 2.2 - 2
). Die Portalachsen werden kraftlos geschaltet und hal-
ten sofort an.
Wird eine der Schutzhauben oder eine Abdeckung am Ein- bzw. Ausgabetransport geöffnet, wer-
den die Portalachsen kraftlos geschaltet. Sie halten sofort an. 2
Bei geschlossenem Schlüsselschalter (Stellung
I) können Sie bei geöffneten Schutzhauben den
Stern mit reduzierter Geschwindigkeit weitertakten. 2
Bei Betätigung des NOT-HALT-Pilzdrucktasters wird die Bestückung angehalten. Sie können da-
nach die Bestückung der Leiterplatte abbrechen oder fortsetzen. Die seitlichen Schutzscheiben
können bei Stillstand der Maschine zum Nachfüllen von Bauelementen geöffnet werden. 2
WARNUNG
Nur entsprechend qualifiziertes und geschultes Personal darf bei geschlossenem Schlüsselschal-
ter (Stellung I) die Schutzhauben öffnen! 2
Abb. 2.2 - 2 Halt- und NOT-HALT-Pilzdrucktaster
(1) Halttaste
(2) NOT-HALT-Pilzdrucktaster