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6 Visionfunktionen Betriebsanleitung HS-50 6.1 Die Visionsysteme am Automaten Software-V ersion 5.01 Ausgabe 01/99 190 /HJHQGH]X$ EE (1) Po rtal 1 mit Revol verkop f DLM1, BE - und LP- Visionsystem (2) Po rta…

Betriebsanleitung HS-50 6 Visionfunktionen
Software-Version 5.01 Ausgabe 01/99 6.1 Die Visionsysteme am Automaten
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Die Qualitätsanforderungen an die Genauigkeit von Bestückautomaten steigen ständig.
Grund dafür sind
– die fortschreitende Miniaturisierung der Bauelemente,
– die steigende Beinchenanschlußdichte,
– die steigende Komplexität von Leiterplatten und
– die zunehmende Bestückungsdichte.
Zur Erfüllung dieser Anforderungen werden neben hochpräzisen, mechanischen Komponen-
ten optische Zentrier- und Erkennungssysteme - sogenannte Visionsysteme - für Bauele-
mente und Leiterplatten verwendet.
Der Bestückautomat besitzt vier Portale (siehe Abb. 6.1 - 1). An jedem dieser Portale sitz ein
Revolverkopf DLM1 mit einem eigenen BE-Kamerasystem (siehe Abb. 6.1 - 2). An die Unter-
seite der Kopfhalterung jeden Portals ist ein Leiterplatten-Kamerasystem montiert (siehe Abb.
6.1 - 3).
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6.1 Die Visionsysteme am Automaten Software-Version 5.01 Ausgabe 01/99
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(1) Portal 1 mit Revolverkopf DLM1, BE- und LP-Visionsystem
(2) Portal 2 mit Revolverkopf DLM1, BE- und LP-Visionsystem
(3) Portal 3 mit Revolverkopf DLM1, BE- und LP-Visionsystem
(4) Portal 4 mit Revolverkopf DLM1, BE- und LP-Visionsystem
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Die beiden Visionauswerteeinheiten stecken im Steuereinschub (siehe Pos. 1 und 2 in Abb.
6.1 - 4). BE- und LP-Kameras und die Visionauswerteeinheiten bilden zusammen das Visi-
onsystem.
Die elektrischen Bildsignale der BE- und LP-Kamerasysteme werden an die Visionauswerte-
einheiten übertragen (siehe Pos. 1 und 2 in Abb. 6.1 - 4). Dort werden die gemessenen Werte
mit den synthetischen Werten der Bauelementebeschreibung bzw. der LP-Paßmarken vergli-
chen. Daraus werden die Korrekturfaktoren für die einzelnen Bestückpositionen errechnet.
Die Bauelemente werden überdies aufgrund ihrer Gehäuseformen identifiziert. Stimmen syn-
thetisches Modell und Messung der Gehäuseform nicht überein, wird das Bauelement nicht
bestückt.
Mit dem LP-Visionsystem ist auch eine Lageerkennung der Zuführmodule möglich. Paßmar-
ken auf den Zuführmodulen dienen zur Ermittlung der Lageabweichung der einzelnen Zuführ-
module. Auf diese Weise läßt sich die Abholsicherheit gerade bei kleinen Bauelementen
deutlich steigern.
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Das BE-Kamerasystem (siehe Pos. 2 in Abb. 6.1 - 2) besteht im wesentlichen aus folgenden
Baugruppen:
– Optisches Linsensystem
– CCD-Chip zur Erstellung eines elektronischen Abbilds des Bauelements
– CCD-Kameraverstärker
– Drei Beleuchtungsebenen - flach, mittel und steil - zur optimalen Ausleuchtung der un-
terschiedlichsten Bauelementeformen
– Platine "Beleuchtungssteuerung" zur Einstellung der Intensitäten der einzelnen Be-
leuchtungsebenen

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(1) 12er Revolverkopf /DLM1
(2) BE-Kamera 24x24
(3) BE-Beleuchtungssteuerungsplatine
(4) Portal
Das BE-Kamerasystem ist an der Oberseite des Revolverkopfes mit vier Innensechskant-
schrauben befestigt. Zwei Zylinderstifte fixieren seine Position.
Mit dem BE-Kamerasystem lassen sich Bauelemente der Größe 0402 bis einschließlich SO32
optisch zentrieren und bestücken. Die Bauelementegröße variiert also zwischen 1,0 mm x
0,5 mm und max. 18,7 mm x 18,7 mm, die Bauelementedicke zwischen 0,3 mm und 6 mm.
Das minimale Beinchenrastermaß darf 0,5 mm betragen.
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