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6 Visionfunktionen Betriebsanleitung HS-50 6.2 LP-Visionsystem Software-Version 5.01 Ausgabe 01/99 200 – Zum S chluß wer den die K oordina ten einer jeden Pa ßmarke ( mindeste ns zwei) in die N U- Datei manu ell einge tr…

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Betriebsanleitung HS-50 6 Visionfunktionen
Software-Version 5.01 Ausgabe 01/99 6.2 LP-Visionsystem
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Das Mustersuchfenster wird in Moxelschritten über das Suchfeld geführt. Die Grauwerte eines
jeden Moxels der Referenzpaßmarke werden dabei errechnet. Diese reduzierte Datenstruktur
enthält genügend Informationen über die Grobstruktur und Lage der Referenzpaßmarke.
HINWEIS
Das Suchfenster soll so klein wie möglich gewählt werden, um eine hohe Suchgeschwindig-
keit zu erreichen. Es sollte allerdings auch groß genug sein, um die Marke eindeutig zu iden-
tifizieren.
Zur genauen Muster- und Lagebestimmung der Paßmarke wird das 1D-Mustersuchverfahren
eingesetzt. Das Markenabbild wird zeilen- und spaltenweise zerlegt und die Grauwerte inner-
halb einer jeden Zeile und Spalte aufsummiert. Diesen Prozeß anhand eines Doppelkreuzes
veranschaulicht das nächste Bild.
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(1) Marke
(2) Summe der Grauwerte spaltenweise: Spaltenprofil
(3) Summe der Grauwerte zeilenweise: Zeilenprofil
Aus den Horizontal- bzw. Vertikalprofilen wird die Position der Marke genau bestimmt.
Nach dem Teachen werden die gewonnenen Markenstrukturparameter im Linienrechner
abgespeichert.
Nun wird das gespeicherte Modell getestet. Dabei verfährt das Portal die Leiterplattenka-
mera in alle 4 Ecken des Suchfeldes über der Leiterplatte (worst case). Das Visionsystem
muß bei diesem Test die Marke viermal reidentifizieren.
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6.2 LP-Visionsystem Software-Version 5.01 Ausgabe 01/99
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Zum Schluß werden die Koordinaten einer jeden Paßmarke (mindestens zwei) in die NU-
Datei manuell eingetragen oder aus der CAD-Datei in die NU-Datei übernommen. Damit
sind Koordinaten und Markenstrukturparameter für die zu bestückende Leiterplatte als Mo-
dell im System festgelegt.
Beim Bestückprozeß werden dann wiederum mit den zuvor beschriebenen Bildverarbei-
tungsmethoden, 2D- und 1D-Verfahren die Paßmarkenparameter ermittelt. Das Muster-
suchfenster wird in Moxelschritten über das Suchfeld geführt und auf größtmögliche
Übereinstimmung bei den Grauwerten von Referenzpaßmarke und Leiterplattensuch-
marke abgesucht (Korrelationsverfahren). Bei Übereinstimmung von Referenz- und Such-
marke ist die Korrelation maximal.
Ist die Marke gefunden, startet unter sehr genauer Bestimmung von Geometrie und Koor-
dinaten der Paßmarke das 1D-Mustersuchverfahren. Die genaue Markenform und Koordi-
naten werden nun jeweils über die Spalten- und Reihenprofile (siehe Abb. 6.2 - 2) mit dem
Korrelationsverfahren bestimmt. Aus den gewonnenen Koordinaten werden Lage, Verdre-
hung und Scherung der Leiterplatte bestimmt.
Ausschußmarkierungen (= Inkpunkte) werden ebenso nach der oben beschriebenen Me-
thode erfaßt und ausgewertet.
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Grundsätzlich gelten sowohl für Paßmarken als auch für Ausschußmarkierungen (Inkpunkte)
die gleichen Kriterien: Eindeutigkeit der Markenformen und gut erkennbare Strukturen, die
sich eindeutig von der Umgebung abheben.
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Statt Paßmarken können Sie auch eindeutig identifizierbare Strukturen innerhalb des Layouts
verwenden. Beachten Sie allerdings dabei, daß der Lötstopplack eine Kontrastverschlechte-
rung mit sich bringt.
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Bringen Sie die Paßmarke an einer möglichst strukturfreien Stelle an, an der sie sich gut von
der Umgebung absetzt. Vom Markenzentrum aus gemessen sollte der Freiraum mindestens
Markengröße + 1 mm Freiraum auf jeder Markenseite haben.
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Es gibt 2 Arten von Marken:
Positivmarken
Die Paßmarke ragt über das Leiterplattenbasismaterial hinaus.
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Negativmarken
Die Paßmarke ist in das Leiterplattenbasismaterial eingeätzt.
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Wählen Sie als Markenform immer eine gutstrukturierte, achsparallele, markante Figur.
Empfohlene Markenformen: Rechteck, Quadrat oder Kreis
Eigenschaften
Geringer Informationsgehalt (Marken können leicht mit Testpunkten verwechselt werden.)
HINWEIS
Achten Sie darauf, daß sich im Suchfeld der Marken keine ähnlichen Strukturen befinden.
Geringer Platzbedarf im Layout
Sehr robust gegenüber unterschiedlichen Verzinnungsverfahren (z. B. Heißverzinnen).
Empfohlene Markenabmessungen
für Quadrat und Rechteck: Seitenlänge 1,2 mm - 2,2 mm
für den Kreis Durchmesser 1,2 mm - 2,2 mm
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Eigenschaften des Doppelkreuzes
Hoher Informationsgehalt
Erhöhter Platzbedarf im Layout
Empfindlichkeit in Bezug auf hohe Verzinnungen (vorteilhafter ist Kupfer blank)
Wird eine zu geringe Markenqualität zugelassen, besteht die Gefahr, daß vier falsche Po-
sitionen erkannt werden.
Eigenschaften des Einfachkreuzes
Informationsgehalt etwas geringer als beim Doppelkreuz
Geringerer Platzbedarf im Layout als beim Doppelkreuz
Unempfindlicher als das Doppelkreuz bei hohen Verzinnungen