00191368-01.pdf - 第205页
Betriebsanleitung HS-50 6 Visionfunktionen Software-Version 5.01 A usgabe 01/99 6.2 LP-Visionsystem 203 –D i c k e ( d ) Insbeso ndere bei Marken aus Zinn sol lten Sie darauf achte n, daß ei ne Wölbu ng von 1/1 0 der S t…

6 Visionfunktionen Betriebsanleitung HS-50
6.2 LP-Visionsystem Software-Version 5.01 Ausgabe 01/99
202
$ EPHVVXQJHQGHU0DUNHQ(LQIDFKXQG'RSSHONUHX]
/HJHQGH]X$EE
(1) Einfachkreuz
(2) Doppelkreuz
Die Mindestabmaße für eine Marke in Länge (l) und Breite (b) hängen von der Strichstärke (s)
und der Struktur der Marke ab.
– Länge (l) und Breite (b)
Für die gute Erkennbarkeit einer Marke sollten Länge und Breite mindestens 0,9 mm beim
Einfachkreuz und 1,8 mm beim Doppelkreuz betragen. Die Idealmaße betragen für das
Einfachkreuz 2,0 mm und für das Doppelkreuz 2,75 mm. Im Normalfall sind Länge und
Breite gleich.
– Strichstärke (s)
Die Strichstärke kann sich nach gängigen Strukturbreiten richten und wird zudem von der
Markenart abhängig sein. Achten Sie jedoch auf eine Mindeststrichstärke von 0,3 mm. Die
ideale Strichstärke liegt für beide Markentypen bei 0,5 mm.
– Strichabstand (a)
Der Strichabstand richtet sich ebenfalls nach der Markenart. Er sollte auf keinen Fall
0,5 mm unterschreiten. Beim Doppelkreuz beträgt der ideale Abstand 0,75 mm.
l=2,75 mml=2,0 mm
b=2,0 mm
s=0,5 mm s=0,5 mm
b=2,75 mm
a=0,75 mm
2
1

Betriebsanleitung HS-50 6 Visionfunktionen
Software-Version 5.01 Ausgabe 01/99 6.2 LP-Visionsystem
203
–Dicke (d)
Insbesondere bei Marken aus Zinn sollten Sie darauf achten, daß eine Wölbung von 1/10
der Strukturbreite nicht überschritten wird. Wird dieses Wölbungsmaß überschritten, kann
unter Umständen die Marke nicht gleichmäßig ausgeleuchtet werden. Die Folge sind un-
terschiedliches Reflexionsverhalten und Störreflexionen. Eine Erkennung der Marken ist
dann nicht mehr gewährleistet.
(PSIRKOHQH0DUNHQDEPHVVXQJHQ
%HZHUWXQJGHU0DUNHQIRUPHQ
Bei verzinnten Strukturen und hoher Dimensionsstabilität (geringe Ätzschwankungen) können
Vollkreis bzw. Vollquadrat als sehr günstige Markenformen angesehen werden (Verhältnis
Markendicke zu Vorbelotungsstärke groß!). Nimmt die Dimensionsstabilität ab, so ist der Voll-
kreis dem Quadrat vorzuziehen.
Für die Markenformen Einfach- und Doppelkreuz ist Kupfer blank vorteilhaft, sofern die Oxi-
dation noch nicht zu fortgeschritten ist.
± 2EHUIOlFKHGHU0DUNHQ
Achten Sie auf eine möglichst ebene, gering oxidierte Markenoberfläche. Vermeiden Sie
Benetzung der Marke mit Lötstopplack, da sich sonst der Kontrast gegenüber dem Unter-
grund verringert oder Störreflexionen auftreten können. Ähnliche Effekte entstehen auch
bei verzinnten Marken.
– .RQWUDVWGHU0DUNHQ
Wählen Sie für eine gute Markenerkennung einen starken Helligkeitskontrast zwischen
Marke und Basismaterial, d. h. helle Marken auf dunklem Basismaterial und umgekehrt.
Tragen Sie zum Beispiel auf Kupfer- oder Zinnuntergrund dunkle Marken auf. Bei Keramik-
substraten mit heller Oberfläche und ungünstigen Reflexionseigenschaften hilft oftmals,
dunkles Widerstandsmaterial unterzulegen, um das Kontrastverhalten zu verbessern.
– $Q]DKOGHU0DUNHQ
Bei der Verwendung von Keramiksubstraten und kleinen Leiterplatten genügt es in der Re-
gel, zwei Paßmarken aufzutragen. Bei größeren Leiterplatten empfiehlt es sich allerdings,
drei Marken zu definieren. Die einzelnen Marken können unterschiedliche Strukturen auf-
weisen. Sie vereinfachen aber die Erkennungsmethodik, wenn Sie für jede Marke dieselbe
Struktur verwenden.
0DUNHQW\S
(LQIDFKNUHX] 'RSSHONUHX]
Bereich Idealbereich Bereich Idealbereich
Länge (l) 0,9 mm (min) 2,0 mm 1,8 mm 2,75 mm
Breite (b) 0,9 mm (min 2,0 mm 1,8 mm 2,75 mm
Strichstärke (s) 0,3 - 1,4 mm 0,5 mm 0,3 - 0,75 mm 0,5 mm
Strichabstand (a) — — 0,5 mm (min) 0,75 mm
Dicke (d) < 1/10 der Strukturbreite < 1/10 der Strukturbreite

6 Visionfunktionen Betriebsanleitung HS-50
6.2 LP-Visionsystem Software-Version 5.01 Ausgabe 01/99
204
– Korrektur bei zwei Markenx-Lage
y-Lage
Verdrehung der Leiterplatte
– Korrektur bei drei Marken: Idealerweise liegen die Geraden durch je zwei Markenzen-
tren parallel zu x- und y-Achsex-Lage
y-Lage
Verdrehung der Leiterplatte
Scherung
Verzug der LP in x-Richtung
Verzug der LP in y-Richtung
HINWEIS
Sie dürfen auf keinen Fall 3 Marken so positionieren, daß sie auf einer Geraden liegen.
– $EVWDQGGHU0DUNHQ]XHLQDQGHU
Die Marken können Sie beliebig auf die Leiterplatte verteilen. Sinnvoll ist es, wenn die Ab-
stände der Marken an den beiden Achsen möglichst groß sind. Je weiter die Paßmarken
auseinander liegen, umso genauer sind die optische Lage- und Winkelbestimmung.