00197738-12_FeatureDescription_SIPLACE_Pro_R20-2_DE.pdf - 第239页

SIPLACE Pro 4.x bis 18.0 ( R20-2) / Funktionsbeschreibung Ausgabe 11/2020 239 Es wird auch unterstützt, d ass die Linie z.B. in zwei "The He rmes Standard"-Cluster aufgetei lt wird, wenn andere Geräte in der Li…

100%1 / 290
SIPLACE Pro 4.x bis 18.0 (R20-2) / Funktionsbeschreibung Ausgabe 11/2020
238
13 Funktionsbeschreibung SIPLACE Pro V15.x
13.1 Neue Funktionen (V15.0 – R17-2)
13.1.1 Neue Positionen der festen Wange
Einige Positionen der festen Wange auf den Bestückautomaten der SIPLACE TX-Serie stimmen
nicht überein mit den entsprechenden Positionen auf anderen SIPLACE Bestückautomaten (Serien
SX / X- / X S- / DX- / CA). Aus Kompatibilitätsgründen sind folgende Änderungen in SIPLACE Pro
gemacht worden:
– Auf den Bestückautomaten der SIPLACE TX-Serie sind die vorhandenen Positionen der festen
Wange 268.0 und 281.0 in 268.0 SMEMA und 281.0 SMEMA umbenannt worden.
– Auf den anderen SIPLACE Bestückautomaten sind die Positionen der festen Wange 268.0
SMEMA und 281.0 SMEMA zu den vorhandenen Positionen 268.0 und 281.0 hinzugefügt
worden. Die neuen Positionen sollten in Mischlinien mit Bestückautomaten der SIPLACE TX-
Serie verwendet werden.
13.1.2 Gleiche Taktzeiten für Linke und Rechte Transportspur Setzen
Das Verfahren, um den Bestückmodus "Borrow Performance" zwischen den Bestückbereichen
einzusetzen, ist verbessert worden. Es ist jetzt möglich, die gleiche Taktzeit für beide
Leiterplattenseiten zu erreichen, wenn die Oberseite und Unterseite einer Leiterplatte innerhalb von
einer Linie bestückt werden sollen.
Normalerweise ist dies der Fall, wenn die Anzahl Bestückungen auf der Oberseite und Unterseite
der Leiterplatte unterschiedlich sind. Eine Leiterplatte würde deutlich früher als die andere
Leiterplatte fertig sein. Diese neue Funktion ist hilfreich, um dieses Verhalten zu kompensieren.
Hierzu müssen beide Leiterplattenseiten in ein Los eingefügt werden und jede Leiterplattenseite
muss jeweils einer Seite in der Linie zugeordnet werden (links / rechts). Zusätzlich muss die Option
Gleiche Taktzeiten für linke und rechte Transportspur setzen im Los-Editor aktiviert werden.
Der Optimierer wird die asynchronen Bestückbereiche verwenden, um eine Art Gleichgewicht
zwischen den zwei Leiterplatten herzustellen. In der Ergebnisansicht werden die zwei Leiterplatten
des Loses zusammen angezeigt. Die Taktzeiten der beiden Leiterplattenseiten werden in
verschiedenen Farben dargestellt.
13.1.3 "The Hermes Standard" – Neues Kommunikationsprotokoll
"The Hermes Standard" ist ein neues Kommunikationsprotokoll für SMT-Bestücklinien, das
alternativ zur elektrischen SIPLACE SMEMA-Schnittstelle eingesetzt werden kann. Mit diesem
Protokoll können mehrere Informationen zusammen mit der Leiterplatte durch die Linie übertragen
werden, wie z.B. eindeutige Leiterplatten-IDs, Barcodes, Transportgeschwindigkeit, Länge / Breite /
Höhe der Leiterplatte. Diese ganze Information kann durch die komplette Linie ohne
Unterbrechung übertragen werden. Bisher war dies nur möglich innerhalb eines SIPLACE
SMEMA-Clusters. Wenn alle Geräte in der Linie das Protokoll "The Hermes Standard" unterstützt,
ist ein "Whispering-Down-the-Line" innerhalb des "The Hermes Standard"-Clusters wie innerhalb
des SIPLACE SMEMA-Clusters möglich.
"The Hermes Standard" kann auf allen Bestückautomaten verwendet werden, die von
Stationssoftware-Versionen ≥ 711 unterstützt sind. Siehe Stationssoftware-Versionsbeschreibung,
Artikelnummer [00198500-xx].
SIPLACE Pro 4.x bis 18.0 (R20-2) / Funktionsbeschreibung Ausgabe 11/2020
239
Es wird auch unterstützt, dass die Linie z.B. in zwei "The Hermes Standard"-Cluster aufgeteilt wird,
wenn andere Geräte in der Linie nicht das Protokoll "The Hermes Standard" unterstützt.
Eine Schaltfläche ist jeweils hinzugefügt worden zum Linien-Editor in SIPLACE Pro Desk, zu allen
Produktionslinien-Editoren (z.B. Rüstungs-Editor, Los-Editor, Auftrags-Editor) und zur grafischen
Linienansicht auf der Line Control GUI, mit welcher der Benutzer allgemeine Geräte in der
grafischen Linienansicht ausblenden oder anzeigen kann.
"The Hermes Standard" Verbindungskonfiguration ist zum Linien-Editor hinzugefügt worden, in
dem die Geräte konfiguriert sind (Drucker, allgemeine Geräte, Process-Lens-Geräte und
Bestückstationen).
Abbildung 13-1: "The Hermes Standard" Verbindungskonfiguration
Der Benutzer kann nur die "The Hermes Standard" Geräteverbindungen zum nächsten Gerät
konfigurieren. Die Konfiguration der Verbindung zum vorhergehenden Gerät wird schreibgeschützt
angezeigt, da diese Konfiguration im entsprechenden Editor des vorhergehenden Geräts
bearbeitet wird.
Über das Kontrollkästchen 'The Hermes Standard' verwenden wird festgelegt, ob die Verbindung
das Protokoll "The Hermes Standard" verwenden soll. Wenn nicht aktiviert, wird das Protokoll
SIPLACE SMEMA verwendet.
Auf der Line Control GUI kann die neue Linienansicht Ansicht 'The Hermes Standard'-
Verbindung ausgewählt werden. In dieser Ansicht kann der Benutzer die "The Hermes Standard"
Gerätekonfiguration überprüfen und herunterladen. Außerdem kann ein Bericht erstellt und
gedruckt werden.
Einschränkungen
– Keine Unterstützung für Stationen mit Shuttle.
– Keine Unterstützung für Geräte mit IPv6-Adressen.
13.1.4 Linienkonfiguration mit Inspektionssystemen und AOI-Geräten
Inspektionssysteme sind im Linien-Editor der Geräte der Linie - Strukturansicht hinzugefügt
worden. Hier kann der Benutzer Lotpastenprüfungsgeräte erstellen. Zurzeit wird nur ASM Process
Lens unterstützt. IP-Adresse, Host-Name und Softwareversion können bearbeitet werden.
Das allgemeine Linien-Gerät Benutzerdefiniert ist um zwei neue Attribute ergänzt worden:
Hersteller (Name des Geräteherstellers) und Betriebsmittel-ID (ID der Maschine /
Seriennummer).
Die vorhandenen allgemeinen Linien-Gerätetypen, die Nicht definiert und AOI beinhalten, sind um
folgenden neuen Typen erweitert worden:
AOXI, AXI, ClassificationArea, RepairArea, PlacementMachine, Printer, SPI, Oven.
SIPLACE Pro 4.x bis 18.0 (R20-2) / Funktionsbeschreibung Ausgabe 11/2020
240
13.1.5 Neue Aufsetzkraft – Sehr geringe Kraft in Bestück-, Abhol- und Dipp-
Prozessen
Der neue Status sehr geringe Kraft ist hinzugefügt worden in SIPLACE Pro.
In der Registerkarte Bearbeitung im Gehäuseform-Editor kann der Kraftstatus beim Bestücken,
Abholen und Dippen in einem Drop-Down-Menü eingestellt werden:
– Standard: die Standardkraft wird verwendet.
– Manuell: der Benutzer kann eigene Werte eintragen.
– Sehr gering: der Status sehr geringe Kraft wird aktiviert.
Der Status sehr geringe Kraft kann nur für die folgenden Bestückköpfe eingesetzt werden:
C&P20 M2, C&P20 P und (ab R18-1) C&P20 P2.
13.1.6 SEMO CRF80 – Neuer Gurtförderer
Der neue Gurtförderer SEMO CRF80 von der Firma SEMO wird von SIPLACE Pro unterstützt und
belegt sieben Spuren auf dem X-Tisch. Der Förderer wird direkt vom Hersteller vertrieben.
13.1.7 Externer Barcodeleser Mitten in der Linie
Externe Barcodeleser können jetzt vor jedem beliebigen Bestückautomaten in der Linie zusammen
mit dem Board Gate Keeper verwendet werden. Der Board Gate Keeper kann als vorhergehender
"Whisperer" einer beliebigen Station festgelegt werden, z.B. der dritten Station in der Linie.
Beispiel:
Die Linie besteht aus drei Bestückautomaten. Vor der Linie und zwischen der zweiten und
dritten Station steht ein Transport mit einem integrierten Barcodeleser. Diese Leser sollen für
Traceability-Zwecke verwendet und mit Traceability über den Board Gate Keeper verbunden
werden.
Wenn der Board Gate Keeper als vorhergehender "Whisperer" für sowohl die erste als auch die
dritte Station konfiguriert werden soll, muss Stationseinstellung verwenden im Rüstungs-Editor
für die Linie eingestellt werden.
Zusätzlich muss die Option Externer LP-Barcode in der jeweiligen Stationsrüstung der ersten und
dritten Station eingestellt werden, um festzulegen, dass die LP-Barcodes von extern gewhispert
werden (= vom Board Gate Keeper auf dem Linien-Computer). Nur externe Inkpunkte,
Einzelschaltungsmarken und (externe) virtuelle Inkpunkte können vom Board Gate Keeper an die
erste und dritte Station "gewhispert" werden.
Die Stationssoftware unterstützt nur einen vorhergehenden "Whisperer". Der Board Gate Keeper
ist dann nur der vorhergehende "Whisperer" von z.B. der dritten Station. Deswegen können
(interne) Inkpunkte und Einzelschaltungsmarken, die an der ersten Station gelesen werden, nicht
z.B. von der zweiten zur dritten Station "gewhispert" werden (über den vom Board Gate Keeper
übertragenen Barcode zur dritten Station). Die dritte Station muss alle (interne) Inkpunkte und
Einzelschaltungsmarken wieder einlesen.