SG_FSE_SiplaceHF_HF3_00193900-05_de.pdf - 第393页
1 - 5 S tudent Guide SIPLACE HF/HF3 Ausgabe 09/2005 9 Modularer T ransport 5 9.1.4 Abfrage der Leiterplatte nposition in den T ransp ort strecken Die Positionen der Leiterpl atten werden mittels Licht schranken (Sendermo…

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9 Modularer Transport Ausgabe 09/2005
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9.1.2 Klemmung
Die LP wird für das Bestücken hochgehoben und gegen den LP-Niederhalter (seitliche Füh-
rungsleiste) gedrückt. Beim Hochfahren des Hubtisches wird die LP über die an den Seitenwan-
gen befestigten Trägerbleche mit dem kompletten Transportantrieb angehoben und geklemmt.
Hierdurch bleibt die Bestückebene unabhängig von der Leiterplattendicke konstant, d.h. die
Bestückhöhe zur Leiterplatte bleibt unverändert.
Leiterplatten bis 450mm Länge werden in den jeweiligen Bestückfeldern geklemmt. Im Ein- und
Ausgabeband erfolgt keine Klemmung. Leiterplatten mit einer Länge über 450mm (bis 610mm)
liegen im geklemmten Zustand bis zu einer Länge von 450mm auf den Transportriemen auf und
werden nur im Bestückbereich durch den Hubtisch unterstützt.
9.1.3 Breitenverstellung
Die Breitenverstellung erfolgt motorisch über Programmvorgabe. Beim Doppeltransport sind
unterschiedliche Breiten für die beiden Transportspuren möglich. Die Breitenverstellung erfolgt
mittels Schrittmotor, so dass die Einstellung der neuen LP-Breite unabhängig von anderen
Maschinenkomponenten (z.B. Y-Portal) erfolgen kann. Der BERO auf der Seitenwange entfällt.
Die eingestellte Transportwange wird mit Hilfe einer Klemmeinheit an einem Stahlband fixiert.
Die Verstellung der LP-Breite erfolgt über drei Verstelleinheiten die unter dem Eingabeband, Zwi-
schenband bzw. Ausgabeband montiert sind.
– Die drei Verstelleinheiten werden durch Kugelrollspindeln und einen Zahnriemen vom Schritt-
motor synchron bewegt.
– Zum Verstellen der LP-Breite werden die drei Verstelleinheiten unter die zu verstellende Sei-
tenwange positioniert. Die exakte Position wird mit Hilfe eines BEROs an der jeweiligen Ver-
stelleinheit erkannt.
– Durch Ausfahren der pneumatisch betätigten Fixierstifte wird die Seitenwange mechanisch mit
der Verstelleinheit verbunden. Die Klemmung der Seitenwange (am Stahlband) wird gelöst.
– Nach dem Erreichen der neuen LP-Breite fahren die Fixierstifte der Verstelleinheiten wieder
ein. Die Seitenwange ist danach wieder geklemmt.
Beim Doppeltransport müssen die Breiten der Transportstrecken nacheinander (nur ein Antrieb
für beide Transportspuren) eingestellt werden. Maximale und minimale LP-Breite werden durch
Endschalter abgesichert. Bei Unparallelität der beiden Transportwangen einer Transportspur
wird diese während der Breitenverstellung automatisch korrigiert. Dazu werden die drei Verstel-
leinheiten unter die feste Transportwange gefahren und abhängig vom Mittelwert den Positionen
der drei Verstelleinheiten wird die bewegliche Transportwange eingestellt. Die Verstelleinheit, die
zuerst ihre Position unter der beweglichen Seitenwange erreicht, verriegelt diese, danach wird
weiter verfahren bis die zweite und dritte Verstelleinheit ihre Positionen erreichen und die Seiten-
wange ebenfalls verriegelt haben. Die Position der Transportwange ist jetzt erfaßt und mit der
Verstelleinheit verriegelt, und die richtige LP-Breite kann eingestellt werden.
Der flexible Doppeltransport kann auch als Einfachtransport verwendet werden, indem die
Spur 2 zusammengefahren wird (max. Leiterplattengröße 450 x 450 mm).

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9.1.4 Abfrage der Leiterplattenposition in den Transportstrecken
Die Positionen der Leiterplatten werden mittels Lichtschranken (Sendermodul und Empfänger-
modul) abgefragt. Der Sender ist unterhalb des Riemens auf der linken Seite, der Empfänger
oberhalb des Riemens auf der rechten Seite montiert.
Durch das Signal der Lichtschranken werden die Leiterplatten im Eingabeband, Zwischenband
und Ausgabeband gestoppt. Diese drei Lichtschranken lassen sich in vier verschiedenen Positi-
onen montieren, um auch "unregelmäßige" Leiterplatten (LP‘s mit Ausbrüchen) sicher zu erken-
nen. Die Lichtschranke im Bestückbereich kann in drei verschiedenen Positionen montiert
werden, um ein sicheres Positionieren der Leiterplatte zu gewährleisten.
Im Bestückbereich wird durch die Lichtschranke der Bremsvorgang über die Gleichstrommo-
toren ausgelöst, wobei ein konstantes Zeitintervall für die langsame Fahrt an die Laser-Licht-
schranke über die Software geregelt wird.
Erreicht die Leiterplatte den Bestückbereich, so wird die Leiterplatte von der Lichtschranke
erkannt und die Geschwindigkeit des Transportbands reduziert, ca.100ms später wird mit Hilfe
eines Laserstrahls die Vorderkante der langsam einfahrenden Leiterplatte erkannt, die Leiter-
platte gestoppt und von ihrer Unterseite her geklemmt.
9.1.5 LP stoppen
Die LP im Bestückbereich wird mit Hilfe einer Laser-Lichtschranke gestoppt. Erkennt die Licht-
schranke die Vorderkante der ankommenden LP, so wird die LP gestoppt. Bei dieser Methode
entfällt der entstehende Stoß, der beim bisherigen Anfahren der LP gegen den Stopper entstand.
Die Lagegenauigkeit der abgebremsten LP liegt bei +/-0,5 mm.
9.1.5.1 Option "Lange Leiterplatte"
Die "Lange Leiterplatte" wird bei dieser Option zweimal in jedem Bestückbereich geklemmt, so
dass die verschiedenen Bestückköpfe (C&P Kopf und Twin head) den gesamten Bereich der
Leiterplatte erreichen. Die Hardware ist an der festen Transportwange befestigt.
- ein mechanischer Stopper
- ein programmierbarer Ultraschallsensor
Die Hardware wird an der festen Transportwange im Mittenband und am Ausgabeband installiert.
Die Programmierung des Ultraschallsensors erfolgt mit einer LP, die über den Ultraschallsensor
gelegt wird und der programmierschalter für 3 Sekunden betätigt wird.
Die Standardlichtschranken und der Laser bleiben bei dieser Option aktiv.
9.1.5.2 Option "LP Ausrichtung"
Die Option "LP-Ausrichtung" ist für Leiterplatten mit ungünstigen Längen- und Breitenverhältnis-
sen und/oder Ausschnitten an der LP- Vorderkante. Die mechanischen Stifte sind an der beweg-
lichen Transportwange und am Hubtisch befestigt. Mit einem Jumper auf dem Transportinterface
wird die Option gesetzt. Mit der ersten Leiterplatte wird die Klemmhöhe gelernt, so dass die Stifte
die Höhe der Leiterplatte erreichen. Der Laser erkennt die Leiterplatte und stoppt sie nach einer
definierten Zeit. Der Freiraum unter der Leiterplatte reduziert sich auf 25mm.

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9.1.6 Hubtisch
Es kommen in jedem Bestückbereich je nach Ausführung (Einfach-/Doppeltransport) ein oder
zwei voneinander unabhängige Hubtische zum Einsatz. Der Hubtischantrieb erfolgt indirekt über
einen durch ein 5/3-Wegeventil angesteuerten Pneumatikzylinder. Unterschiedliche LP-Dicken
werden automatisch ausgeglichen. Die Führung in Z-Richtung erfolgt an vier Punkten der Hub-
tischplatte. Über ein Wegmeßsystem wird der Hubweg ermittelt.
Die obere Position des Hubtisches wird durch das Wegmesssystem Gabellichtschranken (Spur
A und B) und einem Piezo-Kraftsensor (Klemmsensor, nur bis ca. Ma.Nr. xx im Einsatz) erkannt
(nicht bei HF3). Die obere Position des Hubtisch und damit die korrekte Klemmung der Leiter-
platte wird im Strommodus über die Transportmotoren überprüft. Die untere Position des Hubti-
sches wird durch das Wegmesssystem und einen Endlagenbero am Pneumatikzylinder erkannt.
Der Standardfreiraum unter der LP beträgt 40mm.
Wenn Sie einen Doppeltransport als Einfachtransport umkonfigurieren, müssen die beiden Hub-
tische im Bestückbereich mechanisch miteinander gekoppelt werden.
Hinweis:
Die bisher verwendeten roten, 74mm hohen LP-Unterstützungen für S20, F4, S25HM, S27HM,
F5HM, HS50,HS50+ können nicht an der HS60 ,HF und X Maschine verwendet werden.
Für die HS60, HF und X Maschine müssen die schwarzen 94mm hohen LP-Unterstützungen be-
nutzt werden.
9.1.7 Funktionen der Firmware
– Transportieren, Klemmen, Zwischenpuffern der Leiterplatten,Positionieren der Leiterplatte mit
Hilfe einer Laser-Lichtschranke, mechanischer Stopper für lange Leiterplatten als Option
– Einzelfunktionen zum Ansteuern des Transports
– Verstellung der Transportbreite
– Ansteuern der Ein-/Ausgänge (mit Hilfe des Sitest)
– Download der Firmware über SITEST
– Einstellen der Transportparameter (Bandgeschwindigkeit) im Sitest
– Synchroner Transportmodus
9.1.8 Transportsteuerung TSP 301 unterstützt folgende Optionen
– Linke Wange fest, (Standard: Rechte Wange fest)
– Option "Lange Leiterplatte“
– Option "Leiterplatten Ausrichtung"
– Keramikzentrierung,
– Vakuum-Tooling
– LP-Barcode
– Schnittstelle SMEMA, Option Siemens