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Betriebsanleitung SIPLACE SX1/ SX2 Edition V2 und V3 2 Betriebssi cherheit Ab Softwareversion SR.713.1 Ausgabe 12/2020 2.9 Verriegeln und An bringen von Warnschildern 99  Alternativ: Anbringen von W arnschildern Ist es …

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2 Betriebssicherheit Betriebsanleitung SIPLACE SX1/SX2 Edition V2 und V3
2.9 Verriegeln und Anbringen von Warnschildern Ab Softwareversion SR.713.1 Ausgabe 12/2020
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2.9 Verriegeln und Anbringen von Warnschildern
2.9.1 Aufgabe und Zweck
Bevor Sie an den Bestückautomaten Instandhaltungs- oder Servicearbeiten in irgendeiner Form
ausführen, müssen Sie diesen gegen Wiedereinschalten sichern und dazu entsprechende Warn-
schilder anbringen. Wenn Sie sich an die nachstehend beschriebene Vorgehensweise halten, ist
eine Verletzungsgefahr hinsichtlich elektrischem Schlag und unerwarteten Bewegungen ausge-
schlossen.
2
2.9.2 Beschreibung
Halten Sie sich immer an die nachstehend beschriebene Vorgehensweise, wenn Sie die Energie
im Bestückautomaten freischalten, regeln oder freisetzen wollen.
Unterrichten Sie darüber alle betroffenen Mitarbeiter.
Schalten Sie den Bestückautomaten bzw. alle Zusatzgeräte ab. Führen Sie dazu die norma-
len Abschaltverfahren durch:
Drücken Sie den STOPP-Taster.
Fahren Sie den Steuerrechner herunter.
Schalten Sie den Bestückautomaten am Hauptschalter aus.
Trennen Sie den Bestückautomaten von all seinen Energiequellen:
Unterbrechen Sie die Druckluftzuführung.
Unterbrechen Sie die Netzversorgung.
Verriegeln Sie die Anlagen.
Bringen Sie überall ein Schloss an, wo dies möglich ist (z.B. am Hauptschalter).
HINWEIS
Mindestanforderungen
Dieses Verfahren beinhaltet die Mindestanforderungen, die zum Verriegeln bzw. Anbrin-
gen von Warnschildern am Bestückautomaten bei Instandhaltungs- und Servicearbeiten
gestellt werden. Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen, die nötig sind, um die Arbeit sicher
zu beenden, können von der Arbeitssicherheit, dem Sicherheitsbeauftragten, dem Si-
cherheitskommittee und der Gesundheitsabteilung spezifiziert werden.
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Alternativ: Anbringen von Warnschildern
Ist es möglich, den Bestückautomaten mit einem Schloss zu verriegeln, so muss dies durch-
geführt werden. Es gibt allerdings Situationen, bei denen zum Freischalten der Energie kein
Schloss angebracht werden kann. In diesen Fällen müssen Warnschilder an den freigeschal-
teten Bestückautomaten angebracht werden, welche die Mitarbeiter davon unterrichten, dass
der Bestückautomat zu Servicezwecken freigeschaltet worden ist. Das Schild muss sicher
befestigt werden, es muss von allen Seiten einsehbar sein und darf nur von demjenigen ent-
fernt werden, der es angebracht hat.
2
Freisetzen gespeicherter Energie
Gespeicherte Energien in der Druckluftversorgung und elektrische Energien in Elektrolytkon-
densatoren müssen durch geeignete Maßnahmen freigesetzt sein.
2
Warten Sie dazu nach dem Abschalten des Bestückautomaten die angegebenen Ent-
lade- bzw. Druckabbauzeiten ab (siehe Abschnitte 2.7
, Seite 92, und 2.8, Seite 96), um
am Bestückautomaten gefahrlos arbeiten zu können.
Überprüfen der Verriegelung.
Testen Sie die Verriegelung des Bestückautomaten, indem Sie einfach den Start-Taster drü-
cken.
Folgende Schritte sind nötig, um den Bestückautomaten wieder betriebsbereit zu machen:
Überprüfen Sie den Arbeitsbereich. Sorgen Sie dafür, dass das autorisierte Personal
sämtliches Werkzeug entfernt und alle Sicherheitseinrichtungen wieder in Kraft setzt.
Unterrichten Sie alle betroffenen Mitarbeiter
Informieren Sie alle Arbeiter in dem betreffenden Bereich, dass der Bestückautomat wie-
der in Betrieb genommen wird, ehe Sie auch nur eines der Schlösser bzw. Warnschilder
entfernen.
Entfernen der Schlösser/Warnschilder
Jeder dazu autorisierte Mitarbeiter muss sein eigenes Schloss entfernen und unter Ver-
schluss nehmen.
Schalten Sie den Bestückautomaten ein und lassen Sie während des Betriebs autorisier-
tes Personal überprüfen, ob die Reparaturen ordnungsgemäß durchgeführt worden sind.
2.9.3 Testen
Servicepersonal darf die Schaltungen testen, indem es diese kurzzeitig aktiviert, ohne das Verrie-
gelungsverfahren aufzuheben. Dies allerdings nur, wenn keine weiteren Personen mehr Arbeiten
an der zu testenden Baugruppe ausführen.
Es ist außerordentlich wichtig, dass alle weiteren Starttaster mit dem Warnschild "Nicht in Betrieb
nehmen" gekennzeichnet sind, um so ein unbeabsichtigtes Starten der Anlage in dieser Zeit zu
verhindern.
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2.9.4 Verantwortung und Pflichten
Es gehört zu den Aufgaben und Pflichten des Instandhaltungs- und Servicepersonals sicher-
zustellen, dass dieses Verfahren eingehalten wird.
Es gehört zu den Aufgaben und Pflichten des unmittelbar Vorgesetzten des Instandhaltungs-
und Servicepersonals, diesen Personenkreis in dieses Verfahren einzuweisen.
Es gehört zu den Aufgaben und Pflichten des Sicherheitsbeauftragten, das Verfahren zum
Verriegeln und Kennzeichnen der Verriegelung der Bestückautomaten zu regeln.
2.9.5 Schulung
Die Sicherheitsregeln legen fest, dass jeder Mitarbeiter geschult werden muss, nicht jeder
Mitarbeiter aber der gleichen Gefahrenklasse ausgesetzt ist. Deshalb sind umfangreiche
Schulungsmaßnahmen nicht für jeden einzelnen erforderlich.
Um festzulegen, wie viel Schulung ein Mitarbeiter benötigt, werden die Mitarbeiter in drei Ka-
tegorien mit eigenem Schulungsniveau unterteilt:
Autorisierte Mitarbeiter.
Diese Personen installieren die Schlösser und Warnschilder und führen auch die In-
standhaltungs- und Servicearbeiten durch. Sie müssen deshalb am meisten über Ener-
gieregelung wissen. Zunächst müssen sie alle Energiequellen erkennen und messen
können. Autorisierte Mitarbeiter müssen auch in der Lage sein, Energiequellen zu fin-
den, die nicht auf den ersten Blick als solche zu erkennen sind, wie auf den Gebieten der
Elektrik, Mechanik, Hydraulik, Pneumatik, Chemie, Thermik und Gravitation. Sobald
diese Mitarbeiter all diese Energiequellen erkennen können, müssen sie geschult wer-
den, die Energie freizuschalten, zu regeln und gefahrlos freizusetzen.
Betroffene Mitarbeiter
Dabei handelt es sich um Mitarbeiter, die jene Bestückautomaten oder Baugruppen be-
dienen, die deaktiviert werden sollen. Dazu zählen auch Mitarbeiter, die in einem Bereich
arbeiten, dessen Anlagen verriegelt werden müssen bzw. diese Verriegelung gekenn-
zeichnet werden muss. Diesen Mitarbeitern muss das Wesen des Energieregelungspro-
grams klar gemacht werden. Sie müssen wissen, warum dieses Verriegelungs-/
Kennzeichnungsverfahren so wichtig ist, wie die Schlösser und Warnschilder aussehen
und warum sie diese nicht entfernen dürfen.
Alle anderen Personen
Wie der Name schon sagt fallen darunter all jene Mitarbeiter, die nicht autorisiert bzw.
die nicht von diesem Verfahren betroffen sind. Dazu gehören Büropersonal, Manager
und höheres Management. Auch wenn dieser Personenkreis keinen direkten Bezug zu
den Anlagen hat, die verriegelt werden müssen bzw. deren Verriegelung gekennzeichnet
werden muss, ist ein gewisses Maß an Schulung angebracht.