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1 Einleitung
Diese Anleitung gibt Ihnen einen Überblick über die Funktionen des ASM Material Manager. Hier finden
Sie alle wichtigen Informationen, die Sie zum Arbeiten mit dem Material Manager betigen.
1.1 Kurzbeschreibung
Mit dem ASM Material Manager verwalten Sie SMT-Materialien in Form von Gebinden und über mehrere
Lagerorte hinweg. Der Material Manager verfügt über Schnittstellen zu Modulen der SIPLACE Software
Suite, wie z.B. ASM Setup Center oder SIPLACE Pro, als auch zu den ngigen ERP-Systemen und
ergänzt diese um weitreichende Funktionen für eine SMT-spezifische Materiallogistik.
Sie Bedienen den Material Managers über eine WEB-Applikation, ergänzt durch PDAs mit eingebautem
Barcodescanner für die Verfahren im Lager vor Ort.
Die beiden zentralen Konfigurationselemente des Material Managers sind die Stammdaten und das OIB
erstellte Fabriklayout.
Das Fabriklayout bearbeiten Sie über das ASM Studio im OIB-Modul FactoryExplorer. Hier bilden Sie die
verschiedenen Wareneingangs-, Lager-, Vorrüst- und Produktionsbereiche Ihrer Fabrik nach und
konfigurieren diese. Je sorgfältiger Sie Ihre Fabrik nachbilden, desto mehr hilft Ihnen der Material
Manager dabei, genau zu lokalisieren, an welchem Ort sich welche Materialien in welchen Mengen
befinden.
In den Stammdaten werden die vom Material Manager zu verwaltenden Materialen definiert und ihre
Attribute festgelegt, z.B. Materialnummer, Beschreibung, Typ, MSD Level, von welchen Herstellern
bzw. Lieferanten dieses Material bezogen wird. Um Materialien im Material Manager bekannt zu
machen, erfassen Sie diese zunächst im Wareneingang, um diese anschließend in einen Lagerplatz
einzulagern. Um die Gebinde eindeutig identifizieren zu können, erzeugt der Material Manager Etiketten
mit individuellen Barcodes, die auf die Gebinde aufgeklebt werden. Durch das Protokollieren jedes
einzelnen Ein- und Umlagerns der Materialien ist dem Material Manager stets bekannt, welches Material
sich in welchen Mengen an welchem Ort befindet.
Mit Hilfe des Material Managers kann Materialbedarf zielgerichtet und sungsorientiert ermittelt und
zeitnah bereit gestellt werden. Hierzu können anhand von SIPLACE Pro-Rüstlisten, -Produktionsplänen
oder -Aufträgen Materialbedarfslisten erzeugt und im Material Manager abgearbeitet werden.
Explizite / Implizite Buchungen
Im Material Manager befindet sich jedes Gebinde immer an genau einem Ort in dem Fabrikaufbau, in
dem Sie Ihren Betrieb realitätsnah nachgebildet haben. Die Buchung eines Gebindes an einen anderen
Ort kann entweder explizit erfolgen, z.B. im Lager mit einem PDA durch das Scannen von Gebinde-
Barcodes oder implizit durch die im Material Manager implementierte Logik. Zum Beispiel werden beim
Abrüsten einer Maschine die Materialien automatisch auf einen bestimmten im Material Manager dafür
definierten Lagerplatz einer Storage Zone gebucht.
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Prozessübersicht
Bild 2 - 1: Prozessübersicht
Incoming (Warenannahme)
l Identifizieren und Erzeugen von Gebinden mit anschließendem Drucken der Etiketten.
l Weiterleiten der Materialinformationen ans ASM Setup Center.
Storage (Lagerverwaltung)
l Lagerverwaltung für SMT-Material basierend auf Gebinden.
l Unterstützung von diversen Lagersystemen (Kardex, Royonic,SMD Tower) oder manueller
Lager.
l Einfaches Auffinden von Materialien durch komfortable Material-Suche.
l MSD-Handling mit Kontrolle der MSD-Offenzeit und Sperren des Materials bzw. der Spur, wenn
die Offenzeit überschritten ist (ASM Setup Center).
Pre Setup Area (Vorrüstplatz)
l Aufrüsten von Materialien auf dem BE-Tisch anhand von SIPLACE Pro Rüstlisten oder
Produktionsplänen mit Hilfe von Setup Center.
l Optimierter Materialnachbezug.
Production
l Verbrauchte Bauteilmengen für jedes Gebinde protokollieren und zuckmelden.
l Materialbedarfslisten für den zeitnahen Nachbezug von Materialien erstellen.
B2MML-Schnittstelle
l Unterstützen der Online-Inventur durch permanente Rückmeldung der aktuellen Bestände.
l Importieren von Gebindedaten z.B. aus ERP.
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1.2 Voraussetzungen
Die Systemvoraussetzungen für die Installation des Material Managers sind in der Installationsanleitung
beschrieben.
Da es sich beim Material Managers (Client) um eine Web-Applikation handelt, kann diese von jeden PC
innerhalb Ihres Netzwerks aufgerufen werden.
Zur Anzeige des Material Managers betigen Sie einen Internet Explorer ab Version 8.
Drucken von Barcode-Etiketten
Hinweis
Code 39 bzw. 3of9
Zum Drucken von Barcode-Etiketten verwendet der Material Manager Code39, auch bekannt
unter 3of9. Diese Kodierung enthält einen alphanumerischen Zeichensatz (Großbuchstaben
und Ziffern) sowie die 6 Sonderzeichen -.$/+% und ein Leerzeichen.
Andere Sonderzeichen und Umlaute sind in dieser Kodierung nicht enthalten und deshalb
zum Verwenden auf Barcode-Etiketten ausgeschlossen.
1.3 Darstellungsmittel
Typografische Darstellungsmittel
diese Schrift kennzeichnet Bedien- und Oberflächenelemente der Software
diese Schrift kennzeichnet die Titel einzelner Bereiche der Bedienoberfche
kennzeichnet Arbeitsschritte
1., 2., 3., ... kennzeichnet Arbeitsschritte, die in angegebener Reihenfolge auszuführen sind
Konvention zur Verwendung von Gefahrensymbolen
Hinweis
Ein Hinweis im Sinne dieser Betriebsanleitung ist eine wichtige Information über das Produkt
oder den jeweiligen Teil der Bedienungsanleitung, auf die besonders aufmerksam gemacht
werden soll.
Vorsicht
Vorsicht im Sinne dieser Betriebsanleitung bedeutet, dass ein Sachschaden eintreten kann,
wenn die Vorsichtshinweise nicht beachtet werden.