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2.12.2 Material mit dem PDA zum Trocknen einlagern
Um die Haltbarkeit eines Gebindes zu verlängern ist es möglich, dem Gebinde in einen speziell dafür
geeignetem Trockenofen nach einem streng definierten Prozess die Feuchtigkeit teilweise oder
vollständig zu entziehen.
Wenn der Trockenvorgang vollständig abgeschlossen ist, können Sie die MSD-Offenzeit eines
Gebindes mit begrenzter Haltbarkeit auf einen definierten Wert zurücksetzen.
Hinweis
Sollte das Gebinde innerhalb des Trockenvorgangs aus dem Trockenofen entnommen und
an einer anderen Stelle gescannt werden, ohne dass zuvor der Trockenprozess beendet
wurde, wird von der MSD-Zeit des Gebindes die MSD Strafzeit abgezogen und die MSD
Restlaufzeit wird wieder gestartet. Die Anzahl der verbleibenden Trocknungen wird nicht
wieder erhöht.
Um ein Gebinde in einen Trockenofen einzulagern gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Wechseln Sie am PDA in den Dialog Manuelles Einlagern.
2. Wählen Sie unter Lager der Lagerort , in den Sie das Gebinde einlagern wollen.
Dieser Lagerort muss im OIB als Storage Unit vom Typ Baking definiert sein.
3. Scannen Sie die den Barcode des Gebindes oder geben Sie die Gebindenummer über die Tastatur
ein.
Sollte die Anzahl an verbleibenden Trocknungen für das Gebinde/ ein Teil der Gebindekette auf 0
stehen, wird eine eine Warnung und eine Nachfrage angezeigt, ob das Gebinde trotzdem eingelagert
werden soll.
Wenn Sie das Einlagern bestätigt, wird der Ofen wie ein Trockenschrank verwendet.
Für das Gebinde wird der Zeitpunkt ermittelt, bis zu dem es getrocknet werden soll, um wieder die
maximale MSD Laufzeit zu haben.
Zum Ermitteln des Zeitpunkts werden die folgenden Kriterien berücksichtigt:
l die Temperatur des Ofens
l die Dicke des Materials
l die Angabe, ob es sich bei dem Gebinde um BGA-Bauelemente größer 17mm x 17mm handelt
l das MSD Levels des Materials
l die Zeitspanne, wie lang die MSD Zeit des Gebindes bereits abgelaufen ist
Sollte der Ergebnis dieser Ermittlung sein, dass ein Trocknen des Gebindes nicht zulässig ist, wird
eine Fehlermeldung auf dem PDA angezeigt, dass das Gebinde nicht im Trockenofen eingelagert
werden.
Der Einlagervorgang muss in diesem Fall abgebrochen werden.
4. Scannen Sie die den Barcode des Lagerfachs oder geben Sie die Lagerfachnummer über die
Tastatur ein.
Das Gebinde wird in das Lagerfach eingebucht.
5. Legen Sie das Gebinde in das Lagerfach.

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2.12.3 Getrocknetes Material mit dem PDA auslagern
Hinweis
Voraussetzung
Die Bestätigung des Trockenvorgangs ist nur möglich, wenn das Gebinde zuvor in einer
Storage Unit vom Typ Backing (Trockenofen) eingebucht wurde.
Wenn der Trockenvorgang für das Gebinde vollständig abgeschlossen ist, können Sie die
MSD-Offenzeit des Gebindes auf einen definierten Wert zurückzusetzen.
Die zum jeweiligen MSD-Level verwendeten Zeiten zum Reduzieren der MSD-Offenzeiten
können Sie im Dialog Materialklasse bearbeiten / neu anlegen (Details) auf Seite 211
definieren bzw. anpassen.
Um ein Gebinde aus einem Trockenofen auszulagern gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Wechseln Sie vom Hauptmenü des PDAs in den Ordner MSD.
2. Starten Sie dort den Dialog MSD-Trocknung.
3. Entnehmen Sie das Gebinde aus dem Trockenschrank.
4. Scannen Sie den Barcode des Gebindes oder geben Sie die Nummer des Gebindes ein.
Die MSD-Offenzeit des Gebindes wird passend zum MSD-Level auf den in den Materialklassen (siehe
Materialklasse bearbeiten / neu anlegen (Details) auf Seite 211) definierten Wert reduziert.

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2.13 Inventur
2.13.1 Permanentinventur
Bei einer Permanentinventur wird einmal im Jahr der aktuelle Bestand einzelner oder mehrerer
Materialien ermittelt. Zum Identifizieren dient dabei die jeweilige Materialnummer des Materials. Im laufe
eines Jahres müssen dabei alle im Betrieb verwendeten Materialien einmal gezählt worden sein.
Hinweis
Voraussetzungen
Um die Permanentinventur durchführen, zu können sind folgende Voraussetzungen
zwingend erforderlich:
l Alle Rollen müssen abgerüstet sein und sich zum Zeitpunkt der Inventur in den
entsprechenden Lagerplätzen befinden.
l Vor Beginn der Inventur müssen alle Datenabgleiche zwischen dem Setup Center, dem
OIB und dem Material Manager sauber abgeschlossen sein.
Permanentinventur starten
1. Wechseln Sie im Material Manager unter Inventur in den Dialog Permanentinventur starten.
2. Wählen Sie die Materialdefinitionen, für die eine Permanentinventur gestartet werden soll.
3. Wählen Sie den Drucker, auf dem die Permanentinventur ausgedruckt werden soll.
4. Klicken Sie auf Permanentinventur starten.
Das System setzt das aktuelle Datum in den ausgewählten Materialdefinitionen als Inventurdatum ein.
Anschließend sucht das System nach allen Gebinden, die zu den ausgewählten Materialdefinitionen
gehören, und sperrt diese für die Inventur. Eine Liste der betroffenen Gebinden wird auf dem
eingestellten Drucker ausgedruckt.
In diese Liste sollen während der Inventur die gezählten Mengen der Gebinde eingetragen werden. Wenn
dies erledigt ist, müssen die Ergebnisse der Inventur mit dem Dialog Permanentinventur ausführen in
das System eingegeben werden.
Daten erfassen
Die erstelle Inventurliste muss nun sequenziell abgearbeitet werden.
1. Gehen Sie anhand der Liste durchs Lager und suchen Sie in allen aufgelisteten Lagerfächern nach
den Gebinden, die überprüft werden sollen.
2. Tragen die jeweils ermittelte Anzahl Bauelemente je Gebinde in die Inventurliste ein.
3. Setzen Sie diesen Vorgang fort, bis Sie die Inventurliste vollständig abgearbeitet haben.
Permanentinventur ausführen
Wenn Sie alle Daten für die Inventurliste erfasst haben, tragen Sie diese in das System ein.
Um erfassten Daten in den Material Manager zu übertragen gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Wechseln Sie im Material Manager unter Inventur in den Dialog Permanentinventur ausführen.
2. Markieren Sie die Permanentinventur, die Sie ausführen wollen, in der Tabelle.
3. Klicken Sie auf Permanentinventur ausführen.