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Ist der Bedarf selbst mit dem Material an der Linie nicht erfüllbar, wird die entsprechende Zeile in der
Tabelle rot hinterlegt.
Wird eine Teilmenge des Materials, welches sich an der Linie befindet, zwingend benötigt, wird die
entsprechende Zeile in der Tabelle gelb hinterlegt, da die Bestandswerte an der Linie - wie oben
beschrieben - bereits veraltet sein können.
Die Materialprognose kann mit Klicken auf Drucken ausgedruckt werden. Ist die Option Nur Fehlteile
drucken aktiviert, werden nur die fehlenden Materialien gedruckt, ansonsten die gesamte
Materialprognose.
Sofern ein externes Lager an den Material Manager angebunden ist, kann über die Schaltflächen
Nachbestellen von Fehlteilen bzw. Nachbestellen von Fehlteilen ohne Berücksichtigung der
Linie der Fehlbedarf von diesem externen Lager bestellt werden.
Nachbestellen von Fehlteilen
Beim Ermitteln des Fehlbestands zum Nachbestellen der Fehlteile werden alle Bauelemente
berücksichtigt, die sich im Linienlager und an der Linie befinden.
Verwenden Sie diese Schaltfläche, wenn Sie sicher sind, dass sich der Bestand an der Linie bis zum
Anliefern der Fehlteile nicht oder nur minimal verändert, z.B. weil die Produktion erst zu einem
späteren Zeitpunkt nach Anlieferung der Fehlteile beginnt und der Bestand bis dahin mit Sicherheit
unvendert bleiben wird.
Nachbestellen von Fehlteilen ohne Berücksichtigung der Linie
Beim Ermitteln des Fehlbestands zum Nachbestellen der Fehlteile werden nur die Bauelemente
berücksichtigt, die sich im Linienlager befinden. Der Bestand an der Linie wird ignoriert.
Verwenden Sie diese Schaltfläche, wenn Sie nicht sicher sind, ob sich der Bestand an der Linie bis
zum Anliefern der Fehlteile verändert, z.B. weil Sie nicht wissen, ob die vorhandenen Bauelemente
für eine andere Produktion verwendet werden.
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2.11 Material Manager an der Line
An der Linie muss der Bediener keine Material Manager spezifischen Aktionen durchführen. Die
relevanten Informationen erhält der Material Manager automatisch von ASM Setup Center.
Material rüsten bzw. anspleißen
Durch das Scannen der Barcodes erkennt Setup Center, wenn eine neue Rolle bzw. ein vorgerüstetes
Zuführmodul an die Linie kommt. Setup Center sendet eine entsprechende Nachricht an den Material
Manager, der daraufhin die Rolle an die Linie bucht.
Abrüsten
Jeder Produktionslinie ist in der Regel ein Storage Zone zugeordnet, von der die für die Produktion
benötigten Materialien zugeliefert werden. Jede Storage Zone enthält wiederum eine Storage Unit vom
Typ PickingPlace. Der PickingPlace ist ein temporäres Unterlager, auf das Materialien automatisch
gebucht werden, wenn sich diese im "Dazwischen" befinden, z.B. wenn sie auf einem Wagen oder in
einer Kiste von einem Lager zur Linie oder von der Linie wieder zurück ins Lager transportiert werden.
Beim Abrüsten einer Maschine werden alle übrig gebliebenen Materialien auf die für die Produktionslinie
als Zulieferlager eingestellte Storage Zone gebucht und zurückgeliefert, genauer gesagt auf die in dieser
Storage Zone als PickingPlace fungierende Storage Unit.
Nachbestellen
Wenn Sie feststellen, dass Sie neues Material benötigen, können Sie dieses über den PDA
nachbestellen.
1. Wählen Sie am PDA den Dialog Materialanforderung.
2. Wählen Sie unter Platz die Produktionslinie, für die Sie Material anfordern wollen.
3. Scannen Sie die Materialnummer bzw. die Gebindenummer des gewünschten Materials oder das
Spurlinieal der gerüsteten Rolle, für die Sie Nachschub benötigen, oder geben Sie diese über die
Tastatur ein.
Wenn Sie die Gebindenummer eingescannt haben, wird automatisch die dazu passende
Materialnummer ermittelt und am PDA angezeigt.
4. Dcken Sie auf Liste abschließen und abarbeiten.
Der Material Manager erzeugt eine Materialbedarfsliste, die, wie unter Abschnitt Material auslagern auf
Seite 62 beschrieben, abgearbeitet werden kann.
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2.12 MSD-Handling
MSD-Verwaltung
SMD-Bauelemente reagieren unterschiedlich auf Feuchtigkeit, die sich in der Raumluft befindet. Bei
einigen Bauelementen sammelt sich im Laufe der Zeit Feuchtigkeit im Inneren, die dann beim ten
schlagartig verdampft. Dies kann dazu führen, dass Bauelemente platzen und unbrauchbar werden.
Aus diesem Grund machen Hersteller von SMD-Bauelemente genaue Angaben, unter welchen
Bedingungen die verschiedenen Bauelemente zu lagern und wie sie zu verarbeiten sind.
Der am ufigsten verwendete und im Material Manager implementierte Standard zum Klassifizieren der
Anfälligkeiten von SMD-Bauelementen ist J-STD-020 und wurde von der JEDEC veröffentlicht. Im
Material Manager wird dieser Standard unter der Bezeichnung MSD Level geführt.
Nach dem Öffnen der luftdichten Verpackung ist ein Material mit begrenzter Haltbarkeit (MSD Level > 1)
nur entsprechend dem vom Hersteller angegebenen MSD Level für die Produktion geeignet. Aus diesem
Grund wird dieser Zeitpunkt Material Manager genau protokolliert.
Der Material Manager führt für jedes MSD-Gebinde die Zeit mit, die das Gebinde noch verarbeitet werden
kann. Der Zeitraum, in dem ein Gebinde verbarbeitet werden kann, ergibt sich aus dem Zeitpunkt, zu
dem das Gebinde der Umgebungsfeuchte ausgesetzt wurde, und dem MSD Level.
l Starten Sie die MSD-Offenzeit, wenn Sie die luftdichte Verpackung eines Gebindes mit begrenzter
Haltbarbeit öffnen oder wenn Sie das Gebinde aus einem speziellen Trockenlagerplatz (z.B.
Stickstofflagerplatz) entnehmen.
l Stoppen (unterbrechen) Sie die MSD-Offenzeit, wenn Sie das Gebinde mit begrenzter Haltbarbeit in
einen speziellen Trockenlagerplatz (z.B. Stickstofflagerplatz) einlagern.
l Sie können die MSD-Offenzeit eines Gebindes mit begrenzter Haltbarbeit unter bestimmten
Voraussetzungen zurücksetzen. Das Öffnungsdatum wird aus der Datenbank entfernt, das Gebinde
wird behandelt, als wäre die Verpackung noch nicht geöffnet worden.
Das Zurücksetzen der MSD-Offenzeit wird zur Fehlerkorrektur verwendet, z.B. bei Verwechslungen,
wenn versehentlich die MSD-Offenzeit eines falschen Gebindes gestartet wurde.
Weitere Informationen zum Starten und Stoppen der MSD-Offenzeit finden Sie in der Beschreibung zum
DialogMSD-Verwaltung auf Seite 164.
Der Material Manager verhindert nicht, dass Gebinde ausgelagert werden, deren MSD-Offenzeit bereits
abgelaufen ist. Der Bediener bekommt am PDA allerdings einen Hinweis, wenn die Restlaufzeit eines
Gebindes unterhalb eines konfigurierbaren Schwellwerts liegt.
MSD-Trocknung
Hinweis
Voraussetzung
Die Bestätigung des Trockenvorgangs ist nur glich, wenn das Gebinde zuvor in einer
Storage Unit vom Typ Backing (Trockenofen) eingebucht wurde.
Nach dem Öffnen der luftdichten Verpackung oder der Entnahme eines Gebindes aus einem
Trockenlagerplatz ist ein Material mit begrenzter Haltbarkeit (MSD Level > 1) nur entsprechend dem vom
Hersteller angegebenen MSD Level für die Produktion geeignet.