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2.12.3 Getrocknetes Material mit dem PDA auslagern
Hinweis
Voraussetzung
Die Bestätigung des Trockenvorgangs ist nur möglich, wenn das Gebinde zuvor in einer
Storage Unit vom Typ Backing (Trockenofen) eingebucht wurde.
Wenn der Trockenvorgang für das Gebinde vollständig abgeschlossen ist, können Sie die
MSD-Offenzeit des Gebindes auf einen definierten Wert zurückzusetzen.
Die zum jeweiligen MSD-Level verwendeten Zeiten zum Reduzieren der MSD-Offenzeiten
können Sie im Dialog Materialklasse bearbeiten / neu anlegen (Details) auf Seite 211
definieren bzw. anpassen.
Um ein Gebinde aus einem Trockenofen auszulagern gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Wechseln Sie vom Hauptmenü des PDAs in den Ordner MSD.
2. Starten Sie dort den Dialog MSD-Trocknung.
3. Entnehmen Sie das Gebinde aus dem Trockenschrank.
4. Scannen Sie den Barcode des Gebindes oder geben Sie die Nummer des Gebindes ein.
Die MSD-Offenzeit des Gebindes wird passend zum MSD-Level auf den in den Materialklassen (siehe
Materialklasse bearbeiten / neu anlegen (Details) auf Seite 211) definierten Wert reduziert.

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2.13 Inventur
2.13.1 Permanentinventur
Bei einer Permanentinventur wird einmal im Jahr der aktuelle Bestand einzelner oder mehrerer
Materialien ermittelt. Zum Identifizieren dient dabei die jeweilige Materialnummer des Materials. Im laufe
eines Jahres müssen dabei alle im Betrieb verwendeten Materialien einmal gezählt worden sein.
Hinweis
Voraussetzungen
Um die Permanentinventur durchführen, zu können sind folgende Voraussetzungen
zwingend erforderlich:
l Alle Rollen müssen abgerüstet sein und sich zum Zeitpunkt der Inventur in den
entsprechenden Lagerplätzen befinden.
l Vor Beginn der Inventur müssen alle Datenabgleiche zwischen dem Setup Center, dem
OIB und dem Material Manager sauber abgeschlossen sein.
Permanentinventur starten
1. Wechseln Sie im Material Manager unter Inventur in den Dialog Permanentinventur starten.
2. Wählen Sie die Materialdefinitionen, für die eine Permanentinventur gestartet werden soll.
3. Wählen Sie den Drucker, auf dem die Permanentinventur ausgedruckt werden soll.
4. Klicken Sie auf Permanentinventur starten.
Das System setzt das aktuelle Datum in den ausgewählten Materialdefinitionen als Inventurdatum ein.
Anschließend sucht das System nach allen Gebinden, die zu den ausgewählten Materialdefinitionen
gehören, und sperrt diese für die Inventur. Eine Liste der betroffenen Gebinden wird auf dem
eingestellten Drucker ausgedruckt.
In diese Liste sollen während der Inventur die gezählten Mengen der Gebinde eingetragen werden. Wenn
dies erledigt ist, müssen die Ergebnisse der Inventur mit dem Dialog Permanentinventur ausführen in
das System eingegeben werden.
Daten erfassen
Die erstelle Inventurliste muss nun sequenziell abgearbeitet werden.
1. Gehen Sie anhand der Liste durchs Lager und suchen Sie in allen aufgelisteten Lagerfächern nach
den Gebinden, die überprüft werden sollen.
2. Tragen die jeweils ermittelte Anzahl Bauelemente je Gebinde in die Inventurliste ein.
3. Setzen Sie diesen Vorgang fort, bis Sie die Inventurliste vollständig abgearbeitet haben.
Permanentinventur ausführen
Wenn Sie alle Daten für die Inventurliste erfasst haben, tragen Sie diese in das System ein.
Um erfassten Daten in den Material Manager zu übertragen gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Wechseln Sie im Material Manager unter Inventur in den Dialog Permanentinventur ausführen.
2. Markieren Sie die Permanentinventur, die Sie ausführen wollen, in der Tabelle.
3. Klicken Sie auf Permanentinventur ausführen.

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Es wird ein Dialog angezeigt, in dem Sie die von Ihnen ermittelten Materialbestände erfassen.
4. Geben Sie für jedes Gebindes die gezählte Anzahl Bauelemente in die entsprechenden
Mengeneingabefelder ein.
5. Wenn Sie alle ermittelten Daten eingegeben haben, klicken Sie auf OK.
Die Sperre der Gebinde wird aufgehoben, die ermittelten Mengen der Gebinde werden gebucht.
Gebinde, deren Menge auf 0 gesetzt wurde, werden aus dem Material Manager entfernt.
Materialnummern, die nicht zur Inventur ausgewählt wurden, bleiben unverändert im Material Manager
erhalten.
2.13.2 Stichtagsinventur
Bei einer Stichtagsinventur werden alle Materialbestände zu einem bestimmten Zeitpunkt (Stichtag)
mengenmäßig erfasst und in Inventurlisten eingetragen. Vorhandene Bestände werden abgebildet, wie
sie zum festgelegten Zeitpunkt tatsächlich sind (Bestandsaufnahme).
Auswirkung im Betrieb
Um die Stichtagsinventur durchführen zu können, muss die Fertigung während dieser Zeit vollständig
ruhen.
2.13.2.1 Voraussetzungen für die Stichtagsinventur
Um die jährliche Stichtagsinventur durchführen zu können, sind folgende Grundvoraussetzungen
zwingend erforderlich:
l Alle Rollen befinden sich zum Zeitpunkt der Inventur entweder in den entsprechenden Lagern oder
auf den Wechseltischen.
l Alle Datenabgleiche zwischen Setup Center, OIB, und Material Manager müssen vor der Inventur
sauber abgeschlossen sein.
l An der Linie dürfen sich keine gerüsteten Gebinde befinden:
Tische für X-Feeder müssen aus den Maschinen entfernt worden sein.
An Tische für S-Feeder muss eine neue Rüstung vergeben werden, ohne die Tische wieder an der
Maschine anzumelden.
2.13.2.2 Einschränkungen
Sollte bei der Inventur tatsächlich das eine oder andere Gebinde übersehen und nicht erfasst werden,
muss dieses Gebinde mit neuer Gebindenummer über den Dialog Materialannahme - Material
identifizieren wiederbelebt werden.