CAN Bus Workshop_Version 03__ 06_2008_DE.pdf - 第219页
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Siplace CAN Test Box
Ausgabe 04/2008 1 CAN Test Box
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1.7 Überprüfung der CAN Bus Spannungspegel
Bei den CAN- Pegel für CAN_H und CAN_ L wird zwischen rezessiven und dominanten Pegel
unterschieden. Diese zwei Pegel werden in ein TTL Pegel umgewandelt, dieses kann der CAN
Prozessor verarbeiten. Das RxD Signal ist phasenmäßig identisch mit dem CAN_L Signal.
Abb. 1.7 - 1 RxD signal
1.7.1 Überprüfung des rezessiven Pegels
Die rezessiven Pegel (Ruhepegel auf dem CAN Bus, wenn keine Datenverkehr) können statisch
mit Hilfe eines Voltmeters ermittelt werden. Während der Messung dürfen keine Telegramme ge-
sendet werden. Somit darf die Messung nur im Stillstand der Maschine durchgeführt werden.
Vorgehensweise: 1
➠ Schließen sie die CAN Test Box an den Servicestecker (Beachten Sie die Signalbelegung am
Servicestecker!) der COM Baugruppe an.
➠ Schalten Sie die Maschine an und warten Sie bis die Maschine hochgelaufen ist.
➠ Messen Sie an den Bananenbuchsen zwischen CAN H und GND, bzw. zwischen CAN L und
GND die Spannungspegel mit Hilfe eines Messgerätes.
➠ Es sollte sich ein Spannungswert von 2,5 V +/- 0,3 V für CAN_H und CAN_L ergeben.
Hinweis: Sollte ein Kurzschluss oder ein nicht korrekter Spannungspegel festgestellt werden, so
müssen schrittweise die Subsysteme vom CAN- Bus getrennt werden. Mögliche Trennungs-
punkte können den jeweiligen Stromlaufplänen entnommen werden.
1.7.2 Überprüfung des dominanten Pegels
Die dominanten Pegel CAN H und CAN L enthalten die Informationen und müssen bestimmte
Spannungspegel erreichen. Aus diesen beiden CAN - Signalen wird ein TTL Signal CAN (RxD)
gebildet, welches der CAN Prozessor interpretieren kann.
Hinweis: Für die Messung der dominanten Pegel ist ein Oszilloskop notwendig. Um eine mög-
lichst geringe Beeinflussung der CAN- Signale durch den Messaufbau zu erreichen, muss auf
möglichst kurze Messleitungen geachtet werden.
CAN_L
CAN_H
RxD
TTL Pegel
(Level)

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Vorgehensweise: 1
➠ Schließen Sie die CAN Test Box an den Servicestecker (Beachten Sie die Signalbelegung am
Servicestecker!) der COM Baugruppe an.
➠ Schließen Sie das Oszilloskop an die BNC Buchsen CAN_H und CAN_L an.
➠ Stellen Sie den Messbereich für Kanal 1 und 2 auf 1V und die Zeitablenkung auf 2μs
(siehe Abb. 1.7 - 3) und den Trigger auf Kanal 1.
➠ Schalten Sie die Maschine an und warten Sie bis die Maschine hochgelaufen ist.
➠ Wenn die Maschine im Ruhezustand ist, stellen Sie die Signale am Oszilloskop in die Mitte des
Bildschirms.
➠ Um eine Kommunikation auf dem CAN Bus zu simulieren, können Sie z.B.eine Versionsab-
frage im Sitest oder über Caccia starten.
➠ Drücken Sie die Stop-Taste am Oszilloskop.
➠ Jetzt kann man die Spannungspegel der Signale kontrollieren. Für CAN_H sollte sich ein Wert
von 3,5V ( 2.75 - 4.5V) und für CAN_L ein Wert von 1.5V (2.0 - 1,0V)
Abb. 1.7 - 2 Theoretische Darstellung des Rezessiven und Dominanten CAN_H und CAN_L Signale
Abb. 1.7 - 3 Rezessives und Dominantes CAN_H und CAN_L Signal
Dominates CAN_H Signal
Dominates CAN_L Signal

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1.8 Überprüfen des CAN Bus auf Error Frames
Was sind Error Frames?
Error Frames werden von den einzelnen Subsystemen gesendet, wenn ein Kommando nicht der
Kodiervorschrift entspricht oder physikalisch zerstört wurde.
D.h. wenn in einem CAN Telegramm 6 oder mehr Bits hintereinander den gleichen RxD Pegel Low
aufweisen (Logik 0 = Dominant).
Wird so ein Kommando von einem Teilnehmer erkannt informiert er sofort die anderen Teilnehmer
und den Absender des Telegramms, indem er ein Error-Frame sendet.
Durch den Empfang eines Error-Frames verwerfen alle Teilnehmer die empfangene Nachricht
und beginnen ebenfalls einen Error-Frame zu senden. Wenn der Bus wieder frei ist, wird das
Kommando erneut gesendet.
Die Überprüfung des CAN- Netzes auf Error Frames erfolgt mit Hilfe der CAN- Testbox.
Hinweis: Beim Ein- und Abschalten der Maschine kommt es zur Erkennung von Error Frames an
der CAN Test Box. Somit muss der Error Frame Zähler nach jedem Bootvorgang zurückgesetzt
werden.
Vorgehensweise: 1
➠ Schließen Sie die CAN Test Box an den Servicestecker (Beachten Sie die Signalbelegung am
Servicestecker!) der COM Baugruppe an.
➠ Schalten Sie die Maschine an und starten Sie ein Bestückprogramm.
➠ Die CAN Test Box kann auch zusammen mit einen Oszilloskop während der Produktion ange-
schlossen bleiben. Der Triggereingang sollte dann an der BNC-Buchse Error Frame der CAN
Test Box angeschlossen sein.
➠ Am Zählerstand kann die Anzahl der Error Frames abgelesen werden. Eine Häufung von Error
Frames deutet auf physikalische Busfehler hin.
Werden zu viele Error Frames während des Betriebs erkannt, ist eine detaillierte Analyse der
CAN- Signale notwendig.
Richtwert: Anzahl Error Frames während 4h Bestückbetrieb < 10