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6 Portale 6.3 X- und Y-Achse 152 Serviceanleitung SIPLACE X-Serie S 06/2019 6.3.3 Mechanische Einstellung der Inkrementalgeber Die Inkrementalgeber (Leseeinheiten) an den X- und Y-Achsen werden exakt auf die Position des…

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6 Portale
6.3 X- und Y-Achse
Serviceanleitung SIPLACE X-Serie S 06/2019 151
Übersicht
Abb.184: Übersicht Inkrementalgeber
1. Inkrementalgeber (auf dem Halter mon-
tiert)
2. Halter
3. Befestigungsschrauben (3x) des Hal-
ters
Abb.185: Übersicht Portal-Interface
1. Portal-Interface
2. Kabelschlepp-Halter am Portal
Ausbau
Schalten Sie die Maschine aus, trennen Sie diese vom Stromversorgungsnetz und sichern
Sie die Maschine gegen Wiedereinschalten.
1.2 "Was vor Beginn der Arbeiten zu tun ist..." [}16]
Stecken Sie das Kabel des Inkrementalgebers vom Portal-Interface ab. Notieren Sie sich ggf.
die Position, so dass Sie diese später wieder eindeutig zuordnen können.
Fädeln Sie das Anschlusskabel bis zum Inkrementalgeber aus.
Entfernen Sie die drei Befestigungsschrauben des Inkrementalgeber-Halters und nehmen Sie
diesen zusammen mit dem Inkrementalgeber vorsichtig ab.
Einbau
Reinigen Sie die Lesefläche des Inkrementalgebers mit einem mit Ethylalkohol getränkten
Tuch oder mit einem Q‑Tip.
Montieren Sie den Inkrementalgeber mit den drei Befestigungsschrauben. Legen Sie dabei
die mitgelieferte Folienlehre zwischen den Inkrementalgeber und den Maßstab, so dass hier
ein Luftspalt entsteht. Dieser Spalt muss entweder 0,4mm (goldener Maßstab) oder 0,75mm
(schwarz-weißer Maßstab) breit sein. Verwenden Sie dazu die entsprechende Folienlehre.
Stellen Sie die elektrische Verbindung wieder her.
VORSICHT
Stellen Sie sicher, dass die Kabel nirgends scheuern können.
Achten Sie darauf, dass die Kabel beim Verfahren der Achsen nicht beschädigt werden nnen.
Befestigen Sie die Kabel mit Kabelbindern
Prüfen Sie die Spursignale mit dem Prüfgerät (siehe 6.3.8 "Spursignale und Nullim-
puls" [}155]).
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6.3 X- und Y-Achse
152 Serviceanleitung SIPLACE X-Serie S 06/2019
6.3.3 Mechanische Einstellung der Inkrementalgeber
Die Inkrementalgeber (Leseeinheiten) an den X- und Y-Achsen werden exakt auf die Position des
Inkrementalmaßstabs eingestellt. Dazu dienen die beiden Begrenzungsmarken am Inkrementalge-
ber, welche die oben/unten Position des Maßstabs bilden sollen.
Stellen Sie den Inkrementalgeber mechanisch auf einen Abstand von 0,75mm zum Inkremental-
maßstab ein.
HINWEIS
Kunststoffplättchen
Verwenden Sie für die Einstellung ein oder mehrere Kunststoffplättchen die zusammen
einer Dicke von 0,75mm entsprechen.
Fühlerlehre 0,75mm Kunststoff [03090774-xx]
Nach der Einstellung der Inkrementalgeber müssen der Nullimpuls und die Spursignale überprüft
werden.
Üblicherweise ergeben sich korrekte Zähl- und Nullimpulssignale durch die korrekte Montage. Zur
Fehleranalyse und -behebung ist es nötig diese Signale nachzumessen.
Beachten Sie hierzu auch den Abschnitt 6.3.8 "Spursignale und Nullimpuls" [}155].
6.3.4 Verfahrbereiche und Geschwindigkeitsüberwachung
Der Verfahrbereich der X- und Y-Achsen wird während der Maschinenkalibrierung ermittelt.
Abb.186: Verfahrbereiche der X- und Y-Achsen (am Bei-
spiel X‑Serie)
1) bis 4) = Portal 1 bis 4
Das Verfahrbereichsende der X‑Achse
liegt + oder - 0,5mm vor dem Softwareend-
schalter, dieser liegt wiederum 1,5mm vor
dem Puffer. Ein Sicherheitsabstand von
2,0mm zum Puffer reicht aus, wenn die
X‑Achse mit überhöhter Geschwindigkeit in
diesen Bereich fährt.
Das Verfahrbereichsende der Y‑Achse
liegt + oder - 2,0mm vor dem Softwareend-
schalter. Die Verfahrbereichsüberwachung
der Y‑Achsen in einem Bestückbereich
erfolgt in der einen Richtung über Softwa-
reendschalter und einen Puffer. In die
andere Richtung erfolgt ein ständiger Kom-
munikationsaustausch über den SPI‑Bus
zwischen beiden Achsen und deren Positio-
nen (siehe auch 6.3.7 "Ablauf Anticrash-
Funktion" [}154]).
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Serviceanleitung SIPLACE X-Serie S 06/2019 153
Abb.187: Verfahrbereiche der X- und Y-Achsen (am Bei-
spiel X‑Serie)
1. Sicherheitsabstand zwischen den Por-
talen während des Bestückens: mini-
mal 4mm.
Abhängig vom Bestückmodus (I‑Placement
oder Alternating) arbeiten die Portale in
einem Bestückbereich völlig unabhängig.
Somit muss das eine Portal nicht die Posi-
tion des anderen kennen.
6.3.5 Fehler "Portalcrash"
Die Bestimmung des Fehlers "Portalcrash" erfolgt aus der Positions- und der Geschwindigkeitsdif-
ferenz beider Achsen. Der Fehler Portalcrash wird über die (M)GCUs an den CAN-Bus gemeldet.
Nach der Fehlermeldung "Portalcrash" müssen beide Portale erneut referenziert werden.
6.3.6 Zählfehler
Wird über die (M)GCU ein "Fataler Zählfehler" erkannt, wird die betroffene Achse freigeschaltet
und die Anticrash-Funktion deaktiviert. Dies bekommt die andere Achse über die Statusinformation
mit und deaktiviert die Anticrash-Funktion. Die freigeschaltete Achse muss neu referenziert wer-
den.
Danach wird die Anticrash-Funktion für beide Achsen wieder aktiviert.