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6 Portale 6.3 X- und Y-Achse Serviceanleitung SIPLACE X-Serie S 06/2019 153 Abb.187: Verfahrbereiche der X- und Y-Achsen (am Bei- spiel X‑Serie) 1. Sicherheitsabstand zwischen den Por- talen während des Bestückens: mini…

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6.3.3 Mechanische Einstellung der Inkrementalgeber
Die Inkrementalgeber (Leseeinheiten) an den X- und Y-Achsen werden exakt auf die Position des
Inkrementalmaßstabs eingestellt. Dazu dienen die beiden Begrenzungsmarken am Inkrementalge-
ber, welche die oben/unten Position des Maßstabs bilden sollen.
Stellen Sie den Inkrementalgeber mechanisch auf einen Abstand von 0,75mm zum Inkremental-
maßstab ein.
HINWEIS
Kunststoffplättchen
Verwenden Sie für die Einstellung ein oder mehrere Kunststoffplättchen die zusammen
einer Dicke von 0,75mm entsprechen.
Fühlerlehre 0,75mm Kunststoff [03090774-xx]
Nach der Einstellung der Inkrementalgeber müssen der Nullimpuls und die Spursignale überprüft
werden.
Üblicherweise ergeben sich korrekte Zähl- und Nullimpulssignale durch die korrekte Montage. Zur
Fehleranalyse und -behebung ist es nötig diese Signale nachzumessen.
Beachten Sie hierzu auch den Abschnitt 6.3.8 "Spursignale und Nullimpuls" [}155].
6.3.4 Verfahrbereiche und Geschwindigkeitsüberwachung
Der Verfahrbereich der X- und Y-Achsen wird während der Maschinenkalibrierung ermittelt.
Abb.186: Verfahrbereiche der X- und Y-Achsen (am Bei-
spiel X‑Serie)
1) bis 4) = Portal 1 bis 4
Das Verfahrbereichsende der X‑Achse
liegt + oder - 0,5mm vor dem Softwareend-
schalter, dieser liegt wiederum 1,5mm vor
dem Puffer. Ein Sicherheitsabstand von
2,0mm zum Puffer reicht aus, wenn die
X‑Achse mit überhöhter Geschwindigkeit in
diesen Bereich fährt.
Das Verfahrbereichsende der Y‑Achse
liegt + oder - 2,0mm vor dem Softwareend-
schalter. Die Verfahrbereichsüberwachung
der Y‑Achsen in einem Bestückbereich
erfolgt in der einen Richtung über Softwa-
reendschalter und einen Puffer. In die
andere Richtung erfolgt ein ständiger Kom-
munikationsaustausch über den SPI‑Bus
zwischen beiden Achsen und deren Positio-
nen (siehe auch 6.3.7 "Ablauf Anticrash-
Funktion" [}154]).
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Serviceanleitung SIPLACE X-Serie S 06/2019 153
Abb.187: Verfahrbereiche der X- und Y-Achsen (am Bei-
spiel X‑Serie)
1. Sicherheitsabstand zwischen den Por-
talen während des Bestückens: mini-
mal 4mm.
Abhängig vom Bestückmodus (I‑Placement
oder Alternating) arbeiten die Portale in
einem Bestückbereich völlig unabhängig.
Somit muss das eine Portal nicht die Posi-
tion des anderen kennen.
6.3.5 Fehler "Portalcrash"
Die Bestimmung des Fehlers "Portalcrash" erfolgt aus der Positions- und der Geschwindigkeitsdif-
ferenz beider Achsen. Der Fehler Portalcrash wird über die (M)GCUs an den CAN-Bus gemeldet.
Nach der Fehlermeldung "Portalcrash" müssen beide Portale erneut referenziert werden.
6.3.6 Zählfehler
Wird über die (M)GCU ein "Fataler Zählfehler" erkannt, wird die betroffene Achse freigeschaltet
und die Anticrash-Funktion deaktiviert. Dies bekommt die andere Achse über die Statusinformation
mit und deaktiviert die Anticrash-Funktion. Die freigeschaltete Achse muss neu referenziert wer-
den.
Danach wird die Anticrash-Funktion für beide Achsen wieder aktiviert.
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6.3.7 Ablauf Anticrash-Funktion
Abb.188: Beispiel Ablauf Anticrash-Funktion im Bestückbereich 1
HINWEIS
(M)GCU, (M)HCU
Die (M)GCU und die (M)HCU bestehen aus einem Control-Modul (Achskarte) und einem
Power-Modul (Servo).
Die (M)GCU und (M)HCU vereint Steuer- und Leistungsteil. Eine Trennung zwischen Achs-
und Servokarte existiert nicht mehr.