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SIPLACE Pro Funktionsbeschreibung Ausgabe 05/2014 Edition
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9.3.17 Import von Bauelementen aus BOM-Datei in Bestücklisten
In einer sogenannten BOM-Datei (Bill of Material) wird festgelegt, welche Bauelemente auf
welchen Bestückpositionen bestückt werden sollen. Die BOM-Datei wird oft über ein ERP-System
(Enterprise Resource Planning) verwaltet, aus dem sie als Textdatei exportiert werden kann.
Mit dem neuen Tool BOM-Merger kann eine BOM-Textdatei in SIPLACE Pro eingelesen und die
enthaltenen Teilenummern (=Bauelemente) in vorhandene Bestücklisten eingefügt oder
ausgetauscht werden.
Voraussetzungen
– Für die Leiterplatte muss in der Leiterplattenbeschreibung mindestens eine Bestückliste
festgelegt sein, die BE-Bestückpositionen enthält.
– Der Benutzer muss die entsprechenden Berechtigungen haben (Leiterplatten lesen,
Bestücklisten lesen und bearbeiten sowie Bauelemente lesen und erstellen).
Der BOM-Merger wird in SIPLACE Pro Desk unter Extras – Import – BOM Merger gestartet.
Abbildung 9-42: BOM-Merger
Folgende Angaben müssen im BOM-Merger eingestellt werden:
– Zielbestückliste, in welche die neuen Daten eingetragen werden sollen.
– Quellordner, in dem der BOM-Merger nach vorhandenen Bauelementen suchen soll.
– Ausgabeordner, in dem der BOM-Merger Bauelemente liest oder neue Bauelemente anlegt.
– Stücklistendatei (=BOM-Datei), in der die Daten vorhanden sind.
Für alle Bestückpositionen in der BOM-Datei, für welche passende Positionsbezeichner in der
Bestückliste gefunden werden, werden alle Bauelemente-Namen ausgetauscht.
Wenn das Bauelement im BE-Quellordner vorhanden ist, wird nur eine Verlinkung zwischen
Bestückposition und Bauelement hinzugefügt. Wenn das Bauelement im BE-Quellordner nicht
vorhanden ist, wird ein neues Bauelement im BE-Zielordner erstellt und die Verlinkung wird
zwischen Bestückposition und dem neuen Bauelement hinzugefügt. Für das neue Bauelement
muss die geeignete Gehäuseform manuell (außerhalb des BOM-Mergers) zugewiesen werden.

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Wenn in der BOM-Datei mehrere Bauelemente für einen Positionsbezeichner aufgelistet sind, wird
das erste Bauelement in die Bestückliste hinzugefügt. Zusätzliche Bauelemente werden als
alternative Bauelemente in der Reihenfolge hinzugefügt, wie sie in der BOM-Datei aufgelistet sind.
Beim Öffnen der BOM-Datei, wird das folgende Dialogfenster angezeigt.
Abbildung 9-43: BOM-Datei konfigurieren
Die Spalten, die die Positionsbezeichner und die Teilenummern enthalten, müssen in den
entsprechenden Auswahllisten eingestellt und bestätigt werden.
Fehlermeldungen und Warnungen werden in der Registerkarte Warnungen / Fehler aufgelistet.
Abbildung 9-44: Fehlermeldungen und Warnungen
Wenn ein Positionsbezeichner mehrmals definiert sein sollte oder eine BE-Bestückposition in der
BOM-Datei spezifiziert ist, die nicht in der Bestückliste gefunden wird, wird eine Fehlermeldung
ausgegeben. Die BOM-Datei muss dann korrigiert werden, bevor der BOM-Merger weiterarbeiten
kann (über die Schaltfläche Notepad).

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Wenn die Bestückliste BE-Bestückpositionen enthält, für die keine passenden Positionsbezeichner
in der BOM-Datei gefunden werden, wird eine Warnung ausgegeben. Entweder kann die
betroffene Bestückliste über SIPLACE Pro Desk korrigiert oder die betroffenen BE-Bestück-
positionen ausgelassen werden.
Über die Schaltfläche Neu auswerten werden die korrigierten Angaben vom BOM-Merger
übernommen und überprüft.
Bevor die neuen Daten über die Schaltfläche Import in die Bestückliste übernommen werden,
kann optional eine Kopie der Bestückliste über die Schaltfläche Sicherungskopie der
Bestückliste erstellen erstellt werden.
9.3.18 Ausrichtung von (LED-)Bauelementen
Wenn die entsprechende Hardware installiert ist, können Bauelemente mit dem neuen Kameratyp
LED Offset Camera (47) 19x19 ausgerichtet werden. Oberflächenmerkmale, wie z.B.
Leuchtflächen, können dann entsprechend der Bestückposition zentriert werden. Die Funktion wird
ab dieser SIPLACE Pro-Version mit dem Bestückkopf CPP unterstützt.
Beispiel Ablauf mit LED-Bauelement:
Das LED-Bauelement wird abgeholt und auf die Kamera 47 auf einer Glasplatte abgelegt. Zuerst
wird von unten mit dieser Kamera und dann von oben mit der LP-Kamera gemessen. Das Ergebnis
der Messung von unten ist die Ausgangsbasis für die Messung von oben. Dadurch wird ein Offset
der Leuchtfläche zu den Bauelement-Anschlüssen ermittelt. Anschließend wird das LED-
Bauelement von der Glasplatte abgeholt und mit dem ermittelten Offset bestückt, sodass die
Leuchtfläche entsprechend der Bestückposition zentriert ist und nicht, wie sonst üblich, nach den
Anschluß-Beinchen ausgerichtet wird.
Die Funktion wird im Bestücklisten-Editor in der Registerkarte Bestückliste –
Bestückpositionen in der Spalte Ausrichten aktiviert.
Abbildung 9-45: Ausrichten aktivieren